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RB Leipzig - Tottenham Hotspur | Rote Bullen gegen Freiburg ohne Zuschauer
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Publiziert 11/03/2020 um 16:41 GMT+1 Uhr
Die große Euphorie um den historischen Triumph in der Champions League endete am Tag danach abrupt: Als letzter Bundesligist verkündete RB Leipzig am Mittwochmittag, dass zum Spiel am Samstag gegen den SC Freiburg (15.30 Uhr) wegen der anhaltenden Coronavirus-Krise keine Zuschauer zugelassen sind. Am Abend zuvor hatte der Bundesligadritte noch eine Gala im Champions-League-Achtelfinale gezeigt.
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Nach dem Erfolg gegen Tottenham Hotspur hatten die Sachsen den erstmaligen Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse gefeiert. Zum Achtelfinalrückspiel gegen die Spurs (3:0) hatte die Stadt Leipzig noch Zuschauer zugelassen - vielleicht zum letzten Mal für eine längere Zeit.
Man habe "intensiv zusammengesessen und unter Berücksichtigung der täglich neuen Entwicklung um das Coronavirus nun entscheiden, am Samstag leider ohne Zuschauer zu spielen", sagte Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff. Man wolle zum einen das gesundheitliche Risiko minimieren und zum anderen nicht zu einer potentiellen Wettbewerbsverzerrung beitragen.
Gegen Tottenham war es vor allem Kapitän Marcel Sabitzer, der groß auftrumpfte. "Das ist ein Abend für die Geschichtsbücher", sagte Sabitzer nach seinen beiden Toren (10./21.) gegen Weltmeisterkeeper Hugo Lloris und fügte hinzu:
RB Leipzig: Sabitzer mit Doppelpack
Seit fünf Jahren ist Sabitzer im Klub, hat die rasante Entwicklung aus der 2. Liga bis unter die Top-8 des europäischen Fußballs mitgeprägt. "Wir haben gerade unter der Dusche darüber geredet, wie wir vor vier Jahren hier gegen Sandhausen 0:1 verloren haben und jetzt schlagen wir Tottenham Hotspur", schwärmte Sabitzer, der als erster Österreicher einen Doppelpack in der K.o.-Runde der Champions League schnürte.
Dass Leipzig wegen der Coronaviruskrise in Zukunft mit Geisterspielen rechnen muss, nahm Sabitzer zur Kenntnis:
Auch Trainer Julian Nagelsmann wurde nach dem Weiterkommen pathetisch. "Das ist ein historischer Moment für den Klub", sagte der 32-Jährige, der als jüngster Trainer im Viertelfinale der Königsklasse steht. Europa habe gesehen, zu welchen Leistungen RB fähig ist: "Ich glaube, dass uns die Leute Respekt zollen, und denken, dass wir es gut gemacht haben."
Mourinho schwärmt von RB Leipzig
Einer, der das dachte, war Tottenhams geschlagener Teammanager José Mourinho. Der Portugiese suchte anders als sonst nicht nach Ausreden und lobte stattdessen den Gegner. "Das bessere Team hat gewonnen, sie haben physisch eine starke Mannschaft", meinte The Special One, der sich nach sechs Pflichtspielen in folge ohne Sieg und dem frühen Aus in der Champions League auf viel Gegenwind in der Heimat einstellen musste.
Mourinho ließ aber nicht unerwähnt, dass sein Team die vielen Ausfälle wie Harry Kane und Heung-Min Son nicht verkraften konnte. "Das ist wie Leipzig ohne Sabitzer, Schick und Werner", meinte der Portugiese, "oder Liverpool ohne Salah, Mane, Henderson und Firmino. Oder Barcelona ohne Griezmann, Messi, Suarez." Jeder Spieler, so Mourinho, der bei Leipzig auf der Bank saß, hätte in seinem Team gespielt.
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(SID)
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