FC Bayern – Bayer Leverkusen – der FCB in der Einzelkritik: Harry Kane brilliert, Neuer-Ersatz Jonas Urbig beklatscht

Der FC Bayern München hat im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Bayer Leverkusen überzeugt und den amtierenden deutschen Meister 3:0 (1:0) aus der heimischen Allianz Arena geschossen. Mann des Spiels war Harry Kane, der durch seinem 30. verwandelten Elfer in Folge einen Doppelpack schnürte. Ebenfalls überragend: die Doppelsechs um Rekonvaleszent Joshua Kimmich und Leon Goretzka.

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Quelle: Perform

Der FC Bayern steht nach dem 3:0 (1:0)-Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Bayer Leverkusen mit einem Bein im Viertelfinale.
Die Münchner präsentierten sich am Mittwochabend von Beginn an scharf und hoch motiviert, den Fluch von sechs sieglosen Spielen zu brechen - und stellte durch Harry Kanes Führungstreffer in der 9. Spielminute früh die Weichen auf Sieg.
Aber nicht nur der Engländer in der Sturmspitze wusste zu überzeugen. Der Rekordmeister zeigte eine rundum geschlossene Mannschaftsleistung.
Der FC Bayern in der Einzelkritik.
Manuel Neuer (bis 58.): Musste nur einen Ball halten, als Frimpong nach einem dicken Fehler von Upamecano plötzlich frei vor ihm auftauchte. Neuer reagierte herausragend. In der 58. Minute musste der Kapitän aufgrund einer Wadenverletzung raus.
  • Note: 2
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Manuel neuer zieht sich Verletzung in der Wade zu

Fotocredit: Getty Images

Konrad Laimer (bis 68.): Musste gegen Wirtz ran – und löste seine Aufgabe hervorragend, indem er den Ausnahmekönner von der Werkself komplett aus dem Spiel nahm. Laimer schaltete sich – aufgrund der wenigen Leverkusener Angriffsversuche – regelmäßig ins Offensivspiel ein, ohne den ganz großen Moment zu haben. Wemutstropfen: eine unnötige Gelbe Karte nach Rudelbildung (39.).
  • Note: 2
Dayot Upamecano: Legte in der 14. Minute unfreiwillig für Frimpong vor und hatte Glück, dass Neuer mit einer Glanzparade das 1:1 verhinderte. Die Szene schien als Weckruf zu dienen, im Anschluss präsentierte sich Upamecano aufmerksam und räumte die wenigen Vorstöße der Rheinländer rigoros weg. 
  • Note: 2
Minjae Kim (bis 89.): Hätte sich vermutlich nicht träumen lassen, dass sein Abend derart beschäftigungslos verlaufen würde. Kim gewann sein einziges direktes Duell und strahlte über die volle Distanz Sicherheit aus.
  • Note: 2,5 
Alphonso Davies: Die Vertragsverlängerung scheint den Kanadier zu beflügeln. Sowohl Frimpong als auch Adli liefen sich immer wieder an Davies fest (100 Prozent gewonnene Zweikämpfe sowie fünf Ballgewinne). Darüber hinaus auch in der Offensive im Duett mit Coman stets auffällig und fleißig. Tadellos.
  • Note: 2
Joshua Kimmich: Nach Wadenverletzung pünktlich zum Kracher wieder fit – und wie. Kimmich gab das passsichere Metronom, gewann 80 Prozent seiner direkten Duelle und zeichnete mitverantwortlich fürs 2:0, weil er es war, dessen Hereingabe Leverkusen-Schlussmann Kovar vor Musialas Füße fallenließ. Verbuchte außerdem die meisten Ballgewinne aller Spieler (8). Auch die Standards des Nationalspielers sorgten immer wieder für Gefahr, beispielsweise, als er eine scharfe Ecke (22.) von der rechten Seite auf Musialas Kopf servierte (Latte). 
  • Note: 2

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Champions League: Joshua Kimmich beglückwünscht Jonas Urbig (r.) beim FC Bayern München

Fotocredit: Getty Images


Leon Goretzka (bis 89.): Profitierte einmal mehr in dieser Saison vom Ausfall Pavlovlics und zeigte einmal mehr, dass der FC Bayern sich glücklich schätzen kann, ihn im Sommer nicht losgeworden zu sein. Spulte sein Programm im Mittelfeld ab und sorgte neben dem spielstarken Kimmich für die nötige Sicherheit.
  • Note: 2,5
Michael Olise: Machte von Beginn an mächtig Dampf über die rechte Seite – und bereitete das 1:0 in herausragender Manier mit einer punktgenauen Flanke vor (9.) – und das mit dem schwachen rechten Fuß. Auch danach war Olise nicht zu packen. Der Neuzugang zahlt die stattliche Ablöse von 53 Millionen Euro mehr und mehr zurück.
  • Note: 2
Jamal Musiala: Tauchte in der 22. Minute erstmals nennenswert auf, als er eine scharfe Kimmich-Ecke aus kurzer Distanz an die Latte köpfte. Eine Art Initialzündung, wie sich herausstellen sollte: Musiala kam immer besser ins Spiel und ließ die Leverkusener mit seinen sehenswerten Dribblings verzweifeln. War zur Stelle, als Kovar patzte (54.) und hätte beinahe noch einen Scorer verbucht. Der eingewechselte Palhinha setzte Musialas Pass nach herrlicher Vorlage aber an die Latte (90.+5).
  • Note: 2
Kingsley Coman (bis 68.): Immer anspielbar auf der linken Seite, immer mit dem Blick nach vorne. Coman war zwar der "unauffälligste" Bayern-Offensivmann, was an diesem Abend keinerlei Kritik sein soll. Im Gegensatz zu Kane, Olise und Musiala blieb der Franzose jedoch ohne Scorer. 
  • Note: 3
Harry Kane: Hatte gegen Leverkusen bislang in vier Spielen erst einmal getroffen, durfte seine Bilanz an diesem Abend aber ordentlich aufpolieren. Netzte erst sehenswert per Kopf und verwandelte in der 75. Minute einen selbst herausgeholten Strafstoß in sicherer Kane-Manier in den Winkel. Der Englänger war allerdings nicht nur vorne überragend, sondern erkämpfte auch den einen oder anderen Ball in der eigenen Hälfte. Überragender Auftritt.
  • Note: 1
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Champions League: Harry Kane (FC Bayern München) jubelt über ein Tor gegen Bayer 04 Leverkusen

Fotocredit: Getty Images

Jonas Urbig (ab 58.): Der ehemalige Kölner feierte ausgerechnet gegen Leverkusen sein Bayern-Debüt – und wurde nach seiner Einwechslung für den verletzten Neuer gleich mit einigen unfreundlichen Gesängen der Gästefans bedacht. Doch das dürfte Urbig völlig egal gewesen sein, vom heimischen Anhang wurde Urbig nämlich bei jeder Aktion mit tosendem Applaus begleitet. Auf seine erste Parade als FCB-Keeper wartet er aber noch, weil Bayer nicht vor sein Tor kam.
  • Note: 3
Leroy Sané (ab 68.): Das Spiel war ein Abbild seiner bisherigen Saison, wartete Sané doch mehrfach mit sehenswerten Dribblings auf. In letzter Konsequenz fehlte dem Angreifer aber – wie so häufig in dieser Spielzeit – die Fortune. Beispielsweise, als er nach feiner Einzelaktion knapp verzog (88.).
  • Note: 3
Josip Stanisic (ab 68.): Rieb sich wahrscheinlich die Augen, weil seine ehemaligen Kollegen, die normalerweise doch so herausragend kicken können, in der Allianz Arena überhaupt nicht ins Spiel fanden. Dementsprechend musste Stanisic hinten auch kaum aushelfen, sondern durfte munter mit nach vorne spielen. Den allzu großen Einfluss aufs Geschehen hatte der Kroate aber nicht mehr.
  • Note: 3
Joao Palhinha (ab 89.): Sollte eigentlich nur absichern, hätte sich aber eigentlich zwingend in die Torschützenliste eintragen müssen. Nachdem sich Musiala brillant an Hincapié vorbeigetankt hatte, brachte er jedoch das Kunststück zustande, den Ball nicht im leeren Tor unterzubringen. 
  • Ohne Note
Eric Dier (ab 89.): Durfte dabei mithelfen, den ungefährdeten Sieg über die Bühne zu bringen.
  • Ohne Note
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