Marc Cucurella räumt nach nicht gegebenem Handelfmeter im EM-Viertelfinale ein: "Wenn es gegen uns gewesen wäre ..."
VonLukas Fegers
Update 23/12/2024 um 15:07 GMT+1 Uhr
Mehr als fünfeinhalb Monate ist das deutsche Viertelfinal-Aus bei der Heim-EM gegen Spanien her, doch noch immer erregt die bittere 1:2-Niederlage nach Verlängerung hierzulande die Gemüter - wegen des nicht gegebenen Strafstoßes nach dem Handspiel von Marc Cucurella. Jetzt bezog der "Übeltäter" mal wieder Stellung. Dabei zeigte sich der spanische Linksverteidiger einsichtig und kritisch zugleich.
"Das hat mich beruhigt": Cucurella äußert sich zu Handspiel
Quelle: Perform
"Wenn es gegen uns gewesen wäre, hätte ich protestiert und gesagt, dass es ein Elfmeter war", sagte Cucurella im Interview mit der Sportzeitung "Marca".
Aber so sei "der Fußball. Ich dachte: Das war's, scheiß drauf. Ich hatte den Schiedsrichter ganz nah bei mir, ich sah ihn an und er sagte: 'Nein, das war kein Elfmeter.'"
Nachdem Florian Wirtz (89.) die spanische Führung durch Dani Olmo (51.) ausgeglichen hatte, war das EM-Viertelfinale zwischen den beiden ruhmreichen Fußball-Nationen in die Verlängerung gegangen. Dort kam es dann zum großen Aufreger: Ein Torschuss von Jamal Musiala (106.) traf im Strafraum die ausgestreckte Hand von Cucurella, doch weder der britische Schiedsrichter Anthony Taylor noch der VAR schritten ein.
"Der Ball, der von Musiala geschossen wurde, trifft meine Hand sehr deutlich", räumte der 26-jährige Cucurella nun ein, um sich gleichzeitig jedoch zu verteidigen: "Ich habe sie in einer ganz normalen Position, ich kann mir die Hand nicht abschneiden."
Ob sein ausgestreckter Arm wirklich in einer "ganz normalen Position" war, darüber lässt sich freilich streiten. Mittlerweile gab selbst die UEFA zu, dass es einen Handelfmeter für die DFB-Elf hätte geben müssen.
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Marc Cucurella blockte den Torschuss von Jamal Musiala mit der Hand.
Fotocredit: Getty Images
Kroos hätte Platzverweis verdient
Dass in Deutschland das Viertelfinal-Aus nach dem späten spanischen Siegtor durch Mikel Merino (119.) insbesondere auf Cucurellas nicht geahndetes Handspiel geschoben wird, ärgert den Europameister wiederum.
"Sie glauben, dass sie deshalb ausgeschieden sind, aber es war noch viel Zeit übrig", kommentierte der Profi des FC Chelsea und konterte mit Kritik: "Wir hätten auch sagen können, dass Kroos einen Platzverweis hätte bekommen müssen. Am Ende sucht man immer nach etwas, wenn man verliert. Aber das ist Fußball und man kann nichts tun."
DFB-Mittelfeldstratege Toni Kroos hatte in der vierten Spielminute den Spanier Pedri hart gefoult, dieser musste daraufhin verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Der 34-Jährige war allerdings ohne Verwarnung davongekommen, ebenso wie kurz darauf bei einem Foul gegen Jungstar Lamine Yamal.
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Mitspieler tobt: Pfiffe gegen Cucurella sind "eine Schande"
Quelle: Perform
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