Paris Saint-Germain vor dem Kracher gegen den FC Bayern München in der Champions League: Einfach mal den Mund halten

Paris Saint-Germain taumelt dem großen Duell in der Champions League mit dem FC Bayern München entgegen. Der erste Titel ist nach dem Pokal-Aus bei Erzrivale Olympique Marseille futsch, die Superstars sind verletzt oder in der Formkrise. Trainer Christophe Galtier wirkt angesichts der ideenlosen Offensive ratlos, während Lionel Messi mit einem schwerwiegenden Vorwurf konfrontiert wird.

Highlights: Marseille wirft PSG in Pokal-Fight aus Coupe de France

Quelle: MagentaTV

Sergio Ramos stellte sich gleich doppelt ungeschickt hat. Erst kam der Innenverteidiger von Paris Saint-Germain im Zweikampf mit Marseilles Cengiz Ünder einen Schritt zu spät, hechelte dem Olympique-Spieler dann hinterher und brachte in letztlich von hinten zu Fall.
"Er hat Cengiz Ünder plump über den Haufen gerannt", urteilte die Zeitung "L'Equipe". Sein unschuldiges Gesicht half Ramos in dieser Situation auch nicht, der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter François Letexier war alternativlos.
Es war der Beginn eines schrecklichen Abends für PSG, der mit dem Achtelfinal-Aus im nationalen Pokalwettbewerb Coupe de France endete. Einen möglichen Titel so früh ad acta legen zu müssen, ist für PSG an sich schon eine Blamage. Dass dies auch noch gegen den Erzrivalen OM passierte, macht die Angelegenheit vor allem für die Pariser Fans unerträglich.
Fünf Tage vor dem ersten Showdown in der Königsklasse gegen den FC Bayern München ist die Stimmung bei PSG am Boden. Kapitän Marquinos wählte drastische Worte: "Ein Titel, der wegfällt, tut weh. Ich bin angewidert und es ist jetzt an der Zeit, den Mund zu halten." Schuften statt labern steht in Paris ab sofort auf der Tagesordnung.

PSG: Kritik an behäbigem Offensivspiel

Die Leistungen der Mannschaft in diesem Kalenderjahr lassen auch sehr zu wünschen übrig. Die Pleite im Pokal war bereits die dritte 2023 und zu schweren individuellen Patzern wie dem von Sergio Ramos gesellen sich eine inakzeptable Spielweise und fehlender Wille.
"OM ist ein großes Risiko eingegangen. Aber mit ständigem Pressing und deutlich höherem Einsatz erstickte OM ein PSG, das bei eigenem Ballbesitz sehr ungenau im Passspiel war", schrieb Vincent Bregevin von Eurosport Frankreich in seiner Analyse.
Christophe Galtier bemängelte insbesondere die Offensivleistung seiner Mannschaft. "Wir haben sehr gelitten und in der zweiten Halbzeit sehr wenige offensive Situationen geschaffen. Wir haben wenig Initiative ergriffen, um gegen ihre geballte Defensive Chancen zu kreieren", sagte der PSG-Trainer.
Das behäbige und ideenlose Angriffsspiel der Pariser zieht sich nun schon seit Wochen hin. Neymar, der in der Liga zuletzt zwei Spiele wegen muskulärer Probleme verpasst hatte, trat gegen OM in 90 Minuten nur einmal in Erscheinung, als er Mitte der zweiten Halbzeit mit einem Schuss aus 17 Metern den rechten Pfosten traf.
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Tiefschlag vor Duell mit Bayern: PSG-Keeper Donnarumma warnt

Quelle: Perform

Neymar "verstörend" - Messi nicht existent

Ein einfacher Ballverlust Neymars leitete das Siegtor von Marseille ein, die "L'Equipe" beschrieb seine Leistung als "verstörend". Auch Lionel Messi bekam sein Fett weg. "Er existierte gar nicht", schrieb Eurosport Frankreich.
Dabei kam der Argentinier nach dem WM-Triumph ordentlich ins neue Jahr. Drei Ligatore in fünf Spielen stehen zu Buche, zuletzt erzielte Messi beim 2:1-Sieg gegen Toulouse das Siegtor. Doch dem Superstar wird immer häufiger eine gewisse Lustlosigkeit im PSG-Trikot vorgeworfen. Ganz besonders gehässig formulierte es jetzt Jérôme Rothen in seinem Podcast "Rothen s’enflamme".
"Messi gibt sich keine Mühe, den Klub nach vorne zu bringen. Er will sich nicht bei den Fans bedanken, er senkt den Kopf und geht in die Kabine. Selbst beim Feiern seiner Tore wird sein Name gesungen, aber er hat nie eine nette Geste zu den Fans gemacht, um sich zu bedanken", sagte Rothen, der 180 Pflichtspiele für PSG und 14 Länderspiele für Frankreich absolvierte.
Den Plan von PSG-Sportdirektor Jorge Campos, den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit Messi verlängern zu wollen, weil "wir ihn in diesem Projekt behalten möchten" (Campos), kann Rothen nicht nachvollziehen.
"Messis Verlängerung ist Bullshit, von der Leistung und vom Kader her. Wir haben gesehen, dass PSG durch das Financial Fairplay blockiert ist. Denn die Gehaltsliste ist explodiert. Sie haben nun die Möglichkeit, eine große Summe Geld zu sparen, da Messis Gehalt beträchtlich ist. Es ist eine sehr schlechte Idee, mit Messi zu verlängern", sagte er.
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Angeschlagen und außer Form: Neymar (l.) hadert gegen Marseille

Fotocredit: Getty Images

Donnarumma schlägt vor Bayern-Spiel Alarm

Fehler in der Defensive, schwache Offensive, Kylian Mbappé verletzt, Neymar und Messi außer Form - die Probleme kommen für Paris zur absoluten Unzeit. Kommenden Samstag steht das Ligaspiel beim Tabellenvierten Monaco an, am Dienstag gastiert der FC Bayern im Prinzenpark. Lille (6.) und erneut Marseille (2.) heißen die weiteren Gegner.
Gianluigi Donnarumma beantwortete die Frage, ob er hinsichtlich des Duells mit den Münchnern besorgt sei mit einem klaren "Ja". "Im Moment müssen wir uns gut auf das Spiel gegen Monaco vorbereiten und dann können wir an die Bayern denken, aber jedes Spiel hat eine andere Geschichte. Wir wissen, dass wir uns gründlich auf die Champions League vorbereiten werden", sagte der Torhüter.
Galtier kündigte derweil an, sich nicht lange mit dem Pokal-Aus beschäftigen zu wollen. "Natürlich müssen wir analysieren, was verbessert werden kann. Aber wir werden uns schnell erholen und die Köpfe reinigen, damit diese Enttäuschung keine große Belastung darstellt", sagte der Coach.
Den ersten Titel der Saison hat PSG schon mal verspielt. Vom Ausgang des Achtelfinal-Krachers in der Champions League gegen die Bayern hängt enorm viel ab - auch was die Zukunft von Galtier angeht. Der Trainer ist angeschossen, die Kritik nimmt zu.
"Diesmal ist es ernst", schrieb die "L'Equipe", TV-Experte Bixente Lizarazu sprach von einer "beunruhigenden" Gemengelage. Für Paris Saint-Germain steht in den nächsten Wochen viel auf dem Spiel.
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Nagelsmann glaubt nicht an Mbappé-Ausfall: "Sie können auch pokern..."

Quelle: Eurosport

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