PSG unterliegt Real und scheitert in der Champions League erneut vorzeitig: Die schlimmste aller Demütigungen

Paris Saint-Germain hat bezüglich eines vorzeitigen Scheiterns in der Champions League in den vergangenen Jahren reichlich Erfahrung gesammelt. Nach dem 1:3 am Mittwochabend bei Real Madrid ist auch die diesjährige Königsklassen-Saison bereits früh gelaufen. Und das, obwohl im Sommer beispiellos aufgerüstet wurde. Am meisten blamierte sich in der spanischen Hauptstadt aber nicht die Mannschaft.

Lionel Messi flog mit PSG aus der Champions League

Fotocredit: Getty Images

Seit Nasser Al-Khelaifi die Geschicke beim vormals biederen Hauptstadt-Klub Paris Saint-Germain leitet, spielt Geld keine Rolle mehr. Um den größten aller Fußballträume, den Gewinn der Champions League, Realität werden zu lassen, investierte der Katari in den vergangenen Jahren Unsummen in Spieler wie Neymar und Kylian Mbappé.
Der Sommer 2021 war aber selbst für den spendierfreudigen Unternehmer beispiellos. Lionel Messi, Sergio Ramos, Gianluigi Donnarumma, Achraf Hakimi, Georginio Wijnaldum und Danilo Pereira fanden allesamt den Weg an die Seine. Ein Transfergebaren, das signalisierte: Jetzt machen wir in puncto Champions-League-Angriff ernst. Ein Vorgehen, das jedoch gleichzeitig vermittelte: Wenn nicht jetzt, dann wird es womöglich nie etwas mit dem ersehnten Henkelpott.
Die Gründe für das aggressive Verhalten auf dem Markt waren offenkundig: Mit Ausnahme der Saison 2019/20, als Thomas Tuchel den Verein ins Endspiel um Europas Krone führte (0:1 gegen den FC Bayern), war für die Pariser regelmäßig frühzeitig Endstation. Als bis dato größte PSG-Demütigung dürfte vielen die legendäre "Remontada", die Aufholjagd des FC Barcelona in Erinnerung geblieben sein.
Die Katalanen hatten im Champions-League-Achtelfinale vor fünf Jahren eine 0:4-Hinspiel-Niederlage gegen Paris mit einem 6:1 im Camp Nou wettgemacht und die Franzosen ins Tal der Tränen gestürzt. Neymar und Messi, damals noch Barcelona-Spieler, zeichneten für drei der sechs Tore verantwortlich.

Benzema zerstört PSG-Träume im Alleingang

Am Mittwochabend schlich das Star-Duo mit gesenktem Haupt vom Rasen des Estadio Bernabéu. Wieder einmal hatte PSG eine Hinspiel-Führung (1:0) aus der Hand gegeben, wieder einmal war das Scheitern dramatischer Natur. 1:3 hieß es am Ende gegen Real Madrid, das in Person von Karim Benzema binnen 17 Minuten sämtliche Pokal-Illusionen zunichtemachte.
In Anbetracht der Abermillionen, die im Vorfeld der Saison an Handgeld für Messi, Ramos, Donnarumma und Wijnaldum und Ablösen für Hakimi und Pereira geflossen waren, um den ohnehin schon luxuriös besetzten Kader einmal mehr aufzumotzen, war das neuerliche Achtelfinal-Aus eine noch größere Demütigung als die Erniedrigung in Barcelona. Am Saisonende wird die Schmach voraussichtlich noch getoppt, indem Paris‘ bester Spieler Mbappé ablösefrei gen Madrid abwandert.
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Quelle: Perform

Für Mauricio Pochettino, dessen Zukunft nach der Niederlage höchstwahrscheinlich nicht in Paris liegen wird, hatte nach dem Spiel schnell einen Schuldigen ausgemacht: "Wir haben Fehler begangen. Aber den klarsten Fehler hat der VAR begangen", sagte der Argentinier mit Blick auf die Entstehung des 1:1. Benzema hatte nach Pochettinos Ansicht Torhüter Donnarumma per Foul zu einem Fehler gezwungen.

PSG-Bosse rasten offenbar aus

Ein deutlich schlechteres Bild als Trainer und Mannschaft gaben aber offensichtlich die Bosse Al-Khelaifi und Leonardo ab. Nach übereinstimmenden Medienberichten rasteten die beiden im Anschluss an die Partie in den Katakomben komplett aus und schickte sich an, die Kabine von Schiedsrichter Danny Makkelie und dessen Gespann zu stürmen.
Dass die Verantwortlichen offenbar nicht nur auf dem Transfermarkt aggressiv agieren, hielt die UEFA in einem Protokoll fest: "Als der Schiedsrichter sie aufforderte zu gehen, haben sie die Türe blockiert und der Präsident schlug absichtlich einem der beiden Assistenten gegen die Fahne und zerbrach diese", hieß es dort.
Doch dabei soll es nicht geblieben sein. Wie die "Marca" berichtet, habe Al-Khelaifi einem Real-Mitarbeiter, der die Szene an der Schiri-Kabine per Handyvideo festhielt, mit dem Tod gedroht. Darüber hinaus habe er laut "Cadena COPE" Unbeteiligte verbal attackiert und mit Gegenständen um sich geworfen.
Die UEFA, die in Besitz besagten Videos sein soll, prüfe die Vorfälle nun. Dem Verein droht im Falle einer Bewahrheitung eine empfindliche Strafe. Es wäre die bittere Kirsche auf der verdorbenen Sahnetorte eines erneut rabenschwarzen Champions-League-Abends.
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Quelle: Perform

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