Borussia Dortmund - Reaktionen zum Remis gegen Sevilla: BVB-Star Mats Hummels legt den Finger in die Wunde

Borussia Dortmund hat beim 1:1 (1:1) gegen den FC Sevilla zwar nicht überzeugt, seinen zweiten Platz in der Champions-League-Gruppe G aber gesichert. Kapitän Mats Hummels war dennoch angefressen. "Aus manchen Köpfen muss der Gedanke raus, dass Fußball sexy sein muss", monierte der 33-Jährige. Man sei phasenweise "zu passiv" gewesen. Die Reaktionen zum Spiel.

Terzic über BVB-Auftritt: "War kein gutes Spiel von beiden Seiten"

Quelle: Perform

Mats Hummels stand die schlechte Laune förmlich ins Gesicht geschrieben, als er nach dem 1:1 gegen den FC Sevilla bei den Kollegen von "Amazon Prime Video" zum Interview erschien. Mit dem Satz "Es war kein gutes Spiel von uns" eröffnete der BVB-Kapitän seine Analyse.
"Nach dem 0:1 haben wir angefangen, gut zu pressen, aber nach der Halbzeit zu viele Bälle leicht verloren", monierte Hummels. "Es ist schwierig, wenn nicht viele Leute da sind, die mit anschieben", richtete der Innenverteidiger auch Kritik an die eigenen Teamkollegen.
Matthias Sammer, 1997 Champions-League-Sieger mit dem BVB und heute externer Berater des Klubs, stellte fest, dass die Borussia "viele Dinge vermissen lassen" habe. "Einer hat attackiert, die anderen standen brav daneben. Das war keine homogene Vorstellung."
Torhüter Gregor Kobel, der den Schwarz-Gelben mit einer Weltklasseparade gegen Erik Lamela in der 67. Minute letztlich den Punkt rettete, verwies derweil auf die positiven Aspekte. "Die Ausgangslage ist sehr gut. Es wäre schön, wenn wir es heute klargemacht hätten, aber dann tun wir das eben in den kommenden Partien", bekräftigte der 24-Jährige.

Die Reaktionen zum Spiel:

Mats Hummels bei "Amazon Prime Video" zur Leistung: "Nach dem 0:1 haben wir angefangen, gut zu pressen, aber nach der Halbzeit zu viele Bälle leicht verloren - und das vor 80.000 Zuschauern gegen einen verunsicherten Gegner. Sevilla ist happy mit dem 1:1 und wir haben es nicht geschafft, Druck aufzubauen. Wir haben immer in die engen Räume gespielt. Zwischendurch waren wir zu passiv gegen den Ball. Es ist schwierig, wenn nicht viele da sind, die mit anschieben. Es ist ein einfaches Spiel, aber wir machen es uns kompliziert. Fußball muss nicht sexy sein, das muss bei uns aus einigen Köpfen raus."
Mats Hummels zu Jude Bellingham: "Jude will immer gewinnen, in jedem Spiel und in jedem Training. Er investiert extrem viel. Wenn einer jede Minute spielt und versucht, zu gewinnen, dann darf er auch meckern und falsche Entscheidungen treffen. Wichtig ist, dass er investiert, und das tut er."
Edin Terzic: "Es war von beiden Seiten kein richtig gutes Spiel, ein zähes Spiel, das nicht mehr Tore verdient gehabt hätte, weil zu wenige Chancen da waren. Wir waren nicht klar und präzise genug im Passspiel, wir haben für die Entscheidungen zu lange gebraucht und müssen mit diesem Unentschieden leben. Das war heute nicht gut. Wenn man sich das Programm anguckt mit drei Spielen in sechs Tagen, ist es vielleicht aber auch nicht verwunderlich, wenn die Frische ein bisschen fehlt. Als Ausrede werden wir dies aber nicht gelten lassen. Wir müssen viel effektiver, viel präziser Fußball spielen."
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"Lassen wir nicht als Ausrede gelten": Terzic analysiert BVB-Remis

Quelle: Perform

Julian Brandt bei "BVB TV": "Ich bin mit dem Ergebnis gar nicht zufrieden, weil wir gewinnen wollten. Es war ein durchwachsenes Spiel. Viel ist im Mittelfeld abgelaufen. Wir hatten Schwierigkeiten, uns Chancen herauszuspielen. Es war nicht das schönste Spiel zum Anschauen."
Gregor Kobel: "Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft, haben mehr Ballbesitz gehabt. Im letzten Drittel waren wir zu wenig zwingend. Wenn man als Torhüter der Mannschaft einen Punkt retten kann, fühlt sich das gut an. Die Ausgangslage ist sehr gut. Es wäre schön, wenn wir es heute klargemacht hätten, aber dann tun wir das eben in den kommenden Partien."
Matthias Sammer: "Der eine oder andere Spieler hat gedacht, dass es für das 2:2 gegen Bayern fünf Punkte gegeben hat, es war aber nur einer. Die Frage ist, wie man auftritt. Die Mannschaft hat viele Dinge vermissen lassen, ist gewisse Laufwege nicht gegangen. Einer hat attackiert, die anderen standen brav daneben. Das war keine homogene Vorstellung."
Jorge Sampaoli (Trainer FC Sevilla): "Wir sind mit dem Punkt in Dortmund zufrieden. Defensiv standen wir sicher und haben nur wenige Chancen zugelassen. Das war wieder ein Schritt in die richtige Richtung."
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Quelle: Perform

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