FC Bayern München - Julian Nagelsmann widerspricht Lothar Matthäus und Ui Hoeneß: "Das glaube ich nicht!"
Julian Nagelsmann wurde auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel bei Viktoria Pilsen mit der Kritik von Lothar Matthäus konfrontiert. "So etwas wird natürlich in der Kabine beobachtet und auch diskutiert", sagte der Rekord-Nationalspieler bei "Sky" und spielte damit auf die Wechsel des Bayern-Trainers an. "Das glaube ich nicht", hielt Nagelsmann dagegen und begründete die Maßnahmen.
Nagelsmann reagiert auf Stümer-Debatte: "Kader ist gut genug"
Quelle: Perform
"Lothar Matthäus hat gesagt, wenn ich Choupo-Moting statt Tel einwechsle, sorgt das für Gesprächsstoff in der Kabine", rekapitulierte Julian Nagelsmann die Einschätzung des "Sky"-Experten und ehemaligen Bayer-Stars.
Der Coach ist sich allerdings sicher, dass dies nicht der Fall ist.
Die Entscheidung, in der 82. Minute Eric Maxim Choupo-Moting im Angriff den Vorzug vor Mathys Tel zu geben, habe schließlich gute Gründe gehabt.
In der Schlussphase gegen Dortmund sei mit hohen Bällen und Standards des BVB zu rechnen gewesen. "Da war Choupo-Moting, der größer ist als Tel, mit seiner Kopfballstärke geeigneter", so Nagelsmann. Dass der BVB dennoch zum 2:2 gekommen sei, habe man leider trotzdem nicht verhindern können.
Tel mache "viele Dinge schon sehr gut, andere aber muss er noch besser machen", sagte der Trainer über den erst 17-jährigen Franzosen.
Nagelsmann kontert Hoeneß-Einschätzung
Darüber hinaus musste Nagelsmann zu einem weiteren Personalthema Stellung nehmen, das er nicht selbst aufgemacht hatte. Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte nach dem Remis von Dortmund gegenüber dem "BR" betont, er sei sich "ganz sicher, dass uns schon ein Neuner fehlt". Ein Mittelstürmer also, am liebsten vom Format eines Robert Lewandowski.
Auch dieser Aussage widersprach Nagelsmann. "Unser Kader ist gut genug, um das zu kompensieren. Es ist immer auch die Frage, was auf dem Transfermarkt verfügbar ist. Wenn man weniger Tore schießt, ist es immer leicht zu sagen, dass bei uns ein Stürmer fehlt."
Überdies erspiele sich die Mannschaft "statistisch gesehen sogar mehr Chancen als im vergangenen Jahr", referierte der 35-Jährige. Es sei "etwas Gutes, dass wir nun mehr Flexibilität vorne haben". Mittelfeldspieler Leon Goretzka stieß in Pilsen ins selbe Horn. "In den nächsten Wochen werden wir keinen neuen Stürmer dazubekommen und auch mit dem jetzigen Kader zurück in die Spur finden."
Das müssen die Bayern nun beweisen, wollen sie die Debatte endgültig vom Tisch bekommen.
Das könnte Dich ebenfalls interessieren:Bayern in Personalnot - auch Neuer fällt aus
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/10/08/3467393-70733028-2560-1440.jpg)
"Ärgerlich für uns": Nagelsmann analysiert Bayern-Einbruch
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/22/image-98b602cb-ae46-4c06-8857-c6197f655aaf-68-310-310.jpeg)