FC Bayern gegen FC Villarreal raus - Unai Emery kontert Zeitspiel-Kritik von Oliver Kahn süffisant
Villarreals Coach Unai Emery hat nach dem Viertelfinal-Coup seiner Mannschaft gegen den FC Bayern München die kritischen Anmerkungen von Oliver Kahn gekontert. "Wenn er unsere Taktik infrage stellt, hat er wohl unser erstes Spiel vergessen. Da haben wir sie überrascht", erklärte der 50-Jährige. Kahn, Vorstandsvorsitzender beim FCB, hatte die defensive Marschroute der Spanier zuvor thematisiert.
Emery kontert Kahn-Kritik: "Wenn jemand respektlos ist, dann ..."
Quelle: Perform
"Es gibt wenig unangenehmere Mannschaften, gegen die man spielen kann. Diesen Defensivriegel zu knacken - ich weiß gar nicht, was die für ein System gespielt haben -, da braucht man sehr, sehr viel Geduld, muss immer wieder anlaufen, sich immer wieder geduldig Chancen herausarbeiten", hatte Oliver Kahn
analysiert.
"Wenn er unsere Taktik infrage stellt, hat er wohl unser erstes Spiel vergessen", konterte Unai Emery auf der Pressekonferenz nach dem 1:1 und dem damit verbundenen Halbfinaleinzug.
Es sei ein "sauberes Spiel" gewesen. "Wir waren in Villarreal die bessere Mannschaft und haben uns die Ergebnisse gerecht verdient", sagte der Erfolgscoach, der bereits viermal die Europa League gewann und nun in der Champions League für Furore sorgt.
Darüber hinaus konnte sich Emery eine Spitze und einen Rat an die Bayern nicht verkneifen. "Lewandowski hat sehr hart gespielt und ich finde, er hätte vom Feld gehört", monierte der Villarreal-Trainer.
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Nagelsmann nach CL-Aus: "Nicht die Schuld beim Gegner suchen"
Quelle: Perform
Emery empfiehlt dem FC Bayern etwas mehr Demut
Generell empfahl er den Münchnern eine Portion Demut. "Man muss schon Manns genug sein", sagte Emery und fügte süffisant an: "Die Bescheidenheit zeichnet aus, gute und schwache Momente anzuerkennen."
Beim Gastgeber herrschte indes Frust. "Es ist natürlich immer enttäuschend, wenn man dann kurz vor Schluss noch ein Tor bekommt. Wir hätten vorher sicherlich das 2:0 machen können", analysierte Kahn.
Dennoch könne man der "Mannschaft alles andere als einen Vorwurf machen". Die Spieler hätten "alles reingehauen und in der zweiten Halbzeit alles versucht".
Kahn: "Werden jetzt nicht in Tränen ausbrechen"
Vergeblich. Nach 180 Minuten gegen den vermeintlichen Außenseiter Villarreal mit nur einem Torerfolg sind die Münchner ausgeschieden.
"Deswegen werden wir jetzt aber nicht in Tränen ausbrechen", versicherte Kahn. Man habe schließlich "eine großartige Möglichkeit, jetzt Deutscher Meister zu werden. Zum zehnten Mal in Folge, das hat noch keine Mannschaft in Europa geschafft."
Fest steht aber auch: Mit der Meisterschaft allein lassen sich die großen Ambitionen des Klubs nicht bedienen.
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