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BVB-Star Mats Hummels total frustriert nach Roter Karte gegen Ajax Amsterdam: "Ein Griff ins Klo"
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Publiziert 04/11/2021 um 09:26 GMT+1 Uhr
Nach Ansicht der TV-Bilder war Mats Hummels noch frustrierter als vorher. Die überzogene Rote Karte gegen den Abwehrchef von Borussia Dortmund kippte das so wichtige Champions-League-Spiel gegen Ajax Amsterdam (1:3) - und es bringt dem Anker in der BVB-Verteidigung eine Zwangspause zur Unzeit. "Wir kennen alle die Verantwortlichen", sagte der Weltmeister von 2014 nach dem Spiel.
Nicht einverstanden mit der Roten Karte: Mats Hummels
Fotocredit: SID
Erling Haaland und der Schach-Weltmeister Magnus Carlsen regten sich in der VIP-Lounge fürchterlich auf, Mats Hummels war nach dem Studium der TV-Bilder noch wütender als vorher. Über eine "absurde Fehlentscheidung" schimpfte der Abwehrchef von Borussia Dortmund nach seiner spielentscheidenden Roten Karte gegen Ajax Amsterdam, er bezichtigte seinen Gegenspieler Antony offen der "Schauspielerei". Den Verbänden rief er nachts via "Instagram" zu: "Regelt das mit dem VAR!"
Die fragwürdige Entscheidung des Schiedsrichterteams um Michael Oliver (England) traf den BVB doppelt ins Herz. Die Revanche für die 0:4-Demütigung zwei Wochen zuvor ging beim 1:3 (1:0) den Bach runter - und Hummels wird im "Endspiel" um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League bei Sporting Lissabon am 24. November fehlen.
Ein Einspruch, sagte Hummels frustriert, sei zwecklos. "Nach menschlichem Ermessen sagst du, da hat der Schiedsrichter ins Klo gegriffen, aber wir wissen alle, dass du normalerweise gesperrt wirst. Ich rechne fest damit, die Reise nicht antreten zu dürfen." Dabei sollte der BVB in Portugal dringend punkten: Nach dem 1:0 im Hinspiel bedeutet eine Niederlage mit mehr als einem Tor Unterschied das vorzeitige Aus. Ein Sieg dagegen führt sicher in die Runde der letzten 16. "Wir haben alles selbst in der Hand", betonte Torhüter Gregor Kobel, "wir müssen halt unsere Spiele gewinnen."
Umso bitterer, für Trainer Marco Rose sogar "maximal bitter", dass der beeindruckende Kampf in einstündiger Unterzahl nicht belohnt wurde. Maßgeblich, weil der Videoschiedsrichter Olivers Entscheidung nicht korrigierte - oder diesen zumindest veranlasste, sich die in Realgeschwindigkeit rüder wirkende Grätsche selbst anzuschauen.
Rose regt sich über Rote Karte für Hummels auf und hat Personalsorgen
Rose fragte bissig.
Nein, gab es nicht. Hummels war geradezu entsetzt, dass "ein Schiedsrichter auf Champions-League-Niveau" sich derart irrt. Er beschied seinem Gegenspieler, ein herausragender Fußballer zu sein: "Jetzt muss er nur noch ein Sportler werden."
Der Sarkasmus zog sich durch den gebrauchten Abend. Zu allen Personalproblemen kam die Verletzung von Marius Wolf: "Der dritte Linksverteidiger", seufzte Rose. "Wir haben ja sonst keine Probleme." Wolf ist der neunte Spieler auf der Liste.
Bei allem Ärger gehörte zur Wahrheit, was Kobel schonungslos ansprach. Nach dem ebenfalls fragwürdigen Foulelfmeter für Marco Reus (37.) schaffte es der BVB nicht, seine Ordnung zu halten. "Wir haben viel zu viele Flanken erlaubt, da war klar, dass irgendwann einer reingeht", kritisierte der Schweizer: "Das haben wir fast provoziert." Dennoch war der Auftritt Welten besser als in Amsterdam. Allein: Am Ende standen wieder null Punkte.
In vorentscheidende Wochen kriecht die Borussia auf dem Zahnfleisch. Bei RB Leipzig, in Lissabon und am ersten Dezember-Wochenende gegen Bayern München werden Weichen gestellt. Ohne Haaland, der sich seinen prominenten Landsmann Carlsen eingeladen hatte und ihm ein Trikot schenkte, ohne viele andere.
Rose sagte konsterniert:
Im Sommer dann könne im Kader nachjustiert werden. Der 30-Millionen-Euro-Einkauf Donyell Malen beispielsweise ist völlig außer Form, er musste in der Startelf selbst dem wirkungslosen Drittligastürmer Steffen Tigges den Vortritt lassen.
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(SID)
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Rose wütet wegen Roter Karte: "Gibt es hier irgendjemanden, der ...?!"
Quelle: Perform
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