FC Bayern: Matthias Sammer kritisiert Hasan Salihamidzic - der kontert und erklärt kuriose Unentschieden-Aussage
Hasan Salihamidzic, Sportdirektor beim FC Bayern, hat vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Barcelona Stellung zu seinen kuriosen Aussagen ("Lieber Unentschieden als unzufriedene Spieler") nach dem 2:2 gegen den VfB Stuttgart genommen. "Ein Unentschieden mehr oder weniger tut nicht so weh, als wenn wir jetzt die ganze Zeit mit elf Mann spielen und die anderen außer Form sind", sagte er.
Hasan Salihamidzic - FC Bayern
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"Wir haben viel darüber gesprochen, was in der Hinrunde wichtiger ist: Dass wir unbedingt jedes Spiel gewinnen oder dass wir versuchen, die Jungs in Topform zu bringen, ihnen viele Minuten zu geben und zu schauen, dass der Konkurrenzkampf gesund bleibt und die Stimmung weiter gut ist", erklärte Salihamidzic bei "Amazon Prime Video" weiter.
Bayern Münchens Sportvorstand war nach dem 2:2-Remis in der Bundesliga gegen den VfB Stuttgart aufgrund seiner anschließenden Aussagen öffentlich in die Kritik geraten.
"Es ist mir lieber, einmal mehr Unentschieden zu spielen, als dass wir schlechte Stimmung und viele unzufriedene Spieler haben", bekräftige der 45-Jährige nach der Partie.
Aussagen, die bei TV-Experte Matthias Sammer für Unverständnis sorgten. "Politisch kann ich's nachvollziehen, inhaltlich hätte ich es nie gesagt. Weil es ist natürlich auch für den FC Bayern München, wie man es wahrnimmt als Spieler, letzten Endes auch im Leistungsprinzip so: Es gibt Rotation und es gibt immer das Momentum, in dem der Trainer entscheidet, wer aufgestellt wird. Und in dem Moment musst du marschieren. Und in so einem Klub wie Bayern München versuchen, jedes Spiel zu gewinnen. Dass das nicht geht, ist klar. Deshalb hätte ich diese Aussage rein inhaltlich betrachtet nicht getätigt", stellte Borussia Dortmunds externer Berater bei "Amazon Prime" klar.
Salihamidzic kontert Sammer
Salihamidzic wollte dies jedoch nicht so stehen lassen. "Spätestens im März brauchen wir alle Spieler, deswegen ist es für mich wichtig, dass wir alle Jungs in Topform haben", hielt er am Dienstag dagegen.
Darüber hinaus erstickte der ehemalige Bundesliga-Profi mögliche Diskussionen an Trainer Julian Nagelsmann bereits im Keim: "Wir haben volles Vertrauen zum Trainer und zum Trainerteam. Wegen den drei Unentschieden hat sich nichts geändert, wir haben dazwischen ja auch in der Champions League gewonnen."
Nagelsmann überrascht mit Stürmer-Aussage
Apropos Nagelsmann: Der Bayern-Coach nahm vor dem Champions-League-Kracher gegen den FC Barcelona zu jenem Thema Stellung und verteidigte die Aussagen seines Sportvorstands.
"Er will auch etwas Druck vom Kesseln nehmen. Es war clever, dass wir nicht noch weiter Öl ins Feuer gießen. Am Ende ist der Sieg aber natürlich das alle entscheidende, dann ist auch jeder mit der Rotation zufrieden", erklärte der 35-Jährige.
Im Hinblick auf die Rückkehr von Weltfußballer Robert Lewandowski nach München ließ sich Nagelsmann jedoch selbst zu einer überraschenden Transferaussage hinreißen. Darauf angesprochen, ob dem FC Bayern ein Mittelstürmer à la Lewandowski fehle, antwortete er: "Wenn wir einen geeigneten Neuner gefunden hätten, hätten wir schon zugeschlagen."
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Quelle: Perform
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