Borussia Dortmund denkt schon ans Champions-League-Finale: Diesmal muss der Pott in den Pott

Borussia Dortmund greift nach dem 1:0-Sieg bei Paris Saint-Germain im Champions-League-Finale am 1. Juni gegen Real Madrid nach dem größten Titel im Vereinsfußball. Der Wunsch von Sportdirektor Sebastian Kehl nach einer Revanche gegen den FC Bayern wird zwar nicht wahr, doch für den BVB und insbesondere zwei Spieler zählt nur eins: Der Henkelpott muss zum zweiten Mal nach 1997 wieder in den Pott.

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Quelle: Perform

Mats Hummels bekam ordentlich eine mit. Als der Siegtorschütze zum 1:0 bei Paris Saint-Germain gerade ein TV-Interview begann, schlug es von der Seite ein. Marco Reus hatte seine Hände zweimal mit Schmackes auf Hummels' Brust geklopft, der "Geschädigte" machte ein leicht schmerzverzerrtes Gesicht.
Hummels und Reus - diese gemeinsame BVB-Geschichte ist fast zu kitschig, um wahr zu sein. 2013 verloren beide das Champions-League-Finale gegen den FC Bayern (1:2). Elf Jahre später kehren beide nach Wembley zurück, als einzige "Überlebende" im Dortmunder Trikot von damals.
Beide stehen im Spätherbst ihrer Karriere, bei Reus ist es eher schon Frühwinter. Der 34-Jährige wird den BVB am Saisonende nach zwölf Jahren verlassen und seine Laufbahn anschließend im Ausland ausklingen lassen. Hummels Zukunft in Dortmund ist nach wie vor offen.
Reus konnte sein Glück nach dem Abpfiff in Paris kaum fassen. "Unbeschreiblich. Was für eine Woche für mich persönlich", sagte er bei "Prime Video". "Es ist Wahnsinn, dass wir wieder nach London fahren. Damit hat keiner gerechnet. Wir mussten sehr viel leiden, aber morgen fragt keiner mehr, wie wir ins Finale gekommen sind. Das steht nur der Name Borussia Dortmund", ergänzte Reus.

Kehl hofft auf Revanche gegen den FC Bayern

Am Ende einer atemberaubenden Reise durch Europa steht für den BVB mal wieder Wembley. Der gleiche Gegner wie 2013 wird es allerdings nach der 1:2-Niederlage der Bayern gegen Real Madrid nicht. Sportdirektor Sebastian Kehl hatte zuvor auf eine Neuauflage von damals gehofft: "Die Bayern würden mir gefallen. Ich habe das Gefühl, wir haben noch eine Rechnung zu begleichen."
Dem nationalen Erzrivalen im größten Spiel des Vereinsfußballs eins auszuwischen - das bleibt dem BVB zwar verwehrt. Dafür kann man nun dem bunten Treiben in der Königsklasse gegen Real die Krone aufsetzen.
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Quelle: Eurosport

Hauptsache der Pott kommt erstmals seit 1997 wieder nach Dortmund. Nach dem Herzbrecher-Bundesligafinale 2023, als der BVB gegen Mainz 05 die sicher geglaubte Meisterschaft verspielte und in ein tiefes Tal der Tränen fiel, hat der Verein ein Jahr später paradoxerweise die Chance auf einen noch größeren Titel.
"Es gibt im Vereinsfußball nichts Größeres als ein Champions-League-Finale. Dafür arbeiten wir jeden Tag", sagte Hummels. Bei aller Euphorie ist die Borussia aber noch nicht am Ziel. Am deutlichsten drückte es Reus aus. "Jetzt müssen wir auch den Titel holen. Sonst wäre es scheiße", sagte er.

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Reus' erstes Jahr in Dortmund endete mit einer Niederlage im Champions-League-Finale, auf ein Deja-vù in seinem letzten kann er getrost verzichten.
Trainer Edin Terzic verriet nach dem Spiel, dass er bereits vor dem Achtelfinal-Duell mit der PSV Eindhoven das Finale ins Visier genommen habe. "Ich habe den Jungs damals gesagt, dass der Weg nach Wembley nicht mehr allzu weit ist. Und wir haben es tatsächlich geschafft. Wir fahren mit unseren Fans gemeinsam nach London. Wir konnten ihnen nach der verpassten Meisterschaft im letzten Jahr etwas zurückgeben."
Auch der Coach dachte im Moment des Sieges schon an den 1. Juni. Als er gemeinsam mit Hummels bei "Prime Video" Rede und Antwort stand, sagte er in Richtung seines Siegtorschützen: "Wir haben vorher thematisiert, dass solche Spiele durch die Standardsituationen geöffnet oder sogar entschieden werden. Mats hat das herausragend gut gemacht. Aber Mats: Einmal musst du es mindestens noch machen."
Am 1. Juni in Wembley. Gegen Real Madrid. Der Pott muss diesmal in den Pott.
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Quelle: Eurosport



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