Raufen sich Hans-Dieter Flick und Hasan Salihamidzic beim FC Bayern München nochmal zusammen? Der Trainer und der Sportdirektor waren zuletzt in einigen Transferfragen offenbar unterschiedlicher Meinung. Ein Eindruck, den Flick am Mittwoch vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Lazio Rom ausräumen wollte – und dabei ein paar interessante Details verriet.
So meinte er zu den im vergangenen Sommer nicht realisierten Transfers von Callum Hudson-Odoi (FC Chelsea) und Sergiño Dest (wechselte von Ajax Amsterdam zum FC Barcelona): "Hudson-Odoi und Dest waren nicht meine Wunschspieler, sondern unsere Wunschspieler. Das waren Spieler, die wir holen wollten, aber es hat nicht geklappt."
Dabei äußerte Flick Verständnis für Salihamidzic. "Es ist gerade in der Coronazeit nicht ganz einfach für einen Sportdirektor, Spieler zu holen. Also haben wir gesagt: Okay, wir wollen in der Breite Spieler dazunehmen. Das haben wir gemacht. Deswegen ist die Breite auch gut besetzt. Wir haben viele Spieler auf der Bank", so Flick.
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Der Bayern-Trainer versuchte auch klarzumachen, dass er sich freue, Leroy Sané im Sommer dazu bekommen zu haben. "Es ist auch zu lesen, dass Leroy nicht mein Wunschspieler gewesen sein soll, dass ich eher Havertz und Werner haben wollte; ich hätte am liebsten alle drei! Das weiß Brazzo genauso. Aber wir haben uns alle auch für Leroy entschieden", sagte der 56-Jährige.

Flick "erleichtert" nach Aussprache mit Salihamidzic

Flick und Salihamidzic sprechen sich aus - kurz

Werner war im Sommer von RB Leipzig zum FC Chelsea gewechselt, Kai Havertz ging von Bayer Leverkusen zu den Blues.
Sané, der von Manchester City kam, zeige dagegen bei Bayern "allen, was für eine Qualität er hat. Er ist ein Spieler für Bayern München, der auch oft den Unterschied ausmacht. Deswegen sind wir froh, dass er bei uns ist."
Nach dem Spiel am Mittwoch berichtete Flick dann noch von einem Gespräch mit Salihamidzic im Laufe des Tages. "Wir sind beide aufeinander zu gegangen und haben es ganz im Sinne des Vereins aus der Welt geschafft", meinte der Bayern-Coach: "Beide sind wir sehr optimistisch für den Rest der Saison und unsere Zukunft. Wir blicken nach vorne."
Auf der Pressekonferenz schob er nach: "Es geht darum, dass wir sehr erfolgreich Fußball spielen und großen Erfolg haben. Die Dinge brauchen wir nicht. Für uns beide, die Mannschaft und den Verein ist es die richtige Aktion gewesen und von daher sind wir glaube ich auch beide sehr erleichtert."

Kimmich tadelt

Der Trainer sagte aber auch: "Es war ein kurzes Gespräch."
Joshua Kimmich tadelte derweil: "Man bekommt mit, was geschrieben und diskutiert wird. Es wäre schon schöner, wenn bei dem Erfolg, der gerade da ist, Ruhe da wäre und wir nicht noch Zündstoff von innen nach außen geben. Aber ich denke nicht, dass das die Mannschaft großartig belastet. Auf dem Spielfeld merkt man das nicht."

Nübel unzufrieden - Flick überrascht

Gegen Lazio (2:1) stand am Abend Alexander Nübel im Tor. Der Ex-Schalke-Keeper ersetzt den erkälteten Manuel Neuer, ist aber generell unzufrieden, weil er unter Flick zu wenige Einsätze bekommt – die ihm angeblich von Sportvorstand Salihamidzic versprochen worden sein sollen.
"Er ist geholt worden vor meiner Zeit, als ich Interimstrainer war, deswegen habe ich die Details nie gewusst", argumentierte Flick nun. Eine interessante Aussage, war der Nübel-Transfer doch erst im Januar 2020 bekanntgegeben worden, als Flick längst Cheftrainer war.
Flick meinte auch, er verstehe den Verein und vor allem seine eigenen Spieler. "Ich bin zu ihnen immer offen und ehrlich. Ich verstehe aber auch den Verein, der sagt: Wir haben hier einen Top-Torhüter als Zwei hinter Manuel Neuer." Am Ende treffe aber er die Entscheidung. Zwei Top-Torhüter zu haben, habe aber auch etwas Gutes. "Eine bessere Voraussetzung kann man ja gar nicht haben", sagte Flick.
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