RB Leipzig erkämpft Remis gegen Manchester City: Rote Bullen steigern sich nach der Pause
Publiziert 22/02/2023 um 22:52 GMT+1 Uhr
RB Leipzig hat im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League einen Achtungserfolg gefeiert. Gegen Manchester City erkämpften die Sachsen dank einer enormen Leistungssteigerung nach der Pause ein 1:1 (0:1). Riyad Mahrez hatte den englischen Meister in Front gebracht (27.), Leipzigs Innenverteidiger Josko Gvardiol traf per Kopf zum verdienten Ausgleich (70.).
RB Leipzig - Manchester City
Fotocredit: Getty Images
Schon früh übernahm Manchester City das Kommando in der Red Bull Arena. Die Gäste verbuchten weit über 70 Prozent Ballbesitz, ohne allerdings wirklich zwingend zu werden. So stand Leipzigs Defensive lange Zeit gut und ließ kaum einen gefährlichen Abschluss der Elf von Pep Guardiola zu.
Dann aber unterlief Xaver Schlager am eigenen Strafraum doch der folgenschwere Fehler: Nach einem Fehlpass des Österreichers ging Jack Grealish dazwischen und spielte sofort steil in die Spitze. Dort ließ Ilkay Gündogan den Ball clever durch für Riyad Mahrez, der aus 14 Metern rechts unten einschießen konnte (27.).
Nur kurz darauf köpfte Rodri den Ball nach einem Eckball aus spitzem Winkel knapp am langen Pfosten vorbei (30.). Wenig später war es Grealish, der aus 18 Metern das rechte Eck verfehlte (36.). Leipzig hingegen gelang erst in der Nachspielzeit der erste Schuss aufs Manchester-Tor. Timo Werners Schlenzer aus halblinker Position brachte allerdings keine Gefahr (45.+2).
Den zweiten Durchgang startete Leipzig dann aber deutlich offensiver. Zunächst setzte der eingewechselte Benjamin Henrichs einen Kopfball nach Flanke von Marcel Halstenberg noch über das Tor von Ederson (53.). Nur kurz darauf war es erneut Henrichs, der von Szoboszlai rechts im Strafraum bedient wurde. Sein flacher Schuss aus zehn Metern rauschte nur ganz knapp am linken Pfosten vorbei (55.).
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Manchester City bejubelt den Führungstreffer
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Aber auch die Gäste blieben weiterhin gefährlich. Nach feinem Zuspiel von Gündogan war es Mahrez, dessen Schussversuch aus 14 Metern von Schlager geblockt wurde (50.).
Dennoch war Leipzig nach dem Wiederanpfiff das bessere Team - und erspielte sich in der 70. Minute den verdienten Ausgleich. Halstenberg flankte bei einem Eckball von der linken Seite in den Fünfmeterraum, wo Josko Gvardiol am höchsten stieg und den Ball aus vier Metern über die Linie köpfte.
Beinahe im direkten Gegenzug verpasste dann Gündogan die erneute Führung für die Gäste, sein Schuss aus 15 Metern wurde von Janis Blaswich stark entschärft (73.).
Viel mehr passierte im Anschluss allerdings nicht, auch weil Erling Haaland insgesamt blass blieb. Die Entscheidung über das Weiterkommen fällt am 14. März, wenn RB Leipzig zum Rückspiel nach Manchester reisen muss.
Die Stimmen:
Benjamin Henrichs (RB Leipzig): "Wenn man die zweite Halbzeit sieht, glaube ich, dass vor allem mit der Chance ein bisschen mehr drin gewesen wäre. Aber man hat gesehen, wenn wir so spielen, wie in der zweiten Halbzeit, kann man auch gegen Manchester City etwas mitnehmen. Ich glaube, meine Tiefenläufe waren auf der rechten Seite heute ganz gut."
Zu seiner Chance: "Das ist extrem bitter. Das sind auch so Situationen, die nimmt man mit nach Hause. Das bereitet mir schlaflose Nächte."
Xaver Schlager (RB Leipzig): "Ich glaube, man muss sich mehr über die erste Halbzeit ärgern. Die zweite Halbzeit war dann so, wie wir es eigentlich spielen wollen. Die erste war nicht gut. Wir haben angefangen mit Mittelfeldpressing, nicht ganz so hoch. Zweite Halbzeit haben wir dann mehr riskiert, sind früher drauf gegangen und dann ist es gleich anders geworden."
Marco Rose (Trainer RB Leipzig): "Zwei sehr, sehr unterschiedliche Halbzeiten. Erste Halbzeit sind wir eigentlich nicht da gewesen, sehr passiv, nur hinterher gelaufen. Zweite Halbzeit dann eigentlich komplett anders, so wie wir uns das vorgestellt haben. City unter Druck gesetzt und dann so gespielt, wie wir es uns eigentlich auch vorgenommen haben."
Ilkay Gündogan (Manchester City): "Wir hatten aufgrund der 90 Minuten die klar besseren Chancen und müssen das Spiel eigentlich schon vor dem Ausgleich entscheiden. Wir wussten, dass Leipzig besser aus der Halbzeit kommen wird. Wir haben relativ leichte Ballverluste gehabt, konnten das Spiel nicht mehr in Leipzigs Hälfte verlagern. Dann kriegen wir nach dem Eckball das ärgerliche Gegentor."
Pep Guardiola (Trainer Manchester City): "Wir waren in der ersten Halbzeit besser, hatten gute Möglichkeiten. Dann machen sie in der zweiten einen Schritt nach vorne."
... zu den ausgeblieben Auswechselungen: "Das ist ja nur ein Vorschlag, ich muss ja nicht wechseln. Wenn ich es nicht fühle, dann mache ich es nicht."
Riyad Mahrez (Manchester City): "Es war eine sehr gute erste Halbzeit, die zweite Halbzeit war frustrierend für uns. Es ist Champions League, sie sind ein gutes Team. Wir hatten die Möglichkeiten, zu gewinnen, aber haben sie nicht genutzt."
Der Tweet zum Spiel:
Oder aber Leipzig einfach in Champions-League-Form.
Das fiel auf: Die Hereinnahme von Benjamin Henrichs
Zur zweiten Halbzeit wechselte Marco Rose Benjamin Henrichs für Lukas Klostermann ein. Nicht, dass Klostermann zuvor eine schlechte Leistung gezeigt hätte. Die Dynamik, die Henrichs in die Partie brachte, hatte er im ersten Durchgang allerdings vermissen lassen. So stand Leipzig nach dem Wiederanpfiff deutlich höher, Henrichs selbst rückte immer wieder mit auf und schob hoch an. So erspielten sich die Hausherren kurz nach der Halbzeitpause gleich zwei gute Möglichkeiten durch Henrichs, die allerdings ungenutzt verstrichen (53., 55.).
Die Statistik: 0
Nicht ein einziges Mal wechselte Pep Guardiola gegen RB Leipzig aus, beziehungsweise ein. Dabei hätte die Hereinnahme von Phil Foden, oder auch Weltmeister Julián Álvarez sicherlich etwas an der Statik geändert. Zumal Riyad Mahrez und Jack Grealish auf den Außenbahnen der Engländer mit zunehmender Spieldauer immer unauffälliger wurden.
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Quelle: Perform
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