Basaksehir hatte in der Anfangsphase große Probleme mit dem hohen Tempo der Leipziger. Schon in der dritten Spielminute zog Emil Forsberg in den Strafraum und konnte nur mit Mühe geblockt werden. Zwei Minuten später hatte der Schwede die nächste riesige Chance. Nach einem Pass von Nordi Mukiele kam er komplett frei zentral im Sechzehner an den Ball, schoss aber am linken Pfosten vorbei. Auch Yussuf Poulsen hatte nach einem Freistoß eine gute Möglichkeit, Basaksehirs Keeper Mert Günok hielt aber stark.
Insgesamt betrieb RB in der ersten Halbzeit großen Aufwand und belohnte sich nach einer knappen halben Stunde mit dem Führungstreffer. Marcel Sabitzer lief Richtung Strafraum und schloss aus der Distanz ab. Sein Schuss wurde von Mannschaftskollege Poulsen abgefälscht und trudelte unhaltbar ins rechte untere Eck (26.).
Kurz vor der Halbzeit legten die Sachsen nach. Forsberg zog nach einem Doppelpass mit Poulsen in den Strafraum und legte den Ball im Fallen ins Zentrum, Mukiele kam angerauscht und erzielte das 2:0.
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Doch die Antwort der Gastgeber folgte prompt. Nach einer Ecke schoss Irfan Kahveci wuchtig links halbhoch ins Tor zum 1:2 (45.+3).
In der zweiten Halbzeit nahm das Spiel dann richtig Fahrt auf. Basaksehir präsentierte sich viel offensiver und aktiver - man merkte den Türken an, dass sie an den Sieg glaubten. Doch nach einem schönen Pass von Angeliño nahm Dani Olmo mit einem harten Schuss ins linke untere Eck den Gastgebern den Wind aus den Segeln (66.).
Doch die Gastgeber gaben sich nicht auf und kamen kurze Zeit erneut zum Anschlusstreffer. Kahveci dribbelte außerhalb des Strafraums von der rechten Seite nach innen und schlenzte den Ball wunderschön ins lange Eck (72.).
Leipzig war nun bemüht, die Spielkontrolle zurückzubekommen. Doch mit einem Traumfreistoß an die Unterkante der Latte, von wo der Ball ins Tor sprang, traf abermals Kahveci zum 3:3-Ausgleich.
In den letzten Minuten der Partie warfen beide Mannschaften alles nach vorne und wollten unbedingt den Sieg. Leipzig hatte dabei das bessere Ende für sich. Der eingewechselte Alexander Sörloth kam an der Strafraumgrenze an den Ball und zog ab. Da Basaksehir-Keeper Günok die Sicht verdeckt war, schlug der nicht sonderlich präzise, aber durchaus harte Abschluss des Norwegers im Tor zum viel umjubelten Sieg ein (90.+2).
Leizig (neun Punkte) kann nun mit einem Sieg im abschließenden Heimspiel gegen Manchester United (9) das Achtelfinale aus eigener Kraft erreichen. Ein Remis reicht nur dann, wenn PSG (9) gleichzeitig zuhause gegen Basaksehir verliert.
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Die Stimmen:

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Wir waren in der ersten Halbzeit sehr gut, im letzten Drittel müssen wir aber ein Killergen entwickeln. Wenn du wirklich eine Spitzenmannschaft sein willst, musst du solche Spiele früher entscheiden. Wir haben in der ersten Halbzeit deutlich zu wenig aus unseren vielen Chancen gemacht. In der zweiten Halbzeit sind wir inaktiver geworden, haben viel mehr Bälle verloren und keine gute Struktur gehabt. Trotzdem hatten wir gute Umschaltaktionen, aber in den klaren Überzahlsituationen muss man zum Abschluss kommen. So aber müssen wir wieder 93 Minuten marschieren, das wird uns irgendwann nachhängen. Das Killergen kann man sich aneignen, das werden wir hoffentlich hinkriegen. Aber es ist schon eine Qualität das dann trotzdem zu gewinnen."

Nagelsmann über Matchwinner Sörloth: "Sein Job ist Toreschießen"

Emil Forsberg (RB Leipzig): "In der ersten Halbzeit haben wir viele gute Chancen herausgespielt, wr müssen es im letzten Drittel aber besser machen. Ich muss eine Chance auch verwandeln. Wenn du so gut drauf bist wie wir in der ersten Halbzeit, dann musst du ein oder zwei Tore mehr machen, um das Spiel leicht heimzubringen. So wurde es ein verrücktes Spiel, jetzt haben ein Endspiel gegen United und da wollen wir alles geben."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Mittelfeldmotor Forsberg

Emil Forsberg war im Leipziger Spiel Dreh- und Angelpunkt. Der Schwede war bis zu seiner Auswechslung fast überall auf dem Platz zu finden und ging weite Wege. Er kurbelte mit seinen Vorstößen das Angriffsspiel an und hatte - wie beim Treffer zum 2:0 durch Nordi Mukiele - das Auge für die Mitspieler und strahlte darüber hinaus selbst Torgefahr aus.
Der 29-Jährige versprühte viel Esprit und Dynamik und führte seine Mannschaft auf diese Weise zur zwischenzeitlichen 3:1-Führung. Als Forsberg dann für Alexander Sörloth ausgewechselt wurde, verlor Leipzig komplett die Spielkontrolle und kassierte noch das 3:3. Durch den Treffer von Sörloth wendeten die Sachsen gerade noch so den Punktverlust ab.

Die Statistik: 3

Was für ein Spiel von Irfan Kahveci. Der Offensivspieler machte eine überragende Partie, erzielte drei Tore und ging am Ende doch ohne Punkte vom Feld. Er war der Grund, warum Basaksehir bis zum Schluss sogar vom Heimsieg träumen durfte. Sein erstes Tor aus dem Rückraum nach einer Ecke war äußerst sehenswert - doch die anderen beiden Treffer übertrafen dieses Tor sogar noch.
Beim zweiten Tor schlenzte er sehenswert aus der Distanz. Das dritte Tor war ein traumhaft getretener Freistoß, der scharf und präzise rechts oben unter der Latte einschlug. Zudem setzte Kahveci offensiv Akzente, trieb seine Mannschaft an und brachte Emotionen ins Spiel. Sein unermüdlicher Einsatz wurde wegen Sörloths Tor kurz vor Schluss aber nicht belohnt.
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