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Dortmund - Benfica: 3 Dinge - Aubas Wiedergutmachung, Rekord-Pulisic & ein Paradoxon
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Publiziert 09/03/2017 um 00:34 GMT+1 Uhr
Borussia Dortmund hat Benfica Lissabon mit 4:0 (1:0) geschlagen und steht im Viertelfinale der Königsklasse. Pierre-Emerick Aubameyang sorgte per Hattrick für Wiedergutmachung für den misslungenen Abends im Estádio da Luz. Christian Pulisic machte mit seiner Gala-Vorstellung Marco Reus zumindest für einen Abend vergessen. Die Gäste zeigten eine bessere Leistung als im Hinspiel. Was uns auffiel.
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1.) Auba kann es doch - mit Anlauf zur Wiedergutmachung
Er kann es also doch! Im Hinspiel stand Pierre-Emerick Aubameyang nach seinen vielen vergebenen Großchance noch sinnbildlich für die 0:1-Niederlage des BVB. In Normalform wäre für den Gabuner damals locker ein Dreierpack drin gewesen. Doch es war für Aubameyang, spätestens nach seinem kläglich ausgelassenen Elfmeter und seiner darauffolgenden Auswechslung, der wohl schwärzeste Abend im BVB-Dress.
Bis zum Rückspiel sammelte Aubameyang mit zwei Doppelpacks gegen den SC Freiburg und Bayer Leverkusen in der Bundesliga Selbstvertrauen. Aubameyang nahm Anlauf zur Wiedergutmachung.
Als alles hergerichtet war, schlug "Auba" gleich bei der ersten Gelegenheit nach vier Minuten zu. Eine Ecke von Ousmane Dembélé verlängerte Christian Pulisic auf den zweiten Pfosten und den Kopf der großen BVB-Hoffnung - Aubameyang traf zur Führung. Er kann es also doch gegen Benfica. Der frühe "Ausgleich" nahm dem BVB-Spiel sofort die Nervosität und legte das Fundament für eine ganz starke Anfangsphase der Dortmunder.
Es war das schnellste BVB-Tor in der Champions League seit Oktober 2014 - damals traf Ciro Immobile beim RSC Anderlecht in der dritten Minute. Aubameyangs fünfter Treffer in dieser Champions-League-Saison öffnete die Schleusen ins Viertelfinale. Mit seinem zweiten Treffer (61.) brachte er das BVB-Schiff auf den planmäßigen Viertelfinal-Kurs. Sein drittes Tor (61.) machte den Abend der Wiedergutmachung endgültig rund und Aubameyang war erleichtert:
Damit hat er bereits dreimal öfter getroffen, als in seinen ersten beiden Spielzeiten in der Königsklasse zusammen.
2.) Zukunft & Gegenwart: Christian Pulisic
Der 18 Jahre alte Pulisic zauberte in seinem achten Champions-League-Spiel eine echte Gala auf den Rasen. Das wichtige Tor zum 1:0 bereitete er mit dem Kopf vor, das vorentscheidende 2:0 erzielte er mit einem wunderschönen und technisch hochversierten Lupfer selbst. Mit seinem ersten Tor in der Königsklasse wurde er auch gleichzeitig der jüngste BVB-Torschütze in diesem Wettbewerb. Dabei rückte der US-Amerikaner nur aufgrund der Verletztung von Marco Reus in die Partie. Er machte den bitteren Ausfall des deutschen Nationalspielers aber zumindest für einen Abend vergessen.
Pulisic erhielt in einem großen Spiel seine Chance. Zusammen mit dem ein Jahr älteren, ebenso flinken Dembélé, kurbelte er die Offensivabteilung der Borussia an. Die zwei pfeilschnellen Dribbelkünstler waren die Antreiber im Spiel der Borussia.
Stéphane Chapuisat, Champions-League-Sieger mit Borussia Dortmund 1997 sagte bei "Sky" über Pulisics Leistung:
Dass die Zukunft beim BVB Pulisic gehört war klar, doch mit seinem Auftritt gegen Benfica zeigte er, dass er auch an einer erfolgreichen Gegenwart mitschreiben kann.
3.) Paradox: Benfica besser als im Hinspiel
Dortmund ging früh in Führung. Vor allem mit dem aufgedrehten Dembélé, Pulisic und Aubameyang brannte der BVB zu Beginn ein Feuerwerk in der Offensive ab. Im Laufe der ersten Halbzeit ließ der Gastgeber aber nach und die Portugiesen arbeiteten sich in die Partie. Im Hinspiel noch völlig blass - abgesehen des Siegtreffers von Konstantinos Mitroglu - gelangen Benfica in Dortmund immer wieder gefährliche Vorstöße in den Sechzehner.
Über die beiden Außenbahnen fanden die Gäste hinter Schmelzer auf links und Durm auf rechts immer wieder Räume, in die sie vorstoßen konnten. Auch bei den Standards wurde es im Dortmunder Strafraum durch den langen Luisão immer wieder gefährlich.
Zur Pause hatte Benfica 64 Prozent der Zweikämpfe gewonnen - trotz der überlegenen Anfangsphase des BVB. Auch wenn Mitroglu, Pizzi und Co. in den ersten 45 Minuten zu keiner Großchance kamen, sie waren viel besser im Spiel als noch im Estádio da Luz. Tuchel sagte zum Spiel:
Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde es dann aber richtig brenzlig. Piszczeks missglückter Befreiungsschlag landete formvollendet vor den Füßen von Cervi. Der Pole schmiss sich in letzter Sekunde in den Schuss und machte seinen Fehler wieder gut. Der BVB schaffte es lange nicht, Benfica den Spaß am Spiel zu nehmen. Erst mit dem entscheidenden Doppelpack zur 3:0-Führung durch Pulisic und Aubameyang rund um die 60. Minute gelangte Dortmund in ruhigeres Fahrwasser.
Tuchels Mannschaft fand mit dieser Sicherheit im Rücken auch wieder zur Überlegenheit aus den ersten fünfzehn Minuten und in das Viertelfinale der Champions League.
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