FC Bayern - Oliver Kahn stellt sich demonstrativ vor Julian Nagelsmann: "Eine fast aberwitzige Diskussion"

Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn hat Trainer Julian Nagelsmann vor dem Champions-League-Auftritt bei Viktoria Pilsen am Mittwoch den Rücken gestärkt. "Es gibt überhaupt keine Zweifel an seiner Arbeit", erklärte der 53-Jährige am "DAZN"-Mikrofon und betonte: "Wir sind von ihm voll überzeugt und gehen durch diese holprige Phase durch."

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Quelle: Perform

Unter anderem Kahns Vorgänger Karl-Heinz Rummenigge hatte Nagelsmann zuletzt ein "Trainertalent" genannt.
"Am Ende stärkt es nicht meine Position", sagte Bayern Münchens Trainer dazu, schließlich würden diese Aussagen auch in der Mannschaft diskutiert.
"Natürlich nehme ich diese Diskussionen, die aktuell rund um Julian entbrannt sind, wahr. Ich denke, es geht nicht um das Alter, sondern um die Qualität und Julian Nagelsmann hat als Trainer eine unfassbare Qualität. Ich glaube, wenn viele ältere Trainer jemals an diese Qualität rankommen, haben sie viel erreicht", bekräftigte Kahn bei "DAZN" und stellte sich weiter demonstrativ vor seinen Übungsleiter.
"Wir sind weiterhin total überzeugt von ihm. Ich lerne auch jeden Tag dazu, das ist keine Frage von Erfahrung oder Alter. Auch erfahrene Trainer lernen jeden Tag dazu. Beim FC Bayern ist das einfach etwas Besonderes - egal, ob du 35 oder 65 bist. Beim FC Bayern muss sich jeder Trainer einfinden, deshalb finde ich diese Diskussion überhaupt nicht problematisch", so der 53-Jährige.

Kahn verteidigt Nagelsmann: "Frage mich, wo das überhaupt herkommt"

Die Kritik an der Person von Nagelsmann kann der ehemalige Bayern-Keeper daher nur bedingt nachvollziehen.
"Wer kommt auf die Idee, dass Julian keine Erfahrung hätte? Da frage ich mich schon, wo das überhaupt herkommt. Julian hat bei Hoffenheim gezeigt, was er drauf hat und sie nach oben geführt. Er hat danach auch RB Leipzig nach oben geführt. Das ist eine Diskussion, die ist fast aberwitzig", erstickte Kahn jene Debatte im Keim.
Mit inhaltlichen Debatten über die Taktik oder das Personal habe "keiner ein Problem", ergänzte Kahn: "Aber auf die persönliche Ebene zu gehen und anzufangen mit dem Outfit" oder "alles, was am Anfang noch toll und frisch war, plötzlich nur noch negativ" zu sehen, "das braucht's nicht. Lasst uns sachlich bleiben, da sind wir total kritikfähig."
(mit SID)
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Quelle: Perform

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