BVB feiert Pflichtsieg gegen Zenit: Späte Tore retten Dortmund

Borussia Dortmund hat am zweiten Spieltag der Gruppenphase in der Champions League gegen Zenit St. Petersburg den ersten Sieg eingefahren. Nachdem man vor acht Tagen bei Lazio Rom noch eine Niederlage hatte einstecken müssen, gewann die Mannschaft von Lucien Favre gegen die Russen mit 2:0 (0:0). Jadon Sancho (78./FE) und Erling Haaland (90.+1) trafen für den deutschen Vizemeister.

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So lief das Spiel:

BVB-Trainer Lucien Favre veränderte seine Startelf im Vergleich zum Derbysieg gegen Schalke (3:0) auf zwei Positionen. Axel Witsel und Kapitän Marco Reus ersetzten Thomas Delaney und Julian Brandt.
Nach der Niederlage bei Lazio Rom waren die Dortmunder gegen Zenit St. Petersburg schon unter Zugzwang und übernahmen von Anpfiff weg die Kontrolle über das Spiel. Gegen tief stehende Russen fand die Favre-Elf nach einer Viertelstunde den ersten gefährlichen Abschluss durch Giovanni Reyna. Nach Ablage von Erling Haaland rauschte der Schuss des US-Youngsters aus 16 Metern nur Zentimeter am linken Pfosten vorbei (15.).
Die auf Konter lauernden Gäste trauten sich nur selten aus der eigenen Hälfte und verzeichneten nach 35 Minuten ihre einzige Chance in Hälfte eins. Roman Bürki verschätzte bei der Flanke von Ex-HSV-Profi Douglas Santos, Sebastián Driussi setzte seinen Kopfball jedoch deutlich über das Dortmunder Tor (35.). Danach erhöhte der BVB nochmal die Schlagzahl, aber sowohl Reus (40.) als auch Haaland (42.) vergaben kurz vor der Pause.
Dortmund tat sich auch nach dem Seitenwechsel gegen die tief stehenden Gäste lange schwer, sodass es bis zur 66. Minute dauerte, ehe Mahmoud Dahoud mit einem Distanzschuss wieder für Gefahr sorgte (66.).
Der BVB bewahrte in einer zähen Partie weiter die Geduld und wurde in der Schlussphase für den Aufwand belohnt. Nach Flanke von Thomas Meunier riss Vyacheslav Karavaev den eingewechselten Thorgan Hazard im Fünfmeterraum zu Boden – klarer Elfmeter! Jadon Sancho trat vom Punkt an und verwandelte sicher rechts unten zur Dortmunder Führung (78.).
In der Nachspielzeit sorgte Haaland nach Kopfballverlängerung von Jude Bellingham für den Schlusspunkt und ließ Keeper Mikhail Kerzhakov im Eins gegen Eins keine Chance (90.+1).
In die kommenden beiden Champions-League-Spiele gegen den FC Brügge (4. und 24. November) geht der BVB wieder als klarer Favorit. Allerdings hatten die Belgier überraschend in St. Petersburg gewonnen (2:1).

Die Stimmen:

Erling Haaland (Borussia Dortmund): "Wir hatten viel Ballbesitz und wussten, dass die Chancen kommen würden. Es war schwer, aber am Ende haben wir einen wichtigen Sieg eingefahren."
Lucien Favre (Borussia Dortmund): "Es waren zwei Busse vor dem Tor. Man muss dann die Geduld bewahren und weiter vernünftig zu spielen. Wir müssen mit dem Ball schneller und intelligenter Spielen."
Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund): "Wir sind zufrieden, weil wir das Spiel gewonnen haben. Nach dem Spiel gegen Lazio waren wir heute gezwungen zu gewinnen. Es war nicht leicht, weil St. Petersburg zwei Busse geparkt hat. Das Spiel wird nicht in die Fußballgeschichte eingehen, aber die Punkte nehmen wir gerne mit."
Manuel Akanji (Borussia Dortmund): "Wir haben sehr viel Geduld benötigt und haben uns zum Glück mit drei Punkten belohnt. Der Sieg war sehr wichtig für uns."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: BVB zu oft durch die Mitte

Das Spiel der Dortmunder verlief gegen Zenit oftmals zu zentrumslastig und dadurch zu kompliziert. Immer wieder zogen die Außenspieler der Schwarz-Gelben ins Zentrum und machten dem Gegner so das Verteidigen leicht. Des öfteren war Favre von der Seitenlinie zu hören, wie er seine Mannen lautstark aufforderte, doch schneller und mehr in die Breite zu spielen. Positiv ist die Abwehrleistung hervorzuheben: Zum zweiten Mal nacheinander ließ die Dortmunder Abwehr keinen Schuss aufs eigene Tor zu.

Die Statistik: 11

Erling Haaland hat in seinen ersten zehn Champions-League-Spielen elf Tore erzielt. Kein Spieler traf bei seinen ersten zehn Auftritten häufiger als die norwegische Tormaschine des BVB.

Extra Time - Der Eurosport-Podcast:

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Quelle: Perform

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