Juve-Coach Sarri von Cristiano Ronaldo im Pokalfinale enttäuscht

Juve-Trainer Maurizio Sarri zeigte sich nach dem verlorenen Pokalfinale gegen den SSC Neapel (2:4 n.E.) von Cristiano Ronaldo enttäuscht. "Ronaldo, Dybala und unseren Solisten fehlt ein wenig Form, um Druck zu machen und die Gegner auszuschalten", meinte der 61-Jährige auf der Pressekonferenz. Die Mannschaft könne aufgrund der "körperlichen Verfassung nicht mehr geben", so Sarri weiter.

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Der Trainer der Alten Dame nahm seine Spieler aber auch etwas in Schutz. Diese mangelnde Fitness "scheint im Moment ziemlich normal zu sein", erklärte Sarri. Nach rund drei Monaten Pause wegen des Corona-Virus sei es nachvollziehbar, "dass so etwas geschieht".
Doch der Italiener hatte im Finale wohl vor allem von Superstar und Fitness-Fanatiker Ronaldo mehr erwartet. Sarri meinte zur Leistung von CR7: "Wie Dybala und Douglas Costa fehlte Ronaldo das gewisse Etwas, das es ihm ermöglichen würde, ein bisschen mehr zu machen."
Ex-Bayern-Star Luca Toni wurde da noch deutlicher. "Es ist eine Niederlage, die auch die Unterschrift von Cristiano Ronaldo trägt", sagte der 43-Jährige bei "Rai Uno". "Er ist körperlich in Schwierigkeiten und kann nicht einmal einen Mann umdribbeln", beklagte der ehemalige Stürmer.
Auch von den Medien wurde der 35-Jährige zum Sündenbock abgestempelt. "CR7 glänzt nicht. Ronaldo muss einen Negativrekord in seiner Karriere einstecken. Mit Juve hat der Portugiese bereits zwei Finalspiele in Serie verloren", kommentierte "Tuttosport" nach der Niederlage.

Ronaldo von Medien kritisiert

Vor der Pleite gegen Napoli hatte Juve im vergangenen Dezember bereits das Supercupduell gegen Lazio verloren. "Ronaldo verlangt Privilegien und das Recht auf jeden Schuss, er hat aber noch nicht begriffen, dass er nicht mehr bei Real Madrid ist", kritisierte die "Gazzetta dello Sport".
So behielt Neapel um Diego Demme die Oberhand. Der Ex-Leipziger erntete dann auch mediales Lob. "Er ist ein guter Regisseur und hätte fast einen Treffer erzielt, Gianluigi Buffon verhinderte aber das Tor", urteilte die "Gazzetta".
Sarri wiederum betonte, er sei von der gesamten Juve-Mannschaft "enttäuscht". Es sei aber besser erst einmal ruhig zu bleiben. "Wir werden später oder morgen früh darüber sprechen", so Sarri.
Im Pokal-Finale hatte es nach 90 Minuten 0:0 gestanden. Ohne Verlängerung ging es direkt ins Elfmeterschießen, wo Juventus schon die ersten beiden Elfmeter vergab. Der entscheidende Treffer für die Neapolitaner zum 4:2 gelang dem Ex-Leverkusener Arkadiusz Milik.
Ronaldo hätte als letzter Juve-Spieler zum Elfmeter antreten sollen, doch da war das Finale bereits entschieden.
(mit SID)
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