Thomas Tuchel kriegte sich auf der Bank gar nicht mehr ein. Immer wieder schimpfte der Trainer von Paris Saint-Germain über die harte Gangart von Gegner AS Saint-Étienne, sodass ihm mehrfach der Mundschutz herunterrutschte.

Im Finale des Coupe de France sah Tuchel, wie seine Spieler von Beginn an hart unter Druck gesetzt wurden. Häufig wussten sich die Akteure von St. Étienne nur mit Fouls zu helfen.

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So auch in der 26. Minute: Loic Perrin grätschte PSG-Star Kylian Mbappé von der Seite um. Dabei knickte der Weltmeister unglücklich mit dem rechten Fuß um und musste behandelt werden.

Bitterer Abend für Mbappé und Perrin

Auf dem Feld entwickelte sich indes eine Rudelbildung, in dessen Folge gleich fünf Spieler die Gelbe Karte sahen. Übeltäter Perrin wurde zunächst auch mit Gelb bestraft, ehe Schiedsrichter Amaury Delerue sich nach Ansicht der Szene doch für Rot entschied. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung.

Kylian Mbappé (Mitte) muss unter Tränen runter

Fotocredit: Getty Images

Ein bitteres Ende für beide involvierten Akteure: Während Mbappé unter Schmerzen und Tränen den Rasen verlassen musste, war es für Kapitän Perrin auf der anderen Seite wahrscheinlich das letzte Spiel seiner Karriere. Der 34-Jährige wird den Verein verlassen und vieles deutet auf ein Karriereende hin.

Mbappé im Gespräch mit Macron

Eine Diagnose bei Mbappé steht noch aus. Der Angreifer kehrte in der zweiten Halbzeit auf Krücken und mit einer Schiene am Sprunggelenk auf die Bank zurück.

"Es hat ein bisschen geknackt", konnte man Mbappé bei der Pokalübergabe zu Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagen hören. Der Spieler war aber hoffnungsvoll, nicht länger auszufallen: "Ich glaube nicht, dass der Knöchel gebrochen ist."

Am Ende zitterte sich PSG dank eines Treffers von Neymar in der 14. Minute zum Pokal-Sieg, wird sich aber deutlich steigern müssen, will man am 31. Juli auch den Ligapokal gegen Olympique Lyon und das Finalturnier der Champions League in Lissabon gewinnen.

Tuchel kritisiert St. Etienne

Thomas Tuchel äußerte sich indes kritisch über die Gangart des Gegners, der schon in beiden Ligaspielen gegen PSG Platzverweise kassiert hatte.

"Wir haben dreimal gegen St. Etienne gespielt, es gab drei Rote Karten - und das jedes Mal in den ersten 30 Minuten, nicht etwa gegen Ende, wenn man müde ist", sagte Tuchel. "Heute hat es mit Neymar angefangen und bei Kylian aufgehört. Und ich kann nicht verstehen, warum wir drei Gelbe Karten für ihr Foul sehen."

Neben Rotsünder Perrin waren zudem die ASSE-Profis Jessy Moulin und Romain Hamouma sowie die PSG-Akteure Mitchel Bakker, Leandro Paredes und Marco Verratti im Anschluss an die Tumulte auf dem Platz mit Gelb verwarnt worden.

Insgesamt zückte Schiedsrichter Delerue zehn Mal Gelb (davon vier gegen PSG) und einmal Rot.

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