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UEFA will Financial Fair Play abschaffen: Salaray Cap und Luxussteuer ab 2022 geplant
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Publiziert 13/08/2021 um 08:11 GMT+2 Uhr
Steht das Financial Fairplay womöglich vor dem Aus? Laut einem Bericht der "Times" will die UEFA im September die Abschaffung des Financial Fairplay vorschlagen und stattdessen eine Gehaltsobergrenze für Klubs einführen. Überschreiten dürfe man diese aber zeitweise bei Zahlung einer sogenannten "Luxussteuer", schreibt das Blatt. Die neuen Regeln sollen ab 2022 und zunächst für drei Jahre gelten.
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin
Fotocredit: Getty Images
Demnach sollen die Vereine nur noch einen festgelegten Anteil ihrer Einkünfte für Spielergehälter einsetzen dürfen. Im Raum stehen 70 Prozent, wie es aktuell schon die spanische Liga handhabt.
Wird der Salary Cap überschritten, müsse dann eine sogenannte "Luxussteuer" an die UEFA entrichtet werden. Das entsprechende Geld soll an die Klubs umverteilt werden, welche sich an die Regeln halten.
Anders gesagt könnten Menschen und Institutionen, die Klubs besitzen, dann ähnlich wie in den US-amerikanischen Profi-Ligen so viel Geld in ihren Verein investieren, wie sie nur wollen - vorausgesetzt, sie zahlen eben jene Steuer.
Laut dem englischen Medienbericht sollen allerdings weitere Sanktionen bis hin zum Ausschluss aus europäischen Wettbewerben möglich sein, wenn Vereine dauerhaft mehr Geld ausgeben, als es die Regularien festschreiben.
Ceferin und Rummenigge für strengere Kontrollen
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hatte bereits vor der Euro 2020 entsprechende Regeländerungen angekündigt: "Ich denke, wir müssen es dieses Jahr tun", sagte er.
Ziel sei es, die Kluft zwischen den großen und kleinen Klubs zumindest teilweise zu schließen. "Ich glaube nicht, dass wir diese Lücke vollständig schließen oder auch nur verkleinern können. Aber wir können ihr Wachstum zumindest ein wenig verlangsamen", so Ceferin weiter.
Auch der ehemalige Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hatte sich jüngst für strengere Finanzkontrollen ausgesprochen. "Es existiert bereits in Form von Financial Fair Play. Es muss nur angepasst und stringenter eingesetzt und eingefordert werden", sagte er am Mittwoch der "Sport Bild".
FFP erlaubt Defizit von max. 30 Millionen Euro
Bei dem vor elf Jahren eingeführten Financial Fair Play der UEFA dürfen die Klubs derzeit in den zurückliegenden drei Jahren ein Defizit von maximal 30 Millionen Euro aufweisen.
Angesichts der Corona-Pandemie war es zuletzt aber zu Lockerungen gekommen.
Sollten die angedachten Pläne der UEFA tatsächlich umgesetzt werden, würde dies wohl einer wahren Revolution im Fußball gleichen.
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