RB Leipzig nach Champions-League-Start punkt- und ratlos: Sorgen um Xavi Simons und schwere Aufgaben vor der Brust

RB Leipzig hadert nach der dritten Niederlage im dritten Champions-League-Spiel mit dem Spielplan - und bangt um seinen Spielmacher. Xavi Simons knickte bei der 0:1-Niederlage gegen Liverpool um und "hat schon Schmerzen", erklärte Marco Rose. Die nächsten Aufgaben bestehen aus Freiburg, Pokal gegen St. Pauli, auswärts in Dortmund und dann die Pflichtaufgabe in Glasgow.

Xavi Simons verlies das Spiel verletzt

Fotocredit: Getty Images

Willi Orban war etwas ratlos. "Gut mitgehalten - aber wieder keine Punkte", fasste der Kapitän von RB Leipzig den Abend zusammen. Nah dran bei Atletico Madrid (1:2), deutlich überlegen gegen Juventus Turin (2:3) - und nun auf Augenhöhe mit dem FC Liverpool.
Die "bittere" Erkenntnis nach dem 0:1 (0:1) gegen die Reds und der dritten Niederlage im dritten Champions-League-Spiel: "Aktuell fehlt da ein bisschen was, um die Top-Teams zu schlagen."
Statt oben mitzuspielen wie in der Bundesliga gerät RB im reformierten Königsklassen-Wettbewerb immer mehr unter Druck.
"Für das direkte Weiterkommen wird es ein bisschen dünn langsam", sagte Orban - aufgeben kommt für den Tabellen-31. von 36 Teams aber nicht in Frage. "Wir wissen auch, dass es drei Top-Gegner waren. Natürlich sind wir nicht zufrieden, aber wir haben noch fünf Spiele und es ist noch alles möglich."

"Der Teamspirit stimmt" - Aber wo klemmt es?

Auch Trainer Marco Rose schüttelte sich nur kurz, immerhin steht dem internationalen Fehlstart der beste Liga-Start der Klubgeschichte gegenüber.
"Fakt ist: Der Teamspirit stimmt. Wir werden versuchen, positive Dinge daraus zu ziehen", sagte der 48-Jährige. Nun hieße es mit Blick auf das Topspiel am Wochenende: "Energetisch, Vollgas, weiter dranbleiben. Next Challenge Freiburg."
Doch im Duell Zweiter gegen Dritter gegen den Sportclub am Samstag (15:30 Uhr im Liveticker) droht Rose ausgerechnet auf Leistungsträger Xavi Simons verzichten zu müssen. Der Niederländer wurde mit einer Knöchelverletzung in der Schlussphase humpelnd vom Platz gestützt.
"Er ist umgeknickt, hat schon Schmerzen", sagte Rose: "Wir hoffen, dass es Xavi gut geht, weil ansonsten droht uns schon ein Substanzverlust."

Orban: "Müssen wir zeigen, dass wir weiterkommen wollen"

Und das vor "toughen Wochen": Freiburg, Pokal gegen St. Pauli, auswärts in Dortmund und dann die Pflichtaufgabe in Glasgow. "Auch wenn es auswärts ist - in einem unglaublichen Stadion mit einer super Atmosphäre - müssen wir zeigen, dass wir weiterkommen wollen", forderte Orban mit Blick auf die Aufgabe bei Celtic. Doch "einfacher" werde der Spielplan nicht, mahnte Torwart Peter Gulacsi.
Mit mehreren Glanzparaden hielt der Ungar das Spiel gegen das Ex-Team des künftigen RB-Chefs Jürgen Klopp lange offen - doch der so lukrativ besetzten RB-Offensive fehlte es an Effizienz. "Vielleicht wollen wir in manchen Situationen zu viel", sagte Gulacsi.
So wie Lois Openda, dem gleich zwei Treffer wegen Abseits aberkannt wurden. Oder beim Gegentreffer von Darwin Nunez (27.), als Gulacsis Vorderleute eiskalt überrumpelt wurden. "Wir haben einmal nicht aufgepasst - und das reicht dann gegen solche Mannschaften auf dem Niveau", sagte Rose.
Nun zählen nur noch Siege. "Umso weniger Spiele es werden, desto mehr steigt der Druck", sagte Rose. Aber, meinte Orban, "in die Play-offs kannst du immer noch kommen und das wollen wir erreichen."
Doch auch die nächsten Gegner bis Weihnachten haben es in sich: Nach dem Auswärtsspiel in Glasgow warten die noch ungeschlagenen Inter Mailand und Aston Villa.
(SID)
picture

Eberl maßregelt Reporter: "Mach den Trainerschein"

Quelle: SID


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung