Benfica - FC Bayern: Julian Nagelsmann fehlt - Toppmöller feiert Einstand mit Leberkäse und Bier
Der FC Bayen München hat im Topspiel der Champions-League-Gruppe E bei Benfica Lissabon (4:0) kurzfristig auf Trainer Julian Nagelsmann verzichten müssen. Wie der deutsche Rekordmeister bei Twitter mitteilte, konnte der 34-Jährige aufgrund eines grippalen Infekts nicht auf der Bayern-Bank sitzen. Vertreten wurde Nagelsmann von seinen Assistenten um Dino Toppmöller und Xaver Zembrod.
Julian Nagelsmann - FC Bayern
Fotocredit: Getty Images
Nagelsmann fuhr erst gar nicht mit ins Estadio da Luz. Chef-Assistent Toppmöller war "ein bisschen angespannt" vor dem Spiel, verriet aber bei "DAZN", dass Nagelsmann die wichtigsten Anweisungen bereits am Vortag gegeben hatte. Und die schienen nicht schlecht gewesen zu sein.
In der Startelf gab es im 100. Champions-League-Spiel von Kapitän Manuel Neuer die erwarteten Änderungen. Für Alphonso Davies (Oberschenkel) und Leon Goretzka (Erkältung), die beide in München geblieben waren, begannen Banjamin Pavard (rechts hinten) und Marcel Sabitzer. Der Österreicher stand erstmals in der Anfangsformation und nahm die Position auf der Doppelsechs neben Joshua Kimmich ein.
Lucas Hernández, dem aufgrund eines Verstoßes gegen ein Annäherungs- und Kontaktverbot gegenüber seiner heutigen Ehefrau eine Haftstrafe von sechs Monaten droht, rückte auf die Position des Linksverteidigers. Im Abwehrzentrum starteten Niklas Süle und Dayot Upamecano.
Hinter Weltfußballer Robert Lewandowski, der an vorderster Front begann, bildeten Kingsley Coman, der Serge Gnabry ersetzte, Thomas Müller und Leroy Sané die offensive Dreierreihe.
Nagelsmann sorgt für Gnabry-Einwechslung
Als es im Spiel noch 0:0 stand, nahm Nagelsmann vom Hotel aus Kontakt zur Bayern-Delegation auf und wies an, Benjamin Pavard durch Serge Gnabry zu ersetzen (66.) - ein Wechsel, der fruchtete. Kurz darauf fielen die vier Bayern-Tore (70., 80., 82., 85.), Gnabry bereitete das Eigentor von Everton zum 2:0 vor.
"Das war ein entscheidender Punkt für uns. Julian ist zwar krank, ist im Kopf aber trotzdem noch sehr fix und hatte diese super Idee", verriet Toppmöller später bei "DAZN": "Klar waren wir in Kontakt. Da machst du nicht einfach deine Wechsel, so wie es dir gefällt."
Es sei "nicht einfach für die Jungs" gewesen, dass der Bayern-Cheftrainer im letzten Moment nicht dabei sein konnte, meinte sein Co-Trainer. "Aber Riesenkompliment - das haben sie sensationell gut gemacht", sagte Toppmöller: "Es hat sehr viel Spaß gemacht in ungewohnter Rolle."
Neuer mit 100. Champions-League-Spiel
Der Interimsheadcoach für vermutlich nur ein Spiel kündigte nach seinem Debüt als handelnder Mann an der Seitenlinie einen "Einstand" mit Leberkäse und Bier an: "Das müssen wir schon durchziehen."
Zumal alles gut funktioniert hatte. "Sie haben das alle zusammen super gemacht", meinte Kapitän Neuer. Toppmöller gab das Lob zurück: "Er hat wieder bestätigt, dass er der beste Keeper ist:"
Zu seinem 100. Champions-League-Spiel, in dem der Nationaltorhüter mit zwei klasse Paraden die Null hielt, sagte der Bayern-Kapitän: "Das ist gigantisch, das hätte ich niemals geglaubt. Es ist eine tolle Zeit für mich. Es war eine tolle Kulisse hier, wir haben tolle Erinnerungen an das Stadion (Champions-League-Sieg 2020, Anm. d. Red.). Es war ein toller Abend für uns."
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(mit SID)
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Quelle: Perform
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