Eurosport
FC Bayern sichert sich den Supercup: Auch Sadio Mané trifft bei Tor-Spektakel gegen RB Leipzig
Von
Publiziert 30/07/2022 um 22:31 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern hat den ersten Titel der neuen Saison geholt, musste nach einer doppelten Drei-Tore-Führung beim 5:3 (3:0) gegen RB Leipzig am Ende aber mächtig zittern. Musiala, Neuzugang Mané und Pavard hatten eine komfortable Führung für den Meister herausgeschossen, im zweiten Durchgang verkürzten die Roten Bullen allerdings kurz vor Schluss auf 3:4, ehe Sané den Schlusspunkt setzte.
Der FC Bayern ist Supercup-Sieger
Fotocredit: Getty Images
Im ersten Pflichtspiel der Saison spielten der FC Bayern München und RB Leipzig gleich Mal den ersten Titel der neuen Spielzeit aus – den DFL-Supercup. In Leipzig dominierte der Meister aus München den Pokalsieger aus Sachsen von Beginn an.
Folglich ging der Rekordmeister relativ früh in Führung. Nach einer Bayern-Ecke bekam RB den Ball nicht geklärt. Konrad Laimer konnte den Ball im Strafraum nicht kontrollieren, sodass der nachsetzende Lucas Hernández das Spielgerät nach rechts zu Jamal Musiala rüberspitzeln konnte. Der Youngster zögerte nicht lange und traf mit einem trockenen Rechtsschuss flach ins lange Eck zur Führung (14.).
Der Torschütze war es auch, der eine knappe Viertelstunde später das 2:0 einleitete. Nach einem Ballgewinn im Spielaufbau der Leipziger steckte Musiala im richtigen Moment auf Serge Gnabry durch, der von links perfekt ins Zentrum querlegte, wo Königstransfer Sadio Mané nur noch den Fuß hinhalten musste (31.).
Leipzig war komplett von der Rolle. Mehr als ein Abseits-Tor durch Nkunku kurz nach dem Rückstand (16.) und einem Szoboszlai-Freistoß aus spitzem Winkel (34.) – der Neuer aber vor keine Probleme stellte – gelang der sonst so gefährlichen Offensive im ersten Durchgang nicht. Stattdessen kam es sogar noch schlimmer: Kurz vor der Pause markierte Benajmin Pavard – der bei einer Ecke mitaufgerückt war – nach Zuspiel von Musiala das 3:0 (45.). Kurz danach war Halbzeit.
Tedesco reagierte kurz nach der Pause auf die bis dato schwache Leistung seines Teams und brachte Dani Olmo für Kevin Kampl (52.) und Andre Silva für Emil Forsberg (54.) – die Wechsel sollten etwas bewirken.
Nur zwei Minuten nach seiner Einwechselung setzte Silva einen Kopfball nach einer Ecke von Dominik Szoboszlai an den Querbalken (56.). Drei Minuten später klappte es dann besser: Nkunku schlug einen Eckstoß von der linken Seite an den zweiten Pfosten, Marcel Halstenberg platzierte seinen Kopfball sehenswert zum 1:3 im oberen linken Eck (59.). Die Bayern antworteten nur sieben Minuten später: Gnabry traf, nachdem Thomas Müller an Peter Gulacsi gescheitert war und Klostermanns Klärungsaktion mislang (66.).
Damit aber nicht genug: Nachdem Mané Gulacsi aus Abseitsposition per Lupfer überwunden hatte (69.) und der Treffer nicht zählte, verkürzte Nkunku mit einem satten Strafstoß auf 2:4 (77.). Pavard hatte zuvor Olmo im Strafraum von den Beinen geholt.
In der Schlussphase kamen Mathijs de Ligt (78. für Dayot Upamecano) und Noussair Mazaroui (78. für Pavard) zu ihren Premieren-Einsätzen für den FCB und erlebten hautnah mit, wie der eingewechselte Olmo aus spitzem Winkel in der 89.Minute den 3:4-Anschluss markierte (89.).
Das letzte Wort in einer turbulenten Schlussphase hatte aber der FCB in Person von Leroy Sané, der in der achten Minute der Nachspielzeit Gulacsi ausspielte und zum 5:3 Endstand traf (90.+8).
Die Stimmen
Serge Gnabry (FC Bayern München): "Im Endeffekt sind wir glücklich über den Titel. Die erste Halbzeit war überragend, da haben wir gar nichts zugelassen. In der zweiten Halbzeit macht Leipzig dann ein Tor und bekommt Aufwind. Wir dürfen es nicht zulassen, dass der Gegner dann nochmal so zurückkommen kann. (…) Wir haben uns viel vorgenommen. Wir wollen die Meisterschaft verteidigen, den Pokal gewinnen und in der Champions League so weit kommen, wie es geht. Für uns war es wichtig, mit einem Titel in die Saison zu starten."
Domenico Tedesco (Trainer RB Leipzig): "Bayern München hat aufgrund der ersten Halbzeit verdient gewonnen. Sie haben ihre Stärken gut ausgespielt. Was die für pfeilschnelle Spieler auf den Flügeln haben ist Wahnsinn. In der Halbzeit haben wir dann umgestellt und wollten zurückkommen. Ich glaube am Ende waren wir dem 4:4 sogar näher, als Bayern dem 5:3.Trotzdem müssen wir uns noch steigern."
Der Tweet zum Spiel
Bildet sich da etwa ein neues geniales Duo? Jamal Musiala überragte zum Saisonstart gegen RB Leipzig und war an gleich drei Treffern beteiligt (ein Tor, eine Vorlage, ein Tor eingeleitet). Mané feierte zudem in der 31. Spielminute seinen Premierentreffer für die Münchner.
Das fiel auf: Bayern erst dominant, dann schwammig
Der FCB dominerte die Partie im ersten Durchgang komplett. Zeitweise konnten die Münchner Ballbesitzanteile um 70% verbuchen. Auch die Passquote war entsprechend hoch (ca. 90%). Dies führte dazu, dass RB weitestgehend hinterher lief. Besonders den quirligen Musiala bekam die Leipzig-Defensive nicht in den Griff.
Die Wechsel von Tedesco nach der Pause brachte dann beinahe die komplette Kehrtwende. Leipzig agierte nun zielstrebiger und mit mehr Tempo. Nkunku bekam die nötige Unterstützung, die dem Franzosen im ersten Durchgang fehlte. Während Bayern in der Offensive brillierte, konnte RB immer wieder große Lücken in der Bayern-Defensive reißen. Die Verteidigung der Münchner ist noch nicht so sattelfest wie erwartet.
Die Statistik: 10
Durch den 5:3-Sieg über RB Leipzig holt der FC Bayern den insgesamt 10. Supercup der Vereinsgeschichte – Glückwunsch! Für RB Leipzig wäre es der erste Gewinn des Supercups gewesen.
Das könnte Dich auch interessieren: City versenkt: Liverpool schnappt sich ersten Titel der Saison
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung