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PSG scheitert gegen FC Bayern im Achtelfinale der Königsklasse - Auf der Suche nach einer Philosophie
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Publiziert 09/03/2023 um 16:57 GMT+1 Uhr
Für Paris Saint-Germain endete der Traum vom Champions-League-Titel (wieder einmal) gegen den FC Bayern. In München setzte es für die Franzosen eine verdiente 0:2 (0:0)-Niederlage. Nach der Pleite im Hinspiel (0:1) schied PSG im Achtelfinale der Königsklasse aus. Dabei wurde gegen starke Bayern erneut ein altbekanntes Problem deutlich: In Paris spielen viele Stars, aber nur selten eine Mannschaft.
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Quelle: Perform
Bei Paris Saint-Germain setzte am späten Mittwochabend in der Allianz Arena Ernüchterung ein.
Nach dem 0:2 (0:0) gegen den FC Bayern resümierte Kylian Mbappé: "Wir sind enttäuscht. Wir müssen nach vorne schauen und versuchen, uns selbst infrage zu stellen."
Denn erneut scheiterten die Franzosen vorzeitig in der Champions League. Zum fünften Mal in den letzten sieben Jahren war für PSG im Achtelfinale Endstation. Nur in der Saison 2019/20 (0:1 im Finale gegen die Bayern) und 2020/21 (0:1 und 1:2 im Halbfinale gegen Manchester City) kam der Scheichklub weiter.
Doch das ultimative Ziel, der Henkelpott, bleibt auch 2023 unerreicht. Trotz der millionenschweren Spielereinkäufe der vergangenen Jahre steht PSG vor einem großen Problem: Aus der Ansammlung an Stars eine Mannschaft zu formen.
Individuelle Fehler und kein Teamgedanke
PSG-Verteidiger Danilo Pereira legte nach den beiden Niederlagen gegen die Münchener dann auch den Finger in die Wunde: "Um Fortschritte zu machen, müssen wir die Dinge gemeinsam tun, nicht individuell."
Gegen München wurde wieder einmal deutlich, dass man davon noch weit entfernt ist. Keiner der vermeintlichen Anführer im Team versuchte sich spürbar gegen die Niederlage zu stemmen. Lionel Messi, erst vor Kurzem zum Weltfußballer gekürt, blieb wie im Hinspiel völlig blass. Mittelfeld-Lenker Marco Verratti hatte maßgeblichen Anteil an den beiden Gegentoren. Es gesellten sich in der Mannschaft einige individuelle Fehler hinzu.
Und auch Hinspiel-Lichtblick Mbappé bekam gegen eine starke Bayern-Abwehr keinen Zugriff auf das Spiel. Der französische Eurosport-Redakteur Maxime Dupuis analysierte daher knallhart: "Paris Saint-Germain ist eine Mannschaft, der es in kritischen Momenten schmerzlich an Charakter fehlt, die nur auf ihre Stars (oder ihren Star) angewiesen ist und nie einen vernünftigen Plan B hat, wenn ausgerechnet ihre klangvollen Namen schlafen."
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Quelle: Perform
Fehlt PSG die Kultur des Siegens?
Mbappé selbst erklärte etwas resigniert in der Mixed Zone: "Ich habe zu Beginn der Saison gesagt, dass wir unser Bestes geben werden. Das ist das Maximum für uns." Eine bittere Bilanz. Trainer Christophe Galtier sollte eigentlich mit dem neuen Sportdirektor Luís Campos die Wende einläuten. Doch auch seit der Ankunft der beiden im Sommer 2022 hat sich nichts geändert. Paris träumt noch immer vom großen Titel.
In Frankreich heißt es mittlerweile, PSG fehle die Kultur des Siegens. Eine Mentalität, wie sie in Top-Klubs wie dem FC Bayern oder Real Madrid seit Jahrzehnten vorgelebt wird. Auch Mbappé schwärmte von den Münchnern: "Sie haben ein großartiges Team, einen großartigen Kader, sie haben eine Mannschaft, die darauf ausgelegt ist, die Champions League zu gewinnen."
In Paris steht das Team dagegen nicht im Mittelpunkt, vielmehr Einzelkönner wie der Franzose, Messi oder der in München verletzt fehlende Neymar. Dupuis meinte zu dieser Vereinstaktik: "Warum ist Paris Saint-Germain nicht in der Lage, einen Kader im Stil von Bayern München aufzubauen? Eine Philosophie zu verfolgen, die auf der Stärke einer Gruppe basiert, und ein für alle Mal zu verstehen, dass ein Spieler, wer auch immer er sein mag, niemals stärker sein wird als eine kollektive Idee?"
Mbappé kurbelt Spekulationen an
Auch Liverpool-Legende Jamie Carragher sagte unumwunden bei "CBS Sports": "Ich bin froh, dass PSG ausgeschieden ist. (...) Das ist keine Mannschaft, das ist Chaos." Die beiden Duelle mit den Münchenern hätten gezeigt, "wie wichtig es ist, ein Team zu sein. Das ist im Fußball wirklich wichtig. Wir lieben Individuen innerhalb einer Mannschaft, aber das ist kein Team."
In Paris ist man damit wieder einmal sehr früh in der K.o.-Phase der Königsklasse zum Zuschauen verdammt. Zudem wird nun befürchtet, dass Hoffnungsträger Mbappé (Vertrag bis 2025) den Verein doch bald in Richtung Madrid verlassen könnte. Ein Halbsatz des 24-Jährigen in der Allianz Arena ließ zumindest aufhorchen: "Für mich zählt in dieser Saison nur noch die Meisterschaft. Dann werden wir sehen."
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Quelle: SID
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