FC Bayern gegen FC Barcelona in der Einzelkritik: Leon Goretzka ist wieder da - Sadio Mané blass
Der FC Bayern bezwingt den FC Barcelona mit Rückkehrer Robert Lewandowski 2:0 (0:0). Die Bayern-Abwehr hält den Ex-Mittelstürmer weitestgehend in Schach. Vor allem das Duo Dayot Upamecano und Lucas Hernández zeigt sich in bestechender Form. Leroy Sané findet nach einer schwachen ersten Halbzeit ins Spiel, Leon Goretzka sorgt für die Wende, Sadio Mané enttäuscht hingegen. Die Einzelkritik.
Mané braucht Zeit: Nagelsmann nimmt Neuzugang in Schutz
Quelle: Perform
Der FC Bayern feiert einen perfekten Start in die neue Champions-League-Saison. Nach dem 2:0-Erfolg bei Inter Mailand behielten die Münchner auch vor heimischer Kulisse gegen den FC Barcelona die Oberhand.
2:0 hieß es am Ende aus Sicht der Gastgeber, Robert Lewandowski trug sich nicht in die Torschützenliste ein.
Dass der Pole am Dienstagabend nicht auf der Anzeigetafel erschien, war vor allem dem rigorosen Auftreten der Abwehr zu verdanken, auch Manuel Neuer entschärfte eine Lewy-Chance. Darüber hinaus wusste Alphonso Davies zu gefallen, Leroy Sané wachte erst nach dem Seitenwechsel auf, lieferte dann aber entscheidend ab.
Einzig Sadio Mané hatte in der Allianz Arena einen schweren Stand - und hing während seiner 70-minütigen Schaffenszeit in der Luft.
Der FC Bayern in der Einzelkritik
Manuel Neuer: Neuers Können war gleich nach neun Minuten gefordert, als er aus kürzester Distanz einen Abschluss Pedris sehenswert mit dem Fuß parierte. Kurz darauf leistete er sich einen schlimmen Fehlpass in Lewandowskis Füße, der aber folgenlos blieb. Danach stets auf der Höhe. Auch bei Lewys Kopfball (21.).
Benjamin Pavard (bis 21. Minute): Rasselte in der 6. Minute mit Marcos Alonso zusammen und hatte sichtlich mit den Folgen zu kämpfen. In der 21. Minute ging es für den Franzosen nicht mehr weiter. Für ihn kam Neuzugang Noussair Mazraoui ins Spiel.
Dayot Upamecano: Stark gegen Lewandowski (14.). Nagelsmann setzte auf seine Expertise im Duell mit dem Ex-Bayern im Barça-Sturm. Der Trainer sollte mit seiner Entscheidung richtig liegen, Upamecano agierte konzentriert und rigoros in der Innenverteidigung und gewann über 70 Prozent seiner Zweikämpfe. Zudem verbuchte er die meisten klärenden Aktionen (6).
Lucas Hernández: Ähnlich stark wie Landsmann Upamecano. Hernández gab einen formidablen Abwehrchef ab, indem er in den entscheidenden Momenten gegen Barcelonas prachtvolle Offensive zur Stelle war. Auf der anderen Seite trat er mit einem wuchtigen Kopfball als Torschütze zum 1:0 (50.) in Erscheinung. Bitter: Humpelte in der Nachspielzeit mit einer Oberschenkelverletzung vom Platz.
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Lucas Hernández (r.) und Dayot Upamecano jubeln - FC Bayern München vs. FC Barcelona
Fotocredit: Imago
Alphonso Davies: Der Kanadier präsentierte sich in absoluter Top-Form und brachte Gegenspieler Raphinha immer wieder zur Verzweiflung. Nachdem der Brasilianer aus Frust mit Ousmane Dembélé die Seite getauscht hatte, knöpfte Davies sich den ehemaligen Dortmunder vor. Führte die meisten Zweikämpfe (13 / 62 Prozent) bei den Hausherren und setzte nach starken Ballgewinnen (7) immer wieder Akzente nach vorne. Hervorragender Auftritt.
Joshua Kimmich: Sein Fehlpass leitete die beste Barcelona-Chance der ersten Halbzeit ein (9.). In der Folge stabilisierte sich der Regisseur. Eroberte mehrfach wichtige Bälle und bereitete die Führung der Münchner per Ecke vor.
Marcel Sabitzer (bis 46.): Nach vielen guten Spielen musste der Österreicher, der den Vorzug gegenüber Leon Goretzka erhalten hatte, ein ums andere Mal Lehrgeld zahlen. Sabitzer machte einen nervösen Eindruck, holte sich früh eine Gelbe Karte ab und produzierte mehrere Fehlpässe. Immerhin: Der ehemalige Leipziger verbuchte die beste Chance der ersten Halbzeit für die Bayern (30.).
Jamal Musiala (bis 80.): Im ersten Durchgang verhedderte sich das Top-Talent regelmäßig in der Abwehr der Katalanen, diverse Male machte Musiala den berühmten einen Schlenker zu viel. Nach dem Seitenwechsel war der DFB-Youngster deutlich klarer in seinen Aktionen. Starker Assist zum 2:0.
Thomas Müller: Wühlte, ackerte, kommunizierte. Müller versuchte sich an seinem Geburtstag als falsche Neun, stand sich aber oftmals mit Sadio Mané auf den Füßen. Durfte zwar durchspielen, strahlte aber auch nach Manés Auswechslung nicht viel Gefahr aus. Für Müller gab es schon deutlich glanzvollere Champions-League-Abende.
Leroy Sané (bis 80.): Hatte eigentlich schon in der ersten Halbzeit reichlich Platz auf der Außenbahn, allerdings ließ er in seinen Aktionen die Durchschlagskraft vermissen, sodass am Ende meistens Ballverluste zu Buche standen. Aber: In Halbzeit zwei zeigte Sané ein anderes Gesicht. Sein herrliches Tor zum 2:0 stand sinnbildlich für die Wandlung.
Sadio Mané (bis 70.): Sollte über den linken Flügel für Dampf sorgen, hing aber über die gesamte Distanz in der Luft. Der Star-Neuzugang gab keinen einzigen Torschuss ab und war auch ansonsten kein Faktor im Spiel der Bayern.
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Bayern bauen Monster-Serie in der Champions League aus
Quelle: Perform
Noussair Mazraoui (ab 21. Minute): Musste früh ran, weil Pavard verletzungsbedingt raus musste. Der Marokkaner, der bisher einen einigermaßen schweren Stand bei Trainer Nagelsmann hat, löste seine Aufgabe auf der rechten Seite ansprechend.
Leon Goretzka (ab 46.): Kam zur Halbzeit für den schwachen Sabitzer und schob gleich mächtig an. Prüfte Barcelona-Keeper ter Stegen mit einem satten Fernschuss und löste so die Ecke zum 1:0 aus (50.), danach immer wieder präsent im Zweikampf und mit reichlich Drang nach vorne - machte die Bayern so wieder zu den "Kings of Leon". Forderte zuletzt mehr Spielzeit und wird sie nach diesem Auftritt sicherlich bekommen.
Serge Gnabry (ab 70.): Der Nationalspieler ersetzte Mané nach knapp 70 Minuten, hatte aber keine großen Szenen mehr.
Mathys Tel (ab 80.): Der 17-Jährige durfte knapp zehn Minuten Champions-League-Luft schnuppern. Musste aber nicht mehr groß ins Spiel eingreifen.
Ryan Gravenberch (ab 80.): Gravenberch mischte ebenfalls noch knapp zehn Minuten mit. Der niederländische Neuzugang half dabei, das 2:0 souverän über die Zeit zu bringen.
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Reaktion auf Haaland-Transfer? Guardiola scherzt mit Reporter
Quelle: Perform
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