FC Bayern: Uli Hoeneß sorgt sich um Jamal Musiala - Absencen "schon ein Problem, auch für den Verein"

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Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern München, hat sich zur medizinischen Situation um Jamal Musiala geäußert. Die als "Absencen" diagnostizieren Schwächeanfälle des Offensivstars seien für den Verein "natürlich schon ein Problem", gab der 74-Jährige bei "Sky" zu. Musiala war in Testspielen des FC Bayern gegen RB Leipzig und den FC Heidenheim binnen vier Tagen zweimal zusammengeklappt.

Fußball: Jamal Musiala (FC Bayern München) sitzt im Testspiel beim 1. FC Heidenheim auf dem Boden

Fotocredit: Imago

"Wir sind schon länger über die Probleme informiert", erklärte Hoeneß über Musialas Leiden. "Letztes Wochenende gegen Leipzig ist es das erste Mal auf dem Platz passiert. Für jeden sichtbar. Da haben wir noch gedacht: Na ja, wenn das jetzt nicht direkt wieder passiert, dann warten wir erst mal ab, ob die Medikamente, die er nimmt, wirken."
Dass es jedoch vier Tage später gleich wieder passiert ist, habe ihn "vom Hocker gehauen. Als ich den Anruf von unserem Pressemann Stefan Mennerich bekam, da war ich sprachlos. Wir haben mit allem gerechnet, nur nicht mit dieser Häufung dieser Probleme. Es ist ein Drama - speziell für den Jamal", so Hoeneß.
Wie der 23-Jährige im Anschluss auf Instagram bekannt gab, leide er unter sogenannten "Absencen", was eine Form eines epileptischen Anfalls darstellt. Der Nationalspieler gab kurz nach dem erneuten Drama etwas Entwarnung.
Von "temporär kurz auftretenden, aber gut behandelbaren Absencen, die auf eine neurologische Dysfunktion" zurückzuführen seien, schrieb Musiala in einem Statement bei Instagram. Ihm gehe es gut, er wolle den Fans "auch die Sorgen nehmen. Es besteht kein darüber hinausgehendes gesundheitliches Risiko."

FC Bayern wusste um Musialas gesundheitliche Probleme

Den Bayern war die Situation grundsätzlich bekannt. "Es gab immer wieder Hinweise, auch mal das ein oder andere Problem - das aber nie bei uns stattgefunden hat", erklärte Hoeneß nun.
"Mit den zwei Vorfällen jetzt ist es natürlich schon ein Problem. In erster Linie natürlich für den Menschen, Jamal. Aber mittelfristig natürlich auch für den Verein, weil wir im Moment ehrlich gesagt ziemlich sprachlos sind. Wir haben uns darauf nicht vorbereiten können. Wir müssen erst lernen, mit dieser Situation umzugehen", so der Ehrenpräsident.
Diese Saison sollte für Musiala nach seiner schweren Verletzung, die er am 5. Juli 2025 bei der Klub-WM erlitten hatte, und durchwachsenen Monaten ein Neuanfang sein. "Wir waren immer der Meinung, nach der WM beginnt eine neue Ära für Jamal", sagte Hoeneß: "Mit einer guten Vorbereitung. Und dann geht die Saison voll los. Und schon beim ersten Spiel ist das passiert. Das hat uns natürlich auf dem falschen Bein erwischt."

Hoeneß: "Bedingungslose Unterstützung für Jamal" vom FC Bayern

Von Vereinsseite gäbe es prinzipiell "eine bedingungslose Unterstützung für Jamal. Unsere Ärzte sind mit den neurologischen Experten ständig im Austausch. Wir haben uns ein bisschen abgesichert. Die Neurologen haben uns schriftlich gegeben, dass es aus ihrer Sicht keine Bedenken gegen einen Hochleistungssport für Jamal gibt."
Ansonsten hätte sich Bayern "fahrlässig verhalten". Seit man diese Bestätigung habe, "schlafen wir ein bisschen ruhiger", sagte Hoeneß. Laut Hoeneß fanden am Mittwoch weitere Untersuchungen durch Spezialisten statt.
Das Statement von Musiala sei indes vorbereitet gewesen. "Es gab eine klare Absprache bei einer Besprechung mit Jamal selbst, seinen Beratern, Max Eberl und unseren zwei Vereinsärzten, in der klar vereinbart wurde, wenn sich der Vorfall vom Samstag wiederholt, dann geht Jamal an die Öffentlichkeit."
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(mit SID)
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Quelle: Perform


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