Drei Dinge, die bei Bayerns Münchens Sieg bei Viktoria Pilsen auffielen: Leon Goretzka schaltet in den Boss-Modus

Der FC Bayern musste nur eine halbe Stunde seine Muskeln spielen lassen, um den Grundstein für den klaren 4:2-Sieg bei Viktoria Pilsen zu legen. Damit eilen die Münchner in der Champions League weiter von Rekord zu Rekord. Angeführt wurden der FCB vom starken Leon Goretzka, der seinen Anspruch auf weitere Startelfeinsätze untermauerte. Ein Verteidiger fiel dagegen einmal mehr ab. Was uns auffiel.

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Quelle: Perform

Der FC Bayern München hat sich schon vor den abschließenden beiden Gruppenspielen gegen Inter Mailand und den FC Barcelona fürs Achtelfinale der Champions League qualifiziert.
Bei Viktoria Pilsen gewannen die Münchner 4:2 (4:0). Schon nach 35 Minuten führten die Bayern dank Toren von Sadio Mané (10.), Thomas Müller (14.) und Leon Goretzka (25./35.) 4:0.
Gegen nachlassende Bayern gelangen den Tschechen durch Adam Vlkanova (62.) und Jan Kliment (75.) noch zwei Ehrentreffer.
Drei Dinge, die uns beim Auswärtssieg des FC Bayern bei Viktoria Pilsen auffielen.

1.) Europäische Zwei-Klassen-Gesellschaft

Seit Jahren kursiert im Profi-Fußball der Spruch: "Es gibt keine Kleinen mehr." Dass Mannschaften wie den FC Bayern und Viktoria Pilsen aber Welten trennen, wurde auch im Rückspiel in Tschechien deutlich.
Die Gastgeber waren wie schon im Hinspiel bemitleidenswert überfordert. Sie waren geistig wie körperlich nicht in der Lage, auch nur in Phasen den Münchnern Paroli zu bieten - daran änderten auch die beiden Ehrentreffer gegen sich schonende Münchner in Halbzeit zwei nichts.
Räume, wie sie die Münchner Offensivspieler Leroy Sané, Kingsley Coman, Sadio Mané oder Thomas Müller vorfanden, werden ihnen die restliche Saison sicher nicht mehr geboten werden.
Die Bayern nutzten diese aber auch mit konzentrierten Aktionen für die schnelle und komfortable Führung und mussten so nur eine gute halbe Stunde ans Limit gehen.
Wie sehr der FC Bayern dieser Phase der Champions League entwachsen ist, zeigen einige Statistiken und Bestmarken. Die Münchner sind seit nunmehr 32 Gruppenspielen in der Königsklasse ungeschlagen - Rekord. Die letzten elf Gruppenspiele haben sie sogar gewonnen - auch das Rekord. Und auswärts haben die Münchner von ihren letzten 25 Partien nur eines verloren (0:1 in der Vorsaison bei Villarreal).
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Leon Goretzka (FC Bayern) bejubelt seinen Doppelpack gegen Viktoria Pilsen

Fotocredit: Getty Images

2.) Goretzka untermauert seinen Anspruch

Rotation ist eine gute Sache, wenn sie so läuft wie an diesem Abend beim FC Bayern. Denn dann sind alle Spieler ständig gefordert, ihre Einsatzzeiten zu nutzen und Werbung in eigener Sache zu machen. Ganz besonders wirbt Leon Goretzka in den vergangenen Spielen für eine dauerhafte Position in Julian Nagelsmann Startelf.
Der Mittelfeldspieler wurde zu Beginn der Saison sehr ansprechend von Marcel Sabitzer vertreten und nähert sich nach seiner Verletzung mehr und mehr seiner Top-Form. In Pilsen glänzte Goretzka mit seinem ersten Doppelpack in der Champions League sowie als Vorlagengeber für Mané vor dem 1:0.
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Quelle: Perform

Ohnehin tun Goretzkas Körperlichkeit, seine Aggressivität und sein Zug zum Tor dem Spiel der Münchner gut. Gepaart mit seinem Führungsanspruch wird er sich seinen Startelfplatz in den wichtigen Spielen wieder erarbeiten.
"Es liegt in meiner DNA und auch in der von den anderen Jungs, dass sie auf dem Platz stehen wollen. Das ist schon mein Anspruch, das habe ich auch klar gesagt", erklärte er schon vor der Partie.
Ähnliche Töne schlug der von der UEFA zum Man of the Match ausgezeichnete Goretzka auch nach dem Spiel bei "DAZN" an: "Ich freue mich über die zwei Tore, denke aber nicht, dass sich das jetzt Spiel für Spiel durchzieht, das ist eine schöne Momentaufnahme. Nach der vielen Kritik zuletzt war es wichtig, wieder in die richtige Richtung zu marschieren."
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Josip Stanisic (hinten/FC Bayern) im Duell mit Erik Jirka (Viktoria Pilsen)

Fotocredit: Getty Images

3.) Stanisic fällt erneut ab

Es war eine mutige Einschätzung, die "DAZN"-Experte Sandro Wagner zu Spielbeginn abgab. Mit Josip Stanisic seien die Münchner defensiv stabiler als mit Alphonso Davies, der in Pilsen verletzt fehlte. Wie Wagner zu dieser Einschätzung kam, wird erst mal sein Geheimnis bleiben.
Stanisic' Auftritte in dieser Saison sprechen eigentlich eine andere Sprache. Allein sein Verhalten vor den beiden Gegentoren vergangenen Samstag in Dortmund boten schon Anlass zu Kritik und ernsthaften Zweifeln an seiner grundsätzlichen Eignung für den FC Bayern.
Zumal er ein ähnlich schlechtes Abwehrverhalten auch schon in der Entstehung des Elfmeters in der Schlussminute im Bundesliga-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (2:2) offenbarte.
Auch in Pilsen leistete sich der Kroate zu viele Fehler und fiel im Vergleich zum Niveau seiner Mitspieler deutlich ab. Wieder war er vor der Flanke zum 1:4 zu passiv im Zweikampf und ließ die Flanke zu.
Beim 2:4 ließ er sich vorher recht einfach aus der Position ziehen. Schon Mitte der zweiten Halbzeit hatte er mit einem verunglückten Rückpass per Kopf die bis dahin beste Chance der Pilsener vorbereitet.
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Quelle: Perform

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