Leroy Sané sieht bei Österreich gegen Deutschland nach Tätlichkeit im Testspiel glatt Rot - ein Ausraster mit Folgen

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich am Dienstag im Nachbarschaftsduell mit Österreich blamiert (0:2). Für den negativen Höhepunkt des Abends sorgte dabei Leroy Sané, der sich zu einer Tätlichkeit gegen Philipp Mwene hinreißen ließ und folglich glatt Rot sah (59.). Es ist der erste Platzverweis in der Karriere des Bayern-Stars. Ausgerechnet dieser hat gerade im Hinblick auf die Heim-EM Folgen.

Nach Sané-Ausraster: Nagelsmann fordert "Drecksack-Mentalität"

Quelle: Perform

Knapp eine Stunde war am Dienstagabend im Ernst-Happel-Stadion zu Wien gespielt, als die Emotionen auf dem Rasen hochkochten.
Sané brachte Gegenspieler Mwene auf Höhe des Mittelkreises mit einem Tritt von hinten in die Beine zu Boden. Sichtlich verärgert ob jenes Fouls sprang der österreichische Nationalspieler in Diensten des FSV Mainz 05 sofort auf, stellte den Täter zur Rede und drückte dabei den Kopf des Bayern-Stars, der bei der Aktion zuvor selbst zu Fall gekommen war und sich gerade erst wieder aufgerappelt hatte, mit der rechten Hand unsanft weg.
Daraufhin brannten bei Sané die Sicherungen durch. Der 27-Jährige schob Mwene im Gerangel beide Hände ins Gesicht und schubste ihn so energisch weg. Der Österreicher fiel zu Boden, wo er sich krümmte und dabei beide Hände vor das Gesicht schlug. Der slowenische Schiedsrichter Slavko Vincic zögerte nicht lange und zeigte Sané die Rote Karte (59.). Mwene kam indes mit Gelb davon.
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Leroy Sané (DFB) lässt sich gegen Philipp Mwene (Österreich) zu einer Tätlichkeit hinreißen

Fotocredit: Getty Images

Es war der erste Platzverweis, den der Außenstürmer in seiner Profikarriere in insgesamt 402 Partien für Schalke 04, Manchester City, den FC Bayern sowie die deutsche Nationalmannschaft kassierte.
In Abwesenheit des Münchners musste die DFB-Elf letztlich noch den Gegentreffer zum 0:2-Endstand (73.) und damit die zweite Niederlage in Folge hinnehmen.
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Leroy Sané (r.) sieht im Test gegen Österreich glatt Rot

Fotocredit: Getty Images

Sané entschuldigt sich bei DFB-Kollegen

"Ein Abend zum Vergessen in Wien", schrieb Sané nach dem Spiel bei "X" (vormals Twitter): "Ich habe mich für die Aktion bei meinen Mannschaftskollegen in der Kabine entschuldigt. Das darf mir bei aller Emotion und bei allem Ehrgeiz nicht passieren, gerade in unserer aktuellen Situation. Ein großes Sorry auch an unsere Fans. Wir haben viel Arbeit vor uns, damit 2024 ein erfolgreiches Jahr für uns wird."
Obwohl Sanés Entschuldigung bei Nagelsmann durchaus Anklang fand, tadelte der Bundestrainer seinen Schützling für dessen Verhalten.
"Leroy hat sich vor der Mannschaft entschuldigt, was ich prinzipiell gut finde. Am Ende muss er aber so clever sein, dass er das nicht macht und eher die Rote Karte in die andere Richtung provoziert", sagte er im "ZDF". Nichtsdestotrotz sei die Aktion von Mwene ebenfalls "nicht die allerfeinste" gewesen, so der 36-Jährige weiter.

Sanés Platzverweis hat Folgen

Was auf den ersten Blick vielleicht als Ausrutscher daherkommt, hat für das DFB-Team gerade im Hinblick auf die Heim-EM im kommenden Jahr aber durchaus Folgen.
Immerhin erwartet Sané nach seiner glatten Roten Karte nun von offizieller Seite eine Sperre von mindestens zwei Länderspielen. Auch wenn die Spiele bei der Europameisterschaft davon nicht unmittelbar betroffen sind, muss Nagelsmann auf dem Weg dorthin in den kommenden Partien im März auf einen seiner wichtigsten Offensivspieler verzichten. Eine optimale EM-Vorbereitung sieht anders aus.
Dabei wäre für die deutsche Nationalmannschaft gerade nach den jüngsten Pleiten gegen Österreich und die Türkei (2:3) am vergangenen Samstag jeder weitere Härtetest in vermeintlicher Bestbesetzung von enormer Bedeutung.
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Wehrlos, harmlos, leblos: DFB-Team taumelt ins EM-Jahr

Quelle: SID

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