BVB verliert nach schwacher erster Halbzeit bei Lazio Rom

Der BVB ist mit einer Niederlage in die neue Champions-League-Saison gestartet. Bei Lazio Rom unterlag das Team von Trainer Lucien Favre mit 1:3 (0:2). Ex-Dortmund-Star Ciro Immobile brachte die Italiener bereits nach sechs Minuten in Führung, nach 23 Minuten erhöhte BVB-Keeper Marwin Hitz per Eigentor. Erling Haalands Anschlusstreffer (71.) konterte Jean-Daniel Akpa-Akpro postwendend (76.).

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BVB-Trainer Lucien Favre plagten zum Auftakt in die neue Champions-League-Saison einige Personalsorgen in der Defensive. Daher bildeten Lukas Piszczek und Thomas Delaney gemeinsam mit Mats Hummels die Dreierkette.
Und nach nur wenigen Minuten war die zusammengewürfelte Defensive des BVB bereits das erste Mal überwunden. Joaquin Correa steckte im Strafraum auf Ciro Immobile durch, der zu viel Platz hatte, den Ball kurz annehmen konnte und dann halbhoch an Marwin Hitz zum 1:0 vorbeischob (6.).
Dortmund war sichtlich geschockt. Die Schwarz-Gelben ließen sowohl im Passspiel als auch in den Zweikämpfen Engagement und Konzentration vermissen. Lazio spielte schnell in die Spitze, wo Immobile den BVB-Verteidigern immer wieder entwischte.
Die erste gute Chance für die Borussia hatte Raphaël Guerreiro, als er eine Ablage von Erling Haaland mit Tempo mitnahm und in den Strafraum eindrang. Dort verlor der Portugiese allerdings etwas die Balance und konnte Lazio-Torwart Thomas Strakosha nur noch mit der Fußspitze anschießen (21.).
Im direkten Gegenzug enteilte Correa nach einem starken Pass von Luis Alberto und scheiterte aus halblinker Position am gut reagierenden Hitz (22.). Doch bei der folgenden Ecke war der Ball dann drin. Luis Alberto flankte mit viel Schnitt auf den kurzen Pfosten, Luiz Felipe streifte den Ball noch mit dem Kopf, sodass die Kugel von Hitz' Armen ins Tor abgefälscht wurde - das 2:0 (23.). Der Treffer wurde als Eigentor von Hitz gewertet.
Dortmund fand auch weiterhin keinen Spielrhythmus, hatte aber trotzdem noch eine große Chance durch Thomas Meunier. Eine flache Flanke von Haaland rutschte bis zum langen Pfosten durch, wo Meunier zu überrascht war und nicht rechtzeitig reagierte. Dadurch traf der Belgier den Ball nicht richtig und schoss am Tor vorbei (28.).
Lazio dagegen blieb vor allem bei schnellen Umschaltaktionen gefährlich, aber auch die Ecken von der linken Seite sorgten stetig für Gefahr. In der 36. Minute zirkelte Luis Alberto eine solche direkt auf das Tor. Hitz bekam die Hand noch gerade so nach oben und lenkte den Ball über die Latte.
Zur zweiten Halbzeit brachte Favre Giovanni Reyna für Jude Bellingham und richtete Dortmund damit eine Spur offensiver aus. Die erste Chance des zweiten Durchgangs gehörte dann auch gleich dem BVB. Haaland lief am Sechzehner quer und zog ab, sein Schuss war allerdings zu zentral (50.).
Mit der Einwechslung von Julian Brandt (64.) und der Umstellung von Dreier- auf Viererkette kam neuer Schwung in Dortmunds Spiel. Das manifestierte sich in der 71. Minute, als Reyna auf Haaland querlegte, der den Ball aus elf Metern direkt nahm und kraftvoll zum 1:2 unter die Latte setzte.
Dortmund machte weiter Druck, doch genau in diese Phase hinein versetzte Lazio dem BVB den Todesstoß. Bei einem Konter spielte Luis Alberto einen feinen Außenristpass in den Lauf von Immobile. Der Ex-Dortmunder bekam zu wenig Druck von Hummels und passte in die Mitte auf den eingewechselten Jean-Daniel Akpa-Akpro, der aus kurzer Distanz zum 3:1 einschieben konnte (76.).
Dortmund blieb zwar auch danach noch am Drücker, allerdings kamen gegen die gut geordnete Defensive der Italiener kaum Torchancen zustande. Die beste hatte noch Haaland, der bei einem Kopfball in leichte Rückenlage geriet und so zu wenig Kraft hinter den Ball bekam (80.).
Am Ende war Dortmund über weite Strecken der Partie einfach zu schwach. Die Römer verdienten sich den Sieg durch Einsatz und Leidenschaft und hatten in Ex-Dortmunder Immobile auch noch den Matchwinner in ihren Reihen.

Die Stimmen:

Marco Reus (Borussia Dortmund): "Das war einfach schlecht. Das ist natürlich nicht unser Anspruch. Das sind Kleinigkeiten, die den Ausschlag gegeben haben. Wir haben wenige Spieler gehabt im vordersten Drittel, wo wir torgefährlich sein könnten. Das Passspiel war nicht gut und unser Gegenpressing. Eigentlich haben wir heute alles vermissen lassen. Das ist natürlich schlecht in einem Champions-League-Spiel."
Ciro Immobile (Lazio Rom): "Es war ein emotionaler Abend, nach so vielen Jahren wieder Champions League zu spielen. Wir hatten ein perfektes Spiel. Wir sind sehr glücklich. Dortmund ist eine großartige Mannschaft und wir brauchten eine großartige Leistung. Wir müssen genau so weitermachen. Wir brauchen Beständigkeit. Wenn wir so spielen wie heute Abend, können wir jeden schlagen. Die Gruppe ist ausgeglichen und es sind noch fünf Spiele zu spielen."
Francesco Acerbi (Lazio Rom): "Wir mussten nach der Niederlage gegen Sampdoria am Wochenende reagieren. Wir haben uns den Sieg heute verdient. Dortmund hat viele gute Spieler. Wir mussten als Mannschaft auftreten - und das haben wir heute Abend gemacht."
Simone Inzaghi (Trainer Lazio Rom): "Ich bin sehr glücklich zu sehen, wie mein Team Dortmund entgegengetreten ist. Dortmund ist beeindruckend, sie live zu sehen sogar noch mehr. Sie sind stark, sie haben Qualität. Aber wir haben einander als ein Team geholfen und dann unsere Chancen genutzt, als wir sie hatten. Wir haben unsere Lektion aus der Niederlage gegen Sampdoria gelernt. Ich bin zufrienden damit, wie hart die Spieler heute Abend gearbeitet haben und sie hätten sogar noch häufiger treffen können. Die Gruppe ist weiterhin offen. Dortmund bleibt der Favorit, weil sie wirklich eine tolle Mannschaft haben."
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Favre kritisiert Einstellung seiner Spieler: "Dann wird es schwer"

Quelle: Perform

Das fiel auf: Systemumstellung weckt Dortmund aus der Lethargie

Nach etwas mehr als einer Stunde brachte Lucien Favre Julian Brandt für Lukasz Piszczek und stellte damit von einer Dreier- auf eine Viererkette um. Und plötzlich schien der BVB aus seiner Lethargie zu erwachen und zielstrebiger nach vorne zu spielen. Ob das am Spielstand oder an der Systemveränderung lag, blieb offen. Dennoch erhöhten die Dortmunder sichtlich den Druck und setzten sich in der gegnerischen Hälfte fest. Dass genau in diese Druckphase hinein das 3:1 für Rom fiel, war aus Dortmunder Sicht extrem bitter. Am Ende kam das Aufbäumen der Schwarz-Gelben aber viel zu spät.

Der Tweet zum Spiel:

Dortmund zeigte gerade in den ersten 60 Minuten eine erschreckend schwache und leidenschaftslose Vorstellung. Am Wochenende steht ausgerechnet das Revierderby an, um Wiedergutmachung zu betreiben.

Die Statistik: 1999

Jean-Daniel Akpa-Akpro spielte vergangene Saison noch in der zweiten italienischen Liga. Mit 28 Jahren durfte er jetzt sein Champions-League-Debüt feiern und erzielte direkt ein Tor. Der letzte Spieler von Lazio Rom, der ein Tor bei seinem CL-Debüt erzielte, war ausgerechnet der aktuelle Coach Simone Inzaghi im Jahr 1999 gegen Maribor.

EXTRA TIME - Der Eurosport-Podcast: Der große Champions-League-Check

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Flick verärgert über Tolisso

Quelle: Perform

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