Borussia Dortmund verliert bei Atalanta Bergamo und scheidet in den K.o.-Playoffs aus der Champions League aus

Borussia Dortmund hat im K.o.-Playoff-Rückspiel der Champions League dramatisch 1:4 (0:2) bei Atalanta Bergamo verloren und ist damit aus der Königsklasse ausgeschieden. Der BVB war nach dem 2:0 im Hinspiel auf dem Weg in die Verlängerung, ehe Schiedsrichter José María Sánchez Martínez in der Nachspielzeit nach Video-Beweis einen Elfmeter verhängte. Diesen verwandelte Lazar Samardzic (90.+9).

Kovac zur strittigen Szene: "Weiß nicht mehr, was ein Elfmeter ist"

Quelle: Perform

Gregor Kobel war fassungslos, auch seine Mitspieler mussten die riesige Atalanta-Party konsterniert über sich ergehen lassen. Borussia Dortmund hat ein fürchterliches Debakel erlebt und ist in der Champions League bereits in den Playoffs gescheitert. Der ganz schwache BVB verlor sein Rückspiel bei Atalanta Bergamo in der Champions League 1:4 (0:2) und gab das 2:0 aus dem Hinspiel noch leichtfertig aus der Hand.
"Am Ende sehr unglücklich, aber auch verdient, nicht weiterzukommen", sagte Kapitän Emre Can bei DAZN: "Es waren schon Kacktore. Das darf nicht passieren. Kein Vorwurf an irgendeinen Spieler, aber wenn du so viele individuelle Fehler machst, dann wird es schwer."
Die bedenklich schlechte Leistung dürfte den Dortmundern mit Blick auf den Bundesliga-Kracher am Samstag (18:30 Uhr im Liveticker) gegen den FC Bayern München große Sorgen bereiten. Auch in der Königsklasse wäre der deutsche Rekordmeister ein möglicher Gegner im Achtelfinale gewesen.
Am Freitag (12:00 Uhr im Liveticker) wird in Nyon ausgelost, doch nun bekommt es Bergamo mit den Münchnern oder dem FC Arsenal zu tun. Dortmund hingegen droht eine weitere titellose Saison, in der Liga beträgt der Rückstand auf die Münchner acht Punkte. Im Pokal war ebenfalls früh Schluss - nun folgte die große Enttäuschung in Italien.

Doppel-Rot für den BVB in der Nachspielzeit

Gianluca Scamacca (5.), Davide Zappacosta (45.) und Mario Pasalic (57.) brachten Atalanta hochverdient auf die Siegerstraße.
Der eingewechselte Karim Adeyemi (75.) verkürzte, bei diesem Stand hätte es Verlängerung gegeben - doch Lazar Samardzic traf per Foulelfmeter noch in der regulären Spielzeit zur Entscheidung.
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Fußball: Karim Adeyemi (Nr. 27, Borussia Dortmund) trifft in der Champions League bei Atalanta Bergamo zum 1:3

Fotocredit: Getty Images

Ramy Bensebaini sah für das Foul an Nikola Krstovic die Gelb-Rote Karte, auf der Bank sah Nico Schlotterbeck zudem glatt Rot, ebenso skurrilerweise der Atalanta-Spieler Giorgio Scalvini (90.+7).

BVB-Ultras verzichten auf Reise nach Italien

Dabei hatte Trainer Niko Kovac sein Team eindringlich gewarnt. Das Weiterkommen sei längst nicht sicher, und der souveräne Sieg aus dem Hinspiel verschaffe ein womöglich trügerisches Gefühl der Sicherheit.
Vom ganz frühen Schock durch Scamacca erholte sich der BVB nicht. Atalanta witterte seine Chance, angefeuert von seinen lauten Fans in diesem kleinen und engen Stadion warf sich Bergamo leidenschaftlich in die Zweikämpfe und dominierte das Spiel.
Dortmund musste hingegen mit deutlich weniger Unterstützung als sonst auskommen. Wegen der scharfen Sicherheitsvorkehrungen und harter polizeilicher Maßnahmen hatten die organisierten Fans auf die Reise in den Norden Italiens verzichtet.

Can startet statt Schlotterbeck - Bensebaini überfordert

Kapitän Emre Can war wieder fit und rückte in die Startelf. Schlotterbeck, der zuletzt zwei Spiele verletzt verpasst hatte, saß auf der Bank. Doch trotz der Rückkehr der beiden Führungsspieler war der BVB mit der Wucht Atalantas überfordert.
Ramy Bensebaini sah früh Gelb und musste fortan gemäßigt in die Zweikämpfe gehen, Can wirkte nicht dynamisch und wurde öfter überlaufen.
Gregor Kobel (24.) verhinderte mit einem starken Reflex gegen Nicola Zalewski den zweiten Gegentreffer. Dortmund hingegen hatte erst nach 27 Minuten seinen ersten Abschluss. Der Kopfball von Serhou Guirassy ging aber deutlich vorbei.

Bensebaini trifft Krstovic im Gesicht

Atalanta blieb besser und gefährlicher. Unmittelbar vor der Pause erhöhte Zappacosta, dessen Schuss Bensebaini unglücklich abfälschte.
Nach der Pause vergab Maximilian Beier (53.) die große Chance auf den Anschluss, dann köpfte Pasalic den Ball freistehend ins Tor. Bensebaini hatte sich bei der Flanke verschätzt.
Kovac brachte Fábio Silva, Carney Chukwuemeka und wenig später auch Adeyemi, um endlich mehr Wucht ins Offensivspiel zu bekommen. Adeyemi traf kurz darauf sehenswert.
Als alles auf eine Verlängerung hindeutete, traf Bensebaini Krstovic im Gesicht.
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(SID)
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