Ex-Liverpool-Star Michael Owen: Paris Saint-Germain mit Lionel Messi im Team schwächer

Paris Saint-Germain kam zum Auftakt in die neue Champions-League-Saison nicht über ein 1:1 gegen Club Brügge hinaus - und das, obwohl das neue Star-Trio um Lionel Messi, Kylian Mbappé und Neymar erstmals gemeinsam startete. TV-Experte Michael Owen erklärte bei "BT Sport", dass Messi die Mannschaft in Kombination mit den zwei anderen Offensiv-Stars seiner Meinung nach schwächer macht.

Lionel Messi - PSG

Fotocredit: Getty Images

Sein Startelfdebüt für Paris Saint-Germain hatte sich Lionel Messi vermutlich anders vorgestellt. Beim klaren Außenseiter Club Brügge stand nach 90 Minuten nur ein 1:1 auf dem Spielberichtsbogen.
Das Superstar-Trio um Messi, Neymar und Kylian Mbappé blieb weitestgehend blass. Insgesamt brachte PSG nur neun Abschlüsse zustande, Brügge hatte dagegen deren 16. Die großen Ambitionen des Scheich-Klubs, endlich die CL-Trophäe nach Paris zu holen, erlitt damit schon am ersten Spieltag einen Dämpfer.
"BT Sport"-Experte Michael Owen glaubt sogar, dass Messi dem Team eher schaden, denn helfen könnte. "So sehr wir sie auch anhimmeln, diese PSG-Mannschaft mit diesen Stürmern, alle für sich genommen phänomenale Spieler, aber die drei zusammen machen sie für mich schwächer und ich verstehe nicht wirklich, warum sie einer der Favoriten für die Champions League sind", erklärte der ehemalige Stürmer des FC Liverpool und ergänzte: "Ich denke, die englischen Mannschaften sind ihnen meilenweit überlegen."
Mit Blick auf den Transfersommer sei Messi deshalb auch nicht die wichtigste Personalie für die Franzosen gewesen. "Ich habe fast das Gefühl, dass sie durch die Verpflichtung von Spielern wie Donnarumma und Sergio Ramos bessere Chancen haben, die Champions League zu gewinnen, als durch die Verpflichtung eines Spielers wie Messi", konstatierte Owen, 2001 Gewinner des Ballon d’Or für Europas Fußballer des Jahres.

Ferdinand widerspricht Owen: Neymar und Mbappé können arbeiten

Rio Ferdinand widerspricht seinem ehemaligen Nationalmannschaftskollegen Owen allerdings. Entscheidend sei die Zusammensetzung der übrigen Mannschaftsteile. Ferdinand betonte: "Wenn man die richtige Mischung aus Verratti, Gueye und Wijnaldum hat, dann hat man Beine, dann hat man Leute, die den Ball zu den großartigen Spielern in der Spitze bringen können, die dann den Schaden anrichten können."
Daneben komme es aber auch auf die Arbeitseinstellung der Top-Stars an: "Ja, man muss manchmal etwas Arbeit von ihnen bekommen und dass sie zurückkommen. Aber ich habe gesehen, wie Neymar das macht. Mbappé ist jung genug, um das auch zu können. Er muss es tun", führte Ferdinand weiter aus.
Der ehemalige Verteidiger von Manchester United glaubt, dass dies die Hauptaufgabe von PSG-Trainer Mauricio Pochettino ist. "Es gab in der Vergangenheit zu viele Gelegenheiten, bei denen sie nicht hart genug gearbeitet haben", so Ferdinand.
Sollte Pochettino seinen Stars allerdings die richtige Einstellung vermitteln können, zählt PSG für Ferdinand zu den Top-Teams. "Falls das gelingt, wird es für jeden anderen schwer", sagte der 42-Jährige, betonte aber: "Das ist ein großes falls."
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Quelle: Perform

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