Drei Dinge, die beim Kantersieg des FC Bayern gegen den FC Brügge auffielen: Lennart Karl ist mehr als ein Riesentalent
Update 23/10/2025 um 09:42 GMT+2 Uhr
Zwölftes Pflichtspiel, zwölfter Sieg. Der FC Bayern war auch beim 4:0 (3:0) in der Champions League gegen den FC Brügge nicht aufzuhalten. Die Münchner sorgten bereits zur Pause für klare Verhältnisse, weil Lennart Karl die Belgier schwindelig spielte und auch die neu gebildete linke Seite mit Konrad Laimer und Luis Díaz nicht zu stoppen war. Drei Dinge, die in der Allianz Arena auffielen.
Kompany würdigt Karl: "Er war immer torgefährlich"
Quelle: Perform
Wieder hüpften sie vor der Südkurve, wieder konnten sie sich feiern lassen. Mit dem 4:0 (3:0) gegen den FC Brügge deklassierte der FC Bayern München den nächsten Gegner.
Die Tore erzielten Lennart Karl (5.), Harry Kane (15.), Luis Díaz (34.) und der eingewechselte Nicolas Jackson (79.).
"Es war eine gute Leistung. Wir hätten vielleicht noch mehr Tore schießen können, aber wir haben zu null gespielt und insgesamt ein sehr gutes Heimspiel gemacht", sagte Trainer Vincent Kompany.
Drei Dinge, die bei Bayern - Brügge auffielen.
1.) Karl ist mehr als ein RiesenTalent
Ein besseres Startelf-Debüt in der Königsklasse hätte es nicht geben können. Lennart Karl bewies bereits in der 5. Minute, warum er als das größte Talent seit langer Zeit beim FC Bayern gilt.
Nach einem Zuspiel von Jonathan Tah drehte er sich um die eigene Achse, nahm Tempo auf, ließ sich von mehreren Gegenspielern nicht stoppen und zog aus rund 18 Metern mit links ab - ein Traumtor.
Karl ist nun Bayerns jüngster Torschütze in der Champions League. Mit 17 Jahren und 242 Tagen ist er 121 Tage jünger als Jamal Musiala bei dessen Premierentor. Zudem ist Karl jüngster deutscher Torschütze der Königsklasse.
Überhaupt war Karl ein Aktivposten. In der ersten Halbzeit brachte er drei Schüsse auf das Tor. Karl begeistert nicht nur aufgrund seiner Spielfreude, sondern auch mit fußballerischen Feinheiten. Alleine sein erster Kontakt nach der Ballannahme ist erstklassig, weil er dadurch sofort Tempo aufnimmt. Kurzum: Das Eigengewächs des FC Bayern ist mehr als ein Talent. Er bewegt sich teilweise schon auf dem Niveau eines Top-Spielers.
"Ich bin einfach so ein Spielertyp", sagte Karl gegenüber "DAZN". "Ich mache meine Abschlüsse. Ich habe keine Angst vor den Gegenspielern. Ich nehme meine Abschlüsse und schieße den Ball rein."
Mittelfeldspieler Aleksandar Pavlović ist von dem Mut des jungen Mitspielers nicht überrascht: "Wie man auf Deutsch sagt, hat er einfach die Eier dazu. Das hat er wieder bewiesen. Er ist ein super Typ. Ich sag immer: Weiter arbeiten, weiter Gas geben. Heute hat er seine Chance genutzt. Das hat er super gemacht."
Als Karl in der 69. Minute ausgewechselt wurde, gab es in der Allianz Arena Standing Ovations. Völlig verdient: Er wurde zum "Man of the Match" gekürt.
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Lennart Karl (r.) jubelt mit Aleksandar Pavlovic und Harry Kane
Fotocredit: Getty Images
2.) Laimer und Díaz sind das neue Traum-Duo auf links
In seinen ersten Spielen im Trikot des FC Bayern hatte Neuzugang Luis Díaz oftmals Josip Stanisic als Partner auf der linken Seite. Teilweise war festzustellen, dass die Abstimmung der beiden noch nicht ganz stimmte, zumal Stanisic sich im Offensivspiel generell etwas zurückhält.
Konrad Laimer, der seit der Verletzung von Stanisic vom Rechts- zum Linksverteidiger umfunktioniert wurde, ist ein gänzlich anderer Spielertyp. Kein Weg ist ihm zu weit, kein Risiko zu groß, um sich vorne einzubringen. Diese Mentalität harmoniert mit der Spielweise von Díaz. Der dominante Auftritt gegen Brügge bewies das eindrucksvoll.
Die Treffer zum 2:0 und 3:0 resultierten aus dem guten Zusammenspiel der beiden. Beim zweiten Treffer passte Díaz auf den links einlaufenden Laimer. Der Österreicher spielte auf den langen Pfosten, sodass Harry Kane den Ball nur noch reinschieben musste. Beim 3:0 legte Laimer per Doppelpass für Díaz auf, der den Ball aus rund zwölf Meter unter die Latte knallte.
"DAZN"-Experte Tobias Schweinsteiger lobte die Verpflichtung von Díaz, denn: "Er passt perfekt in das System. Er hat eigentlich zwei Spieler ersetzt. Er hat Leroy Sane mit seiner Geschwindigkeit und seinem Tiefgang ersetzt und Kingsley Coman als Rechtsfuß auf der linken Seite ersetzt."
Für Kompany ist es eine Luxussituation. Solange der etatmäßige Linksverteidiger Alphonso Davies noch ausfällt, kann Laimer die Position einnehmen, Stanisic dafür nach der Genesung wieder auf rechts wechseln. Aber Vorsicht: Auch dort ist Laimer effektiv. Nach der Auswechslung von Raphael Guerreiro wechselte Laimer auf die rechte Seite und bereitete das 4:0 vor.
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Kongeniales Duo: Luis Diaz und Konrad Laimer
Fotocredit: Getty Images
3.) Bayern gewinnt, weil Gewinnen Spaß macht
Ob Bundesliga, DFB-Pokal oder Champions League - der FC Bayern marschiert durch die Wettbewerbe. In den bisherigen zwölf Pflichtspielen der Saison gab es keine Mannschaft, die den deutschen Rekordmeister vor Probleme stellte.
Dabei scheint es überhaupt keine Rolle zu spielen, welche Startelf Trainer Vincent Kompany auf den Platz schickt. "Alle Spieler, die reinkommen, haben Selbstbewusstsein", sagte Manuel Neuer.
Das Spiel gegen Brügge war früh entschieden. Und dennoch war auffällig, dass Bayern die Konzentration aufrechterhielten. In seltenen guten Momenten versuchte Brügge, den FC Bayern mit langen Bällen vor Probleme zu stellen. Vergangene Saison war dies noch ein vielversprechendes Mittel. Doch selbst das funktioniert jetzt nicht mehr. Jonathan Tah war sofort zur Stelle.
Was das Erfolgsgeheimnis dieser Mannschaft ist? "Ich glaube, wir spielen einfach unser Spiel", sagte Pavlović. "Wie wir das Spiel machen, nach vorne arbeiten, nach hinten arbeiten, zusammen als Team agieren. Das machen wir momentan überragend. Deswegen macht es auch so ein Spaß auf dem Platz."
Torwart Neuer fasste es noch kürzer zusammen: "Der Schlüssel ist, das gewinnen Spaß macht."
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Quelle: Perform
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