FC Bayern München mit letztem Aufgebot gegen Galatasaray Istanbul in der Champions League - Tuchel mit Personalsorgen

Der FC Bayern München tritt am Dienstag (18:45 Uhr im Liveticker) in Istanbul mit dem letzten Aufgebot in der Champions League bei Galatasaray an. Beim Abschlusstraining in München am Vormittag fehlten Thomas Tuchel Dayot Upamecano, Leon Goretzka und Neuzugang Raphael Guerreiro. Immerhin Noussair Mazraoui ist in Istanbul dabei. Am Dienstag erwartet die Münchner ein Hexenkessel.

Bayern verzichtet auf Stadion-Besuch - Tuchel: "Wir sind nicht grün"

Quelle: Perform

Thomas Tuchel ist gewarnt. "Wir wissen, was da auf uns zukommt", sagte der Trainer des FC Bayern vor dem Abflug mit TK 3271 nach Istanbul. Dort warten am Dienstag (18:45 Uhr im Liveticker) in der Champions League beim türkischen Rekordmeister Galatasaray 52.000 fanatische Fans auf das letzte Aufgebot der Münchner mit dem nach seinem Palästina-Wirbel genesenen Noussair Mazraoui - und ein Gegner, der "Blut geleckt" hat, wie Tuchels Kollege Okan Buruk droht.
Mit dem überraschenden 3:2 bei Manchester United am zweiten Spieltag hat "Gala" ganz Fußball-Europa und auch die Bayern beeindruckt.
Zumal der deutsche Rekordmeister mit großen Personalsorgen im Hexenkessel Rams Park antritt: Im Abschlusstraining in München am Vormittag, das Tuchel bester Laune leitete, fehlten Abwehrchef Dayot Upamecano, Nationalspieler Leon Goretzka und Neuzugang Raphael Guerreiro.
Kapitän Manuel Neuer und Serge Gnabry übten zwar mit. Doch ihre Plätze waren ebenfalls leer, als der Charterflieger am Montagabend um kurz nach 18:00 Uhr Ortszeit am sommerlich warmen Bosporus landete. An Bord war immerhin Mazraoui, dessen muskuläre Probleme ausgestanden sind - anders als der Ärger um seinen Pro-Palästina-Post.

FC Bayern: Ärger um Mazraoui

Er fordere "sichtbar harte Konsequenzen gegenüber dem Spieler", sagte Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, der "Süddeutschen Zeitung" und appellierte: "Bei einem einfachen Rapport kann es nicht bleiben."
Prompt wurde Trainer Tuchel im noblen "Ballroom I" des Raffles-Hotels zu Mazraoui gefragt. "Wir haben viel mit ihm gesprochen und uns sehr tief und grundlegend mit der Thematik befasst", betonte er und ergänzte bestimmt: "Der Verein und der CEO haben ein Statement herausgegeben, bei dem es bleibt. Nouss ist im Kader und bleibt unser Spieler."
Und zwar angesichts der personellen Probleme ein sehr wichtiger. "Wir haben den Regenerationsprozess bis aufs Äußerste beschleunigt", sagte Tuchel über den Marokkaner: "Wenn er sich sicher genug fühlt, kann er spielen. Medizinisch ist es okay."

FC Bayern mit Rekordserien in der Champions League

Auf der 50-minütigen Busfahrt zum Teamquartier fuhr der Bayern-Tross mit Polizei-Eskorte auch am Stadion vorbei, Tuchel hat dort 2019 mit Paris St.-Germain 1:0 gewonnen. "Es ist extrem emotional, extrem laut", sagte er, aber "wir sind auch nicht ganz grün hinter den Ohren und trauen uns zu, damit umzugehen."
Trotz der angespannten personellen Lage. Tuchel hatte nur zwei Torhüter und 16 Feldspieler in der Maschine, darunter die Youngster Frans Krätzig und Aleksandar Pavlovic. Ob die Rekordserien (36 Gruppenspiele unbezwungen, 15 Siege in der Vorrunde in Folge, darunter sieben Auswärtssiege) unter diesen Umständen halten?
Die heißblütigen Heimfans, die bisweilen mit der Lautstärke von Presslufthämmern (über 130 Dezibel) brüllen, brennen auf den nächsten Coup.

Galatasaray im Pech: Icardi fällt wohl aus

Tuchel gab sich "sehr beeindruckt davon, wie Galatasaray spielt - das ist eine sehr dynamische, sehr schnelle, sehr aggressive Mannschaft". Dennoch: Ihm und den Bayern mangelt es nicht an Selbstbewusstsein. "Wir fühlen uns stark genug, die Gruppe zu gewinnen, das ist unser Ziel."
Routinier Thomas Müller, der vor seinem 500. Scorerpunkt steht, dürfte nach der Verletzung von Goretzka (Mittelhandbruch) in die Startelf rücken und mit Jamal Musiala eine Doppel-Acht bilden. Die zuletzt angeschlagenen Joshua Kimmich und Matthijs de Ligt müssen durchspielen, Tuchel hat keine Alternativen.
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De Ligt: Neuer ist ein "Weltklasse-Torwart''

Quelle: Perform

Galatasaray ist in der Süper Lig noch unbesiegt, hat aber ebenfalls Sorgen: Stürmerstar Mauro Icardi, den Tuchel einst bei PSG trainierte, verletzte sich im Derby gegen Besiktas (2:1) am Knöchel und fällt wohl aus.
Dennoch sieht Trainer Buruk seine Elf mit den früheren Bundesliga-Profis Kaan Ayhan, Angelino und Kerem Demirbay sowie dem wieder einsatzfähigen marokkanischen WM-Star Hakim Ziyech "bereit für ein großes Spiel". Die Fans sind es sowieso.
(SID)
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Tuchel: Icardi ist "ein Vollblut-Stürmer"

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