Tottenham-Trainer Igor Tudor nimmt Keeper Antonin Kinsky nach 17 Minuten vom Platz - so erklärt er die Entscheidung
Update 11/03/2026 um 11:10 GMT+1 Uhr
Tottenham-Keeper Antonin Kinsky erlebte am Dienstag im Achtelfinalhinspiel gegen Atlético Madrid (2:5) einen gebrauchten Abend. Nach nur 17 Minuten wurde der 22-Jährige bei seinem Champions-League-Debüt von Spurs-Interimscoach Igor Tudor beim Stand von 0:3 ausgewechselt. Kinsky verschuldete zwei Gegentore maßgeblich mit, der kroatische Tottenham-Trainer versuchte seine Entscheidung zu erklären.
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Quelle: Perform
"Ich bin seit 15 Jahren Trainer. Das habe ich noch nie getan. Es war notwendig, um ihn und auch das Team zu schützen", meinte Tudor im Anschluss an die Pleite auf der Pressekonferenz.
Seine Entscheidung, den jungen Tschechen ausgerechnet im Achtelfinale der Königsklasse erstmals ins Tor zu stellen, verteidigte er jedoch.
"Nachdem man gesehen hat, was passiert ist, war es sicherlich die falsche Entscheidung. Aber für mich war es richtig, vor dem Spiel darüber nachzudenken, weil die Mannschaft den Wettbewerb wechselte und es der richtige Moment dafür war."
Nach dem chaotischen Start gegen Atlético kam wieder Stammkeeper Guglielmo Vicario auf den Platz. Die wettbewerbsübergreifend sechste Niederlage in Folge für die Spurs konnte aber auch der Italiener nicht verhindern.
Tudor nach nächster Niederlage unter Druck
Kinsky, der zuletzt Ende Oktober 2025 beim 0:2 im League Cup gegen Newcastle United ein Spiel absolviert hatte und am Dienstag mit Tränen in den Augen vom Platz ging, habe sich direkt bei der Mannschaft entschuldigt, so Tudor. Aufmunternde Worte gab es bei der Auswechslung nur von zwei Betreuern, der Trainer sprach erst etwas später mit dem jungen Keeper.
"Er versteht es. Er ist ein sehr guter Torhüter. Es geht nie um nur einen Spieler. Leider sind die Fehler in diesem großen Spiel passiert." Der 47-jährige Kroate hatte erst Mitte Februar vom entlassenen Thomas Frank übernommen.
Doch auch für Tudor läuft es nicht gut. Er ist der erste Tottenham-Trainer, der seine ersten vier Spiele verlor. Zudem kassierte sein Team 14 Gegentore. Doch nach dem Spiel wurde der Interimscoach vor allem für seinen Umgang mit dem jungen Keeper kritisiert.
Tudor für Umgang mit Kinsky scharf kritisiert
"Kinsky hatte 14 schlimme Minuten, daran führt kein Weg vorbei. Selbst das Stadion hatte Mitleid mit ihm. Aber Tudor spricht nicht einmal mit seinem Torwart. Wenn das Personalführung ist, bin ich sprachlos", sagte der ehemalige englische Nationalkeeper Joe Hart bei "TNT Sports".
"Steh' zu deiner Mannschaft, sende eine Botschaft", forderte der 38-Jährige von Tudor. "Nein, er steht da, tut so, als wäre nichts passiert und macht weiter." Er sei "zutiefst erschüttert über das, was dem Jungen widerfahren ist", so Hart. "Diese Tottenham-Mannschaft ist im Moment völlig aus dem Gleichgewicht."
Auch Torwart-Legende Peter Schmeichel schimpfte bei "CBS": "Du hättest ihn wenigstens bis zur Halbzeit drauf lassen müssen. So hat er (Tudor, d. Red.) seine Karriere komplett zerstört. Ich fühle wirklich mit ihm."
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Quelle: Perform
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