Lennart Karl trifft für den FC Bayern München gegen Club Brügge - jüngster deutscher Torschütze der Königsklasse

Ein Zaubersolo, ein linker Hammer in den rechten Winkel - und so schreibt man Fußball-Geschichte: Mit seinem fulminanten Führungstreffer für den FC Bayern München gegen Club Brügge in der fünften Spielminute ist der offensive Mittelfeldspieler Lennart Karl zum jüngsten Torschützen der Münchner und zum jüngsten deutschen Torschützen überhaupt in der Champions League aufgestiegen.

Kompany würdigt Karl: "Er war immer torgefährlich"

Quelle: Perform

Mit seinem Zaubertor riss er Arjen Robben aus dem Sitz, bei seiner Auswechslung erhob sich die Allianz Arena zu Standing Ovations: Angeführt von Super-Bubi Lennart Karl hat der FC Bayern seinem Trainer Vincent Kompany zur Vertragsverlängerung den bestellten Pflichtsieg gegen dessen "Lieblingsgegner" geliefert.
"Nach vorne und nach hinten arbeiten wir als Team im Moment überragend, deshalb macht es so viel Spaß, und den Zuschauern macht es auch Spaß", sagte Aleksandar Pavlovic bei "DAZN". Und kam dann ganz schnell auf den - jungen - Mann des Abends zu sprechen: "Der hat einfach die Eier, das hat er heute wieder bewiesen. Er ist ein super Typ."
Auch Trainer Kompany war begeistert, hatte er Karl doch erst überraschend in die Startelf befördert. "Das ist nicht normal", sagte der Belgier, bremste aber auch: "Ich bin kein Fan von einem Hype, den er jetzt bekommen wird. Ich bin Fan von Ausbildung und Ruhe. Wir schauen darauf, was er zeigt und machen einfach weiter."

Karl löst Musiala ab

Das Ausnahmetalent war bei seinem fulminanten Führungstreffer (5.) mit nur 17 Jahren und 242 Tagen rund vier Monate jünger als Jamal Musiala bei seinem Premierentreffer. Der derzeit verletzte Nationalspieler traf am 23. Februar 2021 beim 4:1 gegen Lazio Rom erstmals.
"Ich bin so ein Spielertyp: Ich nehme meine Abschlüsse, ich habe keine Angst vor dem Gegenspieler. Jetzt habe ich das erste Tor gemacht, jetzt schauen sehr viele auf mich. Aber Druck spüre ich eigentlich gar nicht", sagte Karl.
"Druck auf Leistung ist heute nicht bei ihm", hatte Kompany vor der Partie bei "DAZN" über den Youngster gesagt, der nach dem 2:1 im Bundesliga-Klassiker gegen Borussia Dortmund in die Startelf rotiert war. Was er sich wünschte? "Torgefahr", sagte der Coach - und wurde sofort erhört.
Auch Torgarant Harry Kane (14.) mit seinem 20. Saisontreffer, Luis Díaz (34.) und Joker Nicolas Jackson (79.) ließen Kompany einen Tag nach seiner Unterschrift bis 2029 jubeln.

Bubi Karl der Mann des Spiels

Doch Karl war es, der wegen seinem Zaubersolo samt linkem Hammer in den rechten Winkel die Trophäe für den "Man of the Match" einheimste. Der Teenager war ein ständiger Unruheherd.
Ob auf dem rechten Flügel im Zusammenspiel mit Michael Olise oder als Zehner - immer wieder ließ er seine herausragenden technischen Fähigkeiten aufblitzen. In der 69. Minute wurde Karl ausgewechselt (69.).
"Ich bin sehr glücklich über das Tor, über meine Leistung. Mit der Mannschaft macht es sehr viel Spaß, es klappt einfach alles", meinte er nach der Partie, fing sich selbst aber auch gleich wieder ein: "Ich kann sehr viel lernen. Jetzt auch noch Man of the Match zu werden, ist sehr gut. Aber ich muss weiter arbeiten und nicht denken, dass ich jetzt aufhören kann."
(SID)
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Quelle: Perform


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