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Christian Eriksens behandelnder Arzt zuversichtlich: "Er kommt wieder auf die Beine"
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Publiziert 13/06/2021 um 15:56 GMT+2 Uhr
Der Kardiologe Jesper Kjärgaard ist zuversichtlich, dass Christian Eriksen nach seinem Zusammenbruch im EM-Spiel am Samstag gegen Finnland (0:1) wieder vollständig gesund wird. "Ich denke, er wird auf jeden Fall wieder auf die Beine kommen. Wenn es ein Herzinfarkt war, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass er bereits bei Bewusstsein ist", sagte der Mediziner dem dänischen Sender "TV2".
Christian Eriksen
Fotocredit: Getty Images
Jesper Kjärgaard behandelt den Profi von Inter Mailand im Kopenhagener Rigshospitalet
"Wir untersuchen, ob ein Herzstillstand zu seiner Bewusstlosigkeit geführt hat", erklärte der Arzt: "Das Bild, das wir jetzt haben, stimmt damit überein. Es werden noch weitere Untersuchungen durchgeführt, Eriksen wird noch einige Tage im Krankenhaus bleiben müssen.
Herzinfarkte seien bei Personen im Alter des 29-jährigen Christian Eriksen selten, obwohl sie manchmal bei Spitzensportlern vorkommen.
"Es gibt Sportler, die Blutgerinnsel im Herzen bekommen oder Herzrhythmusstörungen haben. Dies ist schwer zu erkennen, kann aber durch anstrengendes Training verursacht werden", sagte der Mediziner: "Wenn ein Blutgerinnsel im Herzen vorhanden ist, wird es normalerweise von Brustschmerzen und anderen Anzeichen begleitet. Bei Herzrhythmusstörungen gibt es keine Warnzeichen und die Person wird sofort bewusstlos."
DFB-Teamarzt lobt Hilfekette: "Scheint mir gut definiert"
DFB-Mannschaftsarzt Tim Meyer äußerte sich am Sonntag positiv über die Hilfekette. "Das hat vor Ort sehr gut funktioniert. Man hat das Leben retten können durch schnelle und adäquate Reaktion. Diese Kette scheint mir gut definiert", sagte Meyer, der auch Vorsitzender der medizinischen Kommission der UEFA ist, einen Tag nach dem Vorfall im Teamquartier in Herzogenaurach.
Zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen einzuführen oder andere Konsequenzen aus dem Fall zu ziehen hält Meyer nicht für nötig. "Man kann nicht mehr tun, als einen Notarzt am Spielfeldrand zu positionieren", sagte er. Eine gewisse Zeitverzögerung scheine ihm in solchen Fällen "unvermeidlich". Es gehe beim Profifußball aber deutlich schneller als bei einem Zusammenbruch einer Person zum Beispiel beim Einkaufen.
Konkret auf den deutschen Fußball bezogen betonte Meyer: "Wir werden diese Fälle nie gänzlich vermeiden können, sind aber mit unserem System sehr, sehr gut aufgestellt." Wenn er aus Sicht eines Wissenschaftlers spreche, "könnte man sagen: Wir machen zu viel. Die Empfehlungen auf europäischer Ebene liegen weit unter dem, was wir tun".
Rüdiger: "War ein Schock für uns alle"
Auch die deutsche Mannschaft hatte der Zusammenbruch Eriksens erschüttert. "Das war ein Schock für alle", sagte Nationalspieler Antonio Rüdiger am Sonntag im Teamquartier in Herzogenaurach. Auch Lukas Klostermann sprach von einem "absoluten Schockmoment" und betonte: "Das sind Bilder, die man erst mal verarbeiten muss."
Genau dies geschah laut dem Teamarzt noch am Samstagabend und bis in den Sonntag hinein. Bei einer "ganzen Menge an Gesprächen" sei den Stars ein Hilfsangebot gemacht worden - auch von Sportpsychologe Hans-Dieter Hermann. So tauschte sich Bundestrainer Joachim Löw vor dem Training am Morgen eine gute Viertelstunde mit Hermann aus.
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Eriksen: Dänemarks Teamarzt schildert dramatische Szenen
Quelle: Perform
Auch die Spielern hätten "viel Informationsbedarf" gehabt, berichtete Meyer. Sie, aber auch die Trainer und Betreuer seien "am Anfang sichtlich von den Eindrücken geschockt" gewesen. "Die Tatsache, dass Christian Eriksen wohlauf zu sein scheint, hat uns sehr weitergeholfen aus der Situation heraus", betonte der Mediziner. Dies bestätigten Rüdiger und Klostermann.
DFB-Elf schickt Genesungswünsche
Die Spieler und Löw hatten sich in ihrem fränkischen EM-Camp am Samstagabend vor einer Leinwand versammelt, die ein Bild Eriksens zeigte. "Lieber Christian Eriksen, wir sind in Gedanken bei Dir und wünschen Dir gute Besserung", hieß es auf den DFB-Kanälen im Internet.
Auf dem Bild reckten Löw und seine Spieler den Daumen nach oben. Einige der Profis richteten über die Sozialen Medien ihre Genesungswünsche aus, Rüdiger wünschte vor allem Eriksens Familie "viel Kraft".
Eriksen war kurz vor der Halbzeitpause im Parken-Stadion von Kopenhagen zusammengebrochen, Notärzte und Sanitäter retteten sein Leben mit einer Herzdruckmassage. Im deutschen Quartier gab es nach dieser Szene einen Moment der Stille. Der 29-Jährige ist in stabilem Zustand und liegt im Krankenhaus.
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(SID)
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Emotionales Statement: Hjulmand erklärt Spielfortsetzung
Quelle: Perform
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