SC Freiburg feiert Trainer Christian Streich und träumt nach Halbfinal-Einzug vom ersten Titel: "Wunderbar"

Nach einem hart erkämpften Last-Minute-Sieg in der Verlängerung beim VfL Bochum ist der SC Freiburg am Mittwochabend ins DFB-Pokal-Halbfinale eingezogen. Für Freiburgs Cheftrainer Christian Streich bietet sich nun die Chance nach drei Pokalsiegen mit den A-Junioren auch mit den Profis das Pokal-Endspiel zu erreichen. Es wäre ein historisches Ereignis für den Klub aus dem Breisgau.

Christian Streich (SC Freiburg)

Fotocredit: Getty Images

Als seine Spieler längst verschwunden waren, lief Christian Streich zu den Freiburger Fans und feierte allein mit ihnen. "Ich bin rübergerannt, weil sie meinen Namen gerufen haben", berichtete der Trainer des Sportclubs nach dem Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals schmunzelnd, "da wollte ich nicht unhöflich sein."
Der 56-Jährige steht eigentlich nur ungern im Mittelpunkt, "ich hab' mich ja entschieden, Mannschaftssport zu machen", sagte er nach dem hart umkämpften 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung beim Aufsteiger VfL Bochum.
Und doch richteten sich alle Blicke auf den Erfolgstrainer, der in seinem elften Jahr als Chefcoach vor seinem größten Coup steht. In der Bundesliga ist die Teilnahme an der Champions League in Reichweite, im Pokal fehlt nach dem Last-Minute-Tor von Roland Sallai (120.) nur noch ein Sieg zum ersten Endspiel in der Vereinsgeschichte.
Wie groß der Traum von Berlin sei, wurde Streich deshalb gefragt. "Ein Traum ist immer gleich groß bei mir, wenn ich träum'", antwortete er und fügte an: "Ich sollte nicht so viel träumen, das sollten andere Leute machen. Ich sollte schauen, dass ich anständig arbeite."

Streich: "Ich hab' keine Ahnung, wann das Halbfinale ist"

An der Qualität seiner Arbeit besteht keinerlei Zweifel. Seit seinem Amtsantritt am 29. Dezember 2011 hat der Metzgersohn mit Lehramtstudium eine Ära in Freiburg geprägt, die auf ihren Höhepunkt zusteuert. Weil Bayern München und Borussia Dortmund längst ausgeschieden sind, ist die Chance so groß wie nie, einen Titel zu holen.
Dreimal schon hat Streich den DFB-Pokal gewonnen - mit den Freiburger A-Junioren. Jetzt ist für die Profis Berlin nur noch eine Runde entfernt. "Das ist wunderbar", sagte der Kulttrainer. Auf das Endspiel am 21. Mai blickt er aber noch nicht. "Nee, ich schiel' nicht", antwortete er in der "ARD" auf die entsprechende Frage lachend. Auch mit der nächsten Runde hat er sich noch nicht beschäftigt, "ich hab' keine Ahnung, wann das Halbfinale ist".
Am 19. und 20. April geht es um den Einzug ins Finale. Bob-Olympiasiegerin Laura Nolte zieht am Sonntag in der ARD-Sportschau (19:15 Uhr) den Freiburger Gegner, der entweder RB Leipzig, Union Berlin oder Hamburger SV heißen wird.
Vor neun Jahren, in Streichs erster kompletter Saison als SC-Cheftrainer, scheiterte Freiburg in dieser Runde am VfB Stuttgart. Und am Ende hieß der Pokalsieger FC Bayern. Das wird so diesmal nicht passieren.
(SID)
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Quelle: Perform

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