Robin Gosens von Union Berlin hadert nach Last-Minute-Pleite bei Real Madrid: "Da habe ich den Fußball kurz gehasst"
Robin Gosens schwankte zwischen Stolz und Enttäuschung, hatte das "schönste und hässlichste Gesicht des Fußballs" im Estadio Santiago Bernabéu ausgemacht. Die Last-Minute-Niederlage bei Rekord-Champions Real Madrid hatte bei Königsklassen-Debütant Union Berlin sichtlich Spuren hinterlassen. "Kurz nach dem Abpfiff habe ich den Fußball kurz gehasst", sortierte Gosens seine Gefühle am "DAZN"-Mikro.
Fischer: "Wir können aus diesem Spiel lernen"
Quelle: Perform
Aufopferungsvoll gekämpft, aber die Sensation verpasst.
Union Berlin bot bei seiner Premiere in der Champions League dem übermächtigen Gegner und Rekord-Champion des Wettbewerbs Real Madrid zwar die Stirn, einen Punkt aber gab es letztlich nicht.
1:30 Minuten fehlten dem Bundesligisten zum großen Coup im Estadio Santiago Bernabéu, den Phantom Jude Bellingham in der vierten Minute der Nachspielzeit im Stile einer Tormaschine zunichte machte und den 1:0-Siegtreffer erzielte.
Die Defensive um den Unioner Debütanten Leonardo Bonucci ließ vor allem in der ersten Hälfte kaum Chancen zu, Keeper Frederik Rönnow trieb den haushohen Favoriten mit zahlreichen Paraden schier zur Verzweiflung und auch das Aluminium griff den Köpenickern mehrfach unter die Arme.
"Union war brillant", stellte deswegen auch Matchwinner Bellingham fest.
Die Stimmen zum Spiel:
Robin Gosens (1. FC Union Berlin): "Man hat heute das schönste und das hässlichste Gesicht des Fußballs für uns gleichzeitig gesehen. Kurz nach dem Abpfiff habe ich den Fußball kurz gehasst und gleichzeitig liebe ich ihn über alles, das ist Fakt. Es ist brutal, wenn wir so kämpfen und so eine Leistung auf den Platz zaubern. Wohlwissend, dass wir einige kritische Situationen überstanden haben. Es ist unfassbar brutal, wenn du so kurz vor Schluss ein Tor bekommst. Am Ende ist es scheiße, sagen wir es so, wie es ist."
Urs Fischer (Trainer 1. FC Union Berlin):
… zum Spiel: "Die Mannschaft hat toll verteidigt, aber wir haben es im Vorfeld gesagt, dass nur verteidigen nicht reichen wird. Es hätte fast gereicht, am Ende haben etwa 90 Sekunden gefehlt. Das müssen wir so akzeptieren. Wir nehmen aus diesem Spiel viel mit und wir müssen weiter lernen."
… zum Startelfeinsatz von Leonardo Bonucci (vor dem Spiel): "Es ist wichtig, dass wir Erfahrung auf dem Platz haben, daher habe ich mich für Leo entschieden. Er weiß, was es bedeutet, hier auf dem Platz zu stehen und kann den weniger erfahrenen Spielern sicherlich helfen."
Jude Bellingham (Torschütze Real Madrid): "Union war brillant. Ihre Organisation war großartig. Ich habe drei Jahre lang mit Dortmund gegen Union gespielt und es war immer sehr schwer. Das haben sie heute fortgeführt. Ich habe großen Respekt vor diesem Team und mag ihren Trainer sehr. Wir wussten, dass es schwierig wird und wir bis zum Ende dranbleiben müssen. Bei unseren Spielern und unserer Mentalität wissen wir, dass wir auch spät noch zu Chancen kommen können."
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Rönnow hadert mit Last-Minute-Pleite bei Real: "Ganz bitter"
Quelle: Perform
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