Shootingstar Erling Haaland, der Dortmund gemeinsam mit Jadon Sancho mit je zwei Toren im Endspiel gegen RB Leipzig zum fünften Pokalsieg der Vereinsgeschichte schoss, hat schließlich für diesen Transfersommer keine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag verankert.
Dass Haaland danach strebe, in der Champions League zu spielen, könne er ja nun im BVB-Trikot noch selbst verwirklichen.
"Wir haben es in der eigenen Hand. Wir haben sieben Spiele in Folge gewonnen, jetzt müssen wir eben neun draus machen", sagte Hans-Joachim Watzke bei "Sky".
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Das Nein zu einem Haaland-Transfer bleibe aber auch bestehen, wenn Dortmund in der Bundesliga nicht das Minimalziel Platz vier und damit die Königsklasse erreicht.

BVB will notfalls Schulden machen

"Wir haben den klaren Wunsch, dass er bei uns bleiben soll – egal, ob wir nächstes Jahr Europa League oder Champions League spielen", stellte der BVB-Geschäftsführer klar.
Finanziell habe es Dortmund jedenfalls trotz der wirtschaftlichen Einbußen durch die Coronavirus-Pandemie nicht nötig, das drohende Verpassen der Champions League durch Haaland-Millionen zu kompensieren – selbst wenn man dann Schulden machen müsste.
"Wir haben den Verein die ganzen Jahre so solide geführt, dann müssen wir halt mal ein paar Kredite aufnehmen, wenn wir ins zweite, ins dritte Coronajahr gehen", sagte Watzke: "Irgendwann werden wir die auch zurückzahlen. Es gibt überhaupt keine wirtschaftliche Notwendigkeit, Erling zu verkaufen – egal, ob wir uns für die Champions League qualifizieren oder nicht."

Haaland wie Dembélé? Eher nicht

Befürchtungen, dass der Spieler selbst damit nicht einverstanden sein und seinen Abschied forcieren könnte, habe Watzke in seiner Position immer, beteuerte er: "Der Spieler muss davon auch einigermaßen überzeugt sein."
Es gebe Spieler, "die machen dann Theater und dann kannst du auch so eine Gruppe zerschießen – aber das ist niemals Erling Haaland", sagte Watzke, sich möglicherweise an den unrühmlichen Abgang von Ousmane Dembélé Richtung FC Barcelona 2017 erinnernd.
Bei Haaland sehe er diese Art von Problemen allerdings nicht auf den BVB zukommen. "Wenn ich sehe, wie er auf der Tribüne mitgegangen ist letzte Woche gegen Leipzig, habe ich nicht das Gefühl, dass er seinen Abgang vorbereitet", sagte der 61-Jährige: "Das kriegen wir, hoffe ich mal, hin."

Watzke mit Spitze gegen Leipzig

Im übrigen habe der BVB in den letzten zwei Saisonspielen noch die Chance, aus einer lange durchwachsen aussehenden Saison eine gute zu machen.
"Wenn wir die Champions-League-Quali schaffen, DFB-Pokalsieger sind und im Viertelfinale der Champions League waren, dann war es für uns eine gute Saison – da müssen wir doch nicht drüber reden. Aber das hängt jetzt alles an zwei Spielen", so Watzke, der im übrigen große Genugtuung nach dem Sieg über die Emporkömmlinge aus Leipzig verspürte:
"Vielleicht wird jetzt mal wieder damit aufgehört zu erzählen, dass wir nicht mehr die Nummer zwei im deutschen Fußball sind."
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