Champions League: Borussia Dortmund ärgert sich über "Kacktore" gegen Atalanta Bergamo - Gregor Kobel untröstlich

Borussia Dortmund ist nach einem dramatischen Ende im K.o.-Playoff-Rückspiel der Champions League gegen Atalanta Bergamo ausgeschieden. Der Knackpunkt beim 1:4 war ein Elfmeter für die Italiener in der Nachspielzeit, im Vorfeld hatte Torwart Gregor Kobel einen fatalen Fehlpass gespielt. Die BVB-Akteure konzentrierten sich aber deutlich mehr auf die schwache Leistung in den 90 Minuten zuvor.

Kovac zur strittigen Szene: "Weiß nicht mehr, was ein Elfmeter ist"

Quelle: Perform

"Es waren Kacktore", sagte Kapitän Emre Can am "DAZN"-Mikrofon und meinte damit vor allem die drei Gegentreffer, die Dortmund beim 1:4 (0:2) vor dem Elfmeterpfiff kassierte.
"Wenn du vier Tore kassierst, dann ist es schwer weiterzukommen", erklärte er weiter. "Kein Vorwurf an irgendeinen Spieler, aber wenn man solche individuellen Fehler macht, dann wird es ganz schwierig. Wir haben auch unsere Chancen nicht genutzt, in der zweiten Halbzeit hatten wir ein paar hundertprozentige. Am Ende ist es unglücklich, aber wir sind verdient ausgeschieden."
Der BVB fuhr mit einem 2:0 im Rücken nach Bergamo, konnte aber an die gute Hinspielleistung nicht anknüpfen. Nach 57 Minuten stand es 0:3 aus Sicht der Dortmunder. Karim Adeyemi (75. Minute) machte den Schwarz-Gelben Hoffnung. Kobels Bock in der Nachspielzeit, der schließlich zum Foul von Ramy Bensebaini an Nikola Krstovic führte, war dann der bittere Schlusspunkt der Partie.
Nach Ansicht der Videobilder entschied der spanische Schiedsrichter José María Sánchez Martínez auf Elfmeter plus Gelb-Rot für Bensebaini. Zudem zeigte er BVB-Ersatzspieler Nico Schlotterbeck glatt Rot. Der Ex-Herthaner Lazar Samardzic verwandelte den fälligen Elfmeter (90.+9) und besiegelte so das frühe Königsklassen-Aus der Dortmunder.

Kobel: "Mein Fehler, tut mir leid für die Jungs"

Während Can auf die ersten drei Gegentore einging und seinen Torwart in Schutz nahm ("Er hat uns so oft gerettet in dieser Saison"), nahm der Keeper die Schuld auf sich. "Mein Fehler. Es tut mir sehr leid für die Jungs, wir hatten eigentlich eine gute Aufholjagd", sagte er enttäuscht.
"Fußball ist manchmal hart. Den muss ich natürlich irgendwie klären, scheißegal wie", sagte Kobel. Doch statt den Ball auf die Tribüne oder in den Nachthimmel zu hauen, spielte der Schweizer den Ball in die Füße von Bergamos Mario Pasalic. Nach dessen Flanke, an der Kobel noch die Fingerspitzen dran hatte, traf Bensebaini dann Krstovic am Kopf - und das Unheil nahm seinen Lauf.
Trainer Niko Kovac wollte keine Schuldzuweisungen machen, auch wenn das letzte Tor "natürlich nicht passieren" dürfe.

Kovav findet den BVB "naiv"

"Wir haben heute kein gutes Spiel gemacht", sagte Kovac. "Wenn du in der Champions League vier Gegentore kassierst, was uns schon öfter passiert ist in dieser Saison, dann ist es schwierig. Wir müssen auch nicht über Elfmeter hin oder her reden. Wir waren nicht richtig da, als wir die Gegentore kassiert haben."
In der Champions League werden solche Fehler eben bestraft. Man sei "naiv" gewesen. "Vier Gegentore sind zu viel. Wir sind heute verdient ausgeschieden. Heute haben wir nicht die Leistung gebracht, um weiterzukommen", meinte der Deutsch-Kroate.
Am Wochenende (Samstag, 18:30 Uhr im Liveticker) geht es schon wieder weiter - der FC Bayern kommt nach Dortmund. Bis dahin heißt es, das Drama von Bergamo zu vergessen. "Wir müssen Wunden lecken", sagte Kovac.
(mit SID)
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Quelle: Perform


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