Vor dem Halbfinale zwischen Hannover 96 und RB Leipzig hofften die Niedersachsen auf eine weitere Sensation wie schon im Achtelfinale, als der Zweitligist den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach aus dem Turnier kegeln konnte. Zu Beginn der Partie sah es tatsächlich danach aus, als ob die lautstarke Kulisse der hemischen HDI Arena die Gastgeber dabei unterstützen könnte.
Doch bereits nach wenigen Minuten übernahm Leipzig die Kontrolle über das Spiel und drängte Hannover in die Defensive. Wenig später sorgte dann Leipzigs Torjäger der Stunde, Christopher Nkunku, für die Führung. Nach einem Konter startete der Franzose in die Spitze, verarbeitete einen Pass exzellent und netzte links unten zum 1:0 ein (17.).
Es dauert nur weitere fünf Minuten, ehe Josko Gvardiol die Abwehr der 96er mit einem Weltklasse-Steilpass entzauberte und wieder Nkunku auf die Reise schickte. Dieser überspielte Ron-Robert Zieler und den Abwehrspieler gleichermaßen elegant und schob cool zum 2:0 ein (22.).
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Unmittelbar vor der Pause hätte Benjamin Henrichs beinahe noch auf 3:0 erhöht, doch sein Schuss strich aus kurzer Distanz nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (44.).
Hannover war in der ersten Halbzeit weitgehend abgemeldet und beschränkte sich auf die Defensive. Es dauerte bis zur 50. Minute, ehe Niklas Holt einen ersten Abschluss wagte, aber der unkonventionelle Volley des Schweden stellte Peter Gulácsi vor keine großen Probleme (50.). In der Folge wachten die Hausherren ein wenig auf, aber auch die wenigen Kontermöglichkeiten, die sich den Norddeutschen boten, konnten nicht zielstrebig zu Ende gespielt werden.
RB Leipzig dagegen bewies einmal mehr Qualität im Abschluss und kam durch eine Co-Produktion von Konrad Laimer und André Silva zum 3:0. Der Österreicher und der Portugiese kombinierten wunderbar per Doppelpass, ehe Laimer aus kurzer Distanz per Direktabnahme in die lange Ecke veredelte (67.). Kurze Zeit später holte sich dann auch Silva seinen Treffer ab: Nach einer abgefälschten Flanke von Angeliño, die sich unhaltbar hinter Zieler aufs Tor senkte, drückte Silva den Ball über die Linie (73.).
In der Schlussviertelstunde schöpften beide Teams ihr Wechselpotenzial voll aus, was spürbar Schwung aus der Partie nahm. Hannover gelang es trotz der anhaltenden Unterstützung des Publikums nicht mehr, den Ehrentreffer zu erzielen. Leipzig verwaltete das Ergebnis und steht hochverdient im Halbfinale des DFB Pokals.

Die Stimmen:

Christoph Dabrowski (Trainer Hannover 96): "Man muss klar anerkennen, dass Leipzig heute die bessere Mannschaft war. Wir sind sehr enttäuscht über das Ergebnis, denn wir konnten nicht das umsetzen, was wir uns für heute vorgenommen haben."
Kevin Kampl (RB Leipzig): "Wir haben in letzter Zeit die Sicherheit im eigenen Spiel zurückgewonnen. Auswärts zu spielen ist immer schwierig und auch der Platz hat es uns nicht einfach gemacht. Aber wir haben gut gearbeitet und heute hochverdient gewonnen. Jetzt muss unser Ziel sein, ins Finale nach Berlin zu kommen."
Konrad Laimer (RB Leipzig): "Wir haben von Anfang an den Willen zum Weiterkommen gezeigt. Obwohl das Ergebnis deutlich ist, war es ein hartes Stück Arbeit für uns. Der Sieg war am Ende hochverdient."

Der Tweet zum Spiel:

RB Leipzig überzeugte mit einer beeindruckenden Leistung gegen Hannover 96 und steht hochverdient im Halbfinale. Nachdem zahlreiche Topteams der Bundesliga bereits ausgeschieden sind, manifestiert sich RB mehr und mehr als Titelfavorit des diesjährigen Pokalwettbewerbs.

Das fiel auf: Der Rasen in der HDI Arena

Bereits vor Anpfiff wies der Rasen im Stadion von Hannover aufgrund der hohen Beanspruchung in letzter Zeit einige Schäden auf. Im Laufes des Spiels taten sich klaffende Löcher im Grün auf, mit denen die Spieler beider Teams wiederholt haderten.

Die Statistik: 25

25 Tore hat Christopher Nkunku in seinen 37 Pflichtspielen für RB Leipzig in dieser Saison bereits erzielt. Der Franzose bleibt ein Erfolgsgarant für die Roten Bullen und steuerte auch heute zwei sehenswerte Treffer bei.
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