"Wir haben es schon oft in Spielen gegen Topmannschaften gesehen, dass sie vom Schiedsrichter bevorteilt werden und mehr Fouls gepfiffen bekommen", sagte Jesse Marsch genervt bei "DAZN".
Das 1:0 der Pariser in der 9. Minute durch Kylian Mbappé fiel nach einem Konter, welcher jedoch nur entstand, weil André Silva nahe des PSG-Strafraums von Lionel Messi zu Fall gebracht wurde. "Für mich war das ein Foul", sagte Marsch nach dem Spiel. Doch der Pfiff des Schiedsrichters Marco Guida blieb aus.
Und während sich die Gäste noch über den ausbleibenden Freistoß beschwerten, nahm der Pariser Konter über Julian Draxler Fahrt auf. Der Ex-Schalker bediente Kylian Mbappé, der mit einem satten Schuss PSG in Führung brachte.
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Leipzig kämpfte sich zurück und drehte durch Silva (28.) und Nordi Mukiele (57.) gar die Partie, ehe Lionel Messi das 2:2 markierte (67.). Sieben Minuten später bescherte Messi seinem neuen Team per Elfmeter das 3:2. Aber auch diese Elfmeter-Entscheidung sorgte für Diskussionen: Mbappé ging nach einem Rempler von Mohamed Simakan zu Boden. Schiedsrichter Guida entschied auf Strafstoß.
Eine harte Entscheidung.

Marsch sieht Schiedsrichter-Entscheidungen nicht als Hauptgrund

"Das muss man akzeptieren, es ist immer so. Ich habe das drei Jahre in Folge erlebt, und heute wieder", meinte Marsch zur Bevorteilung der Top-Klubs.
Als Ausrede für die Niederlage wollte er die beiden strittigen Entscheidungen aber nicht gelten lassen. "Wir haben gut gespielt. Wir hatten viel Kontrolle über das Spiel, waren auch gegen den Ball gut. In der zweiten Halbzeit haben wir geführt und hatten so ziemlich alles im Griff, dann haben wir schwerwiegende Fehler gemacht. Es ist schwer zu akzeptieren, dass wir es in solchen Momenten dem Gegner so leicht gemacht haben", sagte der US-Amerikaner und hob die Qualitäten der PSG-Torschützen hervor: "Wenn wir solche Fehler machen, sind Messi und Mbappé bereit."
Mit drei Niederlagen an den ersten drei Spieltagen ist Leipzig in Gruppe A Tabellenletzter.
PSG und Manchester City liegen mit sieben beziehungsweise sechs Punkten gefühlt uneinholbar vorne. Der Traum vom Achtelfinale scheint ausgeträumt. Aber auch das Minimalziel Rang drei und damit die Qualifikation für die Europa League wird angesichts von vier Punkten Rückstand auf den FC Brügge keine leichte Aufgabe.
Marsch meinte daher auch zur Ausgangslage: "Wir stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand. Wenn wir heute einen Punkt geholt hätten, hätten wir eine bessere Chance in dieser Gruppe auch noch die Europa League zu erreichen. Aber jetzt wird es schwierig. Wir müssen einfach weniger Fehler machen."
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Leipzig-Coach Marsch: Nicht zu viel Schuld beim Schiedsrichter

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