RB Leipzig verliert klar mit 0:5 bei Manchester United

RB Leipzig hat mit einem 0:5 (0:1) bei Manchester United in der Champions League einen klaren Dämpfer kassiert. Der Vorjahreshalbfinalist verlor in Gruppe H nach Toren von Mason Greenwood (21.), Marcus Rashford (76./78./90.+2) und Anthony Martial (87., Foulelfmeter) klar. Beim 1:0 und 2:0 brachte erst die Überprüfung des Videoschiedsrichters Klarheit über Abseits oder nicht.

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Manchester führt die Gruppe H mit nunmehr sechs Punkten an.
Leipzig hatte sich zum Auftakt in der vergangenen Woche gegen den türkischen Meister Basaksehir Istanbul (2:0) durchgesetzt und liegt nun auf dem dritten Tabellenplatz.
Tabellenzweiter ist Paris Saint-Germain.
Der Klub des deutschen Trainer Thomas Tuchel kam am 2. Gruppen-Spieltag zu einem 2:0 (0:0)-Erfolg bei Basaksehir.

So lief das Spiel:

In der ersten Halbzeit gab es auf beiden Seiten wenige Großchancen. In der neunten Spielminute zog Martial rechts in den Strafraum und versuchte, auf Greenwood querzulegen. Leipzig konnte die Situation aber klären, auf der Gegenseite kam Forsberg zu einer guten Abschlusssituation (11.). Die meiste Zeit spielte sich die Partie aber im Mittelfeld ab, beide Teams begingen viele kleine Fouls, sodass kaum Spielfluss entstehen konnte. Einmal zeigte Paul Pogba aber seine individuelle Klasse. Der Franzose zog durchs Mittelfeld, schickte im perfekten Moment Greenwood mit einem Schnittstellenpass – und der Engländer schoss den Ball flach ins lange, untere rechte Eck (21.).
Der Treffer spielte Manchester perfekt in die Karten. Die Engländer hielten Leipzig geschickt vom Strafraum weg, umgingen die Pressing-Versuche der Gäste, investierten selbst aber nicht allzu viel in ihre Offensivbemühungen. Das änderte sich im zweiten Durchgang komplett. Manchester spielte, spätestens nach der Einwechslung von Bruno Fernandes extrem spielfreudig, Leipzig kam bei den rasanten Dribblings und schnellen Kombinationen kaum noch hinterher.
Martial machte viel Druck über die linke Seite, Fernandes spielte überlegte Pässe. In der 74. Minute schickte Fernandes Rashford, der locker einschob. Der Schiedsrichter entschied erst auf Abseits, der VAR gab das Tor aber. Damit war Leipzig gebrochen. Nur drei Minuten später verlor der eingewechselte Marcel Sabitzer zu nah vor dem eigenen Strafraum den Ball an Fred, der Rashford gut schickte. Der Stürmer verwandelte wieder eiskalt. In der 86. Minute holte Martial nach einem Foul von Sabitzer einen Elfmeter heraus, den er direkt selbst verwandelte.
In den letzten Minuten der Partie gab sich Leipzig dann auf. Wie so oft zog Martial über links in den Strafraum, dort war in zentraler Position Rashford viel zu frei. Ohne Probleme verwandelte der 22-Jährige und erzielte so sein drittes Tor (90.+2). So feierte Manchester United einen deutlichen Heimsieg und somit den zweiten Sieg im zweiten Champions-League-Vorrundenspiel.

Die Stimmen:

Marcus Rashford (Manchester United): "Es war eine gute Leistung der Spieler, die von Beginn gespielt haben, und von denen, die eingewechselt wurden. Die Teamleistung war sehr gut. Mit einem Passspiel und Bewegung ohne Ball konnten wir uns gut aus dem Angriffsdruck der Leipziger befreien."
Ole Gunnar Solskjaer (Manchester United): "Wir mussten für dieses Ergebnis wirklich hart arbeiten. Wir haben gut verteidigt, wenn sie Druck ausgeübt haben. Die Chancenverwertung war natürlich sehr gut. Dass wir zu null gespielt haben, zeigt, wie gut wir als gesamtes Team gearbeitet haben. Die eingewechselten Spieler haben ihre Sache gut gemacht, bei der Spielweise von Leipzig braucht man über 90 Minuten frische Spieler, die man einwechseln kann."
Emil Forsberg (RB Leipzig): "Wenn du ein 5:0 bekommen hast, ist es schwer, Worte zu finden. Wir haben gut uns Spiel reingefunden, der Spielaufbau war gut. Im letzten Drittel haben wir aber nicht so die Mittel gefunden. Nach dem 2:0 fallen wir zusammen, das darf nicht passieren. Wir haben Manchester in deren Strafraum nicht gut genug unter Druck gesetzt, wir müssen vielleicht ein bisschen mehr flanken."
Julian Nagelsmann (RB Leipzig): "Das Ergebnis fühlt sich nicht gut an, liest sich aber deutlicher als es war. Wir haben in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht. Wir sind auch gut aus der Pause gekommen. Nach dem 2:0 haben wir das Verteidigen eingestellt. Das ist der einzige Vorwurf, den ich machen kann. Es wäre ratsam gewesen, die Defensivstruktur aufrechtzuerhalten."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Leipzigs Abhängigkeit vom Pressing

RB Leipzig ist für seinen spektakulären Pressing-Fußball bekannt. Gut orchestriert und mit mehreren Spielern im Verbund attackiert die Mannschaft von RB-Trainer von Julian Nagelsmann die ballführenden Verteidiger des Gegners. Der Plan: Auf diese Weise Ballgewinne erzwingen und dann mit Tempo und bestenfalls in Überzahlsituation auf das gegnerische Tor zustürmen. Das funktioniert gegen sehr viele Mannschaften. Wenn der Gegner aber technisch starke und erfahrene Spieler hat, greift dieser Plan nicht mehr so richtig. Manchester war gut eingestellt auf das Leipziger Spiel und löste das Anlaufen der Leipziger souverän. Vor allem Nemanja Matic bewegte sich klug. Die Folge: Leipzig konnte kaum Umschaltmomente kreieren. Wenn RB aus der eigenen Hälfte heraus das Spiel aufbauen musste, hatte Manchester keine Probleme, diese Bemühungen vom eigenen Strafraum fernzuhalten.

Die Statistik: 3

Marcus Rashford machte eine ganz starke Partie. Erst rund eine halbe Stunde vor Abpfiff eingewechselt, brachte der 22-Jährige direkt viel Tempo ins Angriffsspiel von ManUnited. Gerade das Zusammenspiel mit Martial und Fernandes war ausgesprochen gut. Rashford war immer anspielbar, bewegte sich gut in den Schnittstellen und im Strafraum. So bekamen ihn die Leipziger Verteidiger nicht in den Griff – und der Stürmer machte durch seine drei Treffer aus einem knappen 1:0-Vorsprung einen deutlichen 5:0-Heimsieg. Rashford bestätigte damit seine gute Form. Über alle Pflichtspiele in der aktuellen Saison hinweg hat der Engländer inzwischen sieben Tore und zwei Assists gesammelt.

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Quelle: Perform

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