FC Bayern trifft nach epischem Duell gegen Real Madrid auf Paris Saint-Germain: Das nächste Monster wartet schon
VonThomas Gaber
Update 16/04/2026 um 18:17 GMT+2 Uhr
Die erste große Schlacht hat der FC Bayern bravourös gemeistert, doch an der nächsten Ecke warten schon Bayer Leverkusen und Paris Saint-Germain. Die Meisterschale steht bereits virtuell in der Vitrine, dafür geht es in den Pokal-Wettbewerben jetzt so richtig ans Eingemachte. Die Münchner sind bereit für weitere Heldentaten - der Gegner in der Königsklasse ist aber nochmal ein anderes Kaliber.
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Quelle: SID
Den Moment ließ sich Joshua Kimmich nicht nehmen. "Ich hatte schon einige Spiele, die emotional in die andere Richtung gingen, daher bin sehr glücklich, dass wir dieses Spiel gezogen haben", sagte Bayerns Mittelfeld-Strippenzieher nach dem epischen 4:3 gegen Real Madrid.
Emotional genoss Kimmich den Abend, rational hinterließ dieser bei ihm aber Zweifel. "Für die Zuschauer war es sicher sehr unterhaltsam, aber beide Mannschaften, beide Trainer, werden nicht ganz zufrieden sein. Das war kein Spiel auf einem hohen Niveau. Wenn man die Leistung anguckt, war das nicht eines unserer besseren Spiele. Es gibt viel zu verbessern, wir haben viele Fehler gemacht", konstatierte Kimmich und meinte damit insbesondere die defensive Vorstellung der Bayern in der ersten Halbzeit.
Das Aufbauspiel war bisweilen schlampig, zudem schwächelten die Bayern bei der Restverteidigung. Nahezu jeder Ball, den Real Madrid an oder in den Strafraum der Münchner spielte, war gefährlich. Die Hausherren hatten zwar mehr Ballbesitz, bekamen aber keine Spielkontrolle. Die Folge: Chaos und drei Gegentore, weil eine Mannschaft mit der Qualität von Real Madrid Nachlässigkeiten gnadenlos bestraft.
"Das Stresslevel war extrem hoch", sagte Aleksandar Pavlovic, "wir haben es in der ersten Halbzeit nicht geschafft, Ruhe in unser Spiel zu bringen." Nach dem Seitenwechsel war der Stressfaktor im Spiel geringer, dafür trieben es die Bayern hinten raus mit zwei späten Toren emotional auf die Spitze.
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Quelle: Perform
PSG marschiert durch die K.o.-Phase der Champions League
"Unsere Mannschaft hat die Qualität und auch die Erfahrung, solche Situationen wie nach den drei Gegentoren zu überstehen", lobte Trainer Vincent Kompany.
Die 180 Minuten gegen Real Madrid waren aber nur ein Vorgeschmack dessen, was nun auf den FC Bayern zukommt: Drei weitere englische Wochen mit zwei K.o.-Duellen bei Bayer Leverkusen im DFB-Pokal und gegen Paris Saint-Germain in der Champions League.
Drei Wochen, in denen die Bayern viel gewinnen - aber auch viel verlieren können. Die Hürden werden nicht niedriger, in der Königsklasse ist der nächste Gegner eher noch höher einzuschätzen als der letzte.
In der Ligaphase trafen beide Mannschaften Anfang November 2025 schon einmal aufeinander, damals siegten die Bayern im Parc des Princes 2:1 und waren bis zur Roten Karte für Luis Díaz klar überlegen. Doch der Formaufbau von PSG erreicht rechtzeitig zur Crunchtime seinen Peak. Der Titelverteidiger gewann in Achtel- und Viertelfinale wie die Bayern alle Spiele (gegen Chelsea und Liverpool) bei einem Torverhältnis von 12:2.
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Kompany vor Duell mit PSG: "Brauchen alles, um da durchzugehen"
"Ich denke, PSG ist die derzeit formstärkste Mannschaft in Europa. Daher treffen jetzt die beiden besten Teams aufeinander", sagte Kimmich. Sein Trainer hält die beide Spiele für "die größten Aufgaben", die es gibt. "Wir brauchen alles, um da durchzugehen. Unser Glaube, das zu schaffen, ist natürlich da", erklärte Kompany, der das Coachen an der Seitenlinie im Hinspiel in Paris am 28. April aufgrund seiner Gelbsperre seinen Assistenten überlassen muss.
Beim Gegner wachsen nach dem 2:0 in Liverpool allerdings die Sorgen vor zwei schmerzhaften Ausfällen. Linksverteidiger Nuno Mendes musste den Platz mit einer Oberschenkelverletzung verlassen, Désiré Doué aufgrund einer Knieblessur. Wie lange die beiden Stammspieler ausfallen, ist noch unklar.
Der Respekt in Frankreich vor dem nächsten Kontrahenten auf dem Weg in Finale nach Budapest am 31. Mai ist so oder so groß. "Abgesehen von ihrem immensen Talent geben diese Bayern nichts her, sie machen keine Zugeständnisse, sie geben niemals auf, und die Lektion, die sie Real Madrid erteilt haben, ist eine Botschaft an den gesamten Kontinent", schrieb die "L'Equipe".
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Kane: "Fühlen uns körperlich stark und mental fit"
Um das Stresslevel aus Bayern-Sicht in überschaubarem Rahmen zu halten, würde ein Appell von Kimmich helfen. "Generell ist es gut, wenn man beide Spiele gegen Real Madrid gewinnt und trotzdem das Gefühl hat, dass man noch was verbessern kann. Aber wir würden gerne mal wieder einen souveränen Sieg einfahren, anstatt Spiele umbiegen zu müssen."
Doch gerade diese Mentalität könnte sich als Faustpfand in zwei zu erwartenden Spielen auf Augenhöhe erweisen. "Wir spielen bislang eine fantastische Saison und haben uns in eine Position gebracht, noch alles gewinnen zu können", sagte Harry Kane. "Das ist der wichtigste Teil der Saison. Wir fühlen uns körperlich stark und mental fit und müssen unser Energielevel hochhalten."
Die nächsten drei Wochen werden zeigen, wie viel Energie die Bayern noch im Tank haben.
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