Aufregung über VAR-Entscheidung bei ManCity gegen Leipzig - Mats Hummels meldet sich auf Twitter zu Wort

RB Leipzig hat eine deftige Pleite im Achtefinal-Rückspiel der Champions League gegen Manchester City hinnehmen müssen. Gegen den englischen Meister setzte es für den Bundesligisten eine 0:7 (0:3)-Abreibung. Für große Aufregung sorgte eine Entscheidung des Schiedsrichters Slavko Vincic, der nach einem vermeintlichen Handspiel früh auf den Punkt zeigte und so dem Torreigen den Weg ebnete.

Die RB-Spieler beschweren sich bei Schiedsrichter Slavko Vincic

Fotocredit: Getty Images

Was war passiert? Nach einer Ecke der Hausherren, sprang Benjamin Henrichs der Ball aus kürzester Distanz an den Arm. Besonders ärgerlich: Henrichs sah die Kugel nicht mal kommen, weil er mit dem Rücken zum Spielgerät zum Kopfball hochgegangen war.
Zunächst lief das Spiel ganz normal weiter. Erst als sich der Videoschiedsrichter meldete, schaute sich der slowenische Unparteiische die Situation auf den Monitoren noch einmal an und entschied letztlich auf Strafstoß für Manchester City.
Die Entscheidung sorgte für blankes Entsetzen auf und neben dem Platz. Doch die Beschwerden der RB-Spieler brachten nichts. Erling Haaland verwandelte den fälligen Strafstoß souverän zur 1:0-Führung.
"Wir brauchen eine Änderung bei den 'Handelfmeter-Entscheidungen'. Das geht in die falsche Richtung", schrieb Mats Hummels auf seinem Twitter-Account und machte seinem Unverständnis über die Entscheidung des Schiedsrichters Luft.

Experten einig bei Elfmeter-Entscheidung

Weltmeister-Kollege Lukas Podolski pflichtete dem BVB-Star bei und fand deutliche Worte gegenüber dem VAR. "F... #VAR", kommentierte Podolski die Situation zum 1:0.
Deutlich sachlicher kritisierte Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Wolfgang Stark bei "Amazon Prime" die Entscheidung. "Ich hätte auf Weiterspielen entschieden, weil es für mich ein natürlicher Bewegungsablauf war. Der Schiedsrichter hat es sich angeschaut und entschieden, dass es strafbar war. Das Argument ist, der Arm ist abgespreizt. Man kann den Strafstoßpfiff akzeptieren. Ich hätte ihn nicht gegeben", sagte Stark nach dem Spiel.
Experte Matthias Sammer fühlte sich an die Entscheidung beim Achtelfinal-Rückspiel zwischen dem FC Chelsea und Borussia Dortmund erinnert, bei dem eine ähnlich kontroverse Entscheidung den Spielverlauf auf den Kopf stellte. "Das ist wieder eine Witz-Konstellation. Du hast natürlich die Arme beim Hochspringen irgendwo. Das ist für mich auf diesem Niveau unerklärlich, solche katastrophalen Entscheidungen", verstand Sammer die Welt nicht mehr.
RB-Kapitän Willi Orban gab zu, dass die Handregel auch für die Spieler nicht mehr zu begreifen sei. "Es macht es für die Schiris auch schwierig. Die Situation war ärgerlich. Die Handregel ist schon grotesk", sagte der Abwehrspieler. RB-Sportchef Max Eberl pflichtete ihm bei: "Für mich ist das kein Elfmeter. Da darf der Schiedsrichter gar nicht rausgeführt und in die Not gebracht werden, zu urteilen."

Fehlentscheidung vor zweitem Tor

Zu allem Übel ging dem zweiten Treffer der Citizens ebenfalls eine Fehlentscheidung voraus. Haaland hatte in der Entstehung seines 2:0 RB-Torhüter Janis Blaswich klar gefoult. Anders als vor beim Elfmeter meldete sich der VAR aber nicht, sodass Schiedsrichter Vincic nicht zum Monitor eilte. Eine klare Fehlentscheidung, wie Ex-Schiri Stark erklärte:
"Als Haaland den Torwart anläuft, sieht man im Fußbereich einen klaren Kontakt. Für mich ist das ein Foulspiel. Er setzt hier auch den Körper ein. Der Schiedsrichter hätte hier auf Foulspiel entscheiden können."
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Quelle: Perform

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