Die Römer, bei denen José Mourinho im Sommer das Traineramt übernimmt, mussten auf eine Reihe verletzter Spieler verzichten: Pau Lopez, Jordan Veretout und Leonardo Spinazzola mussten im Hinspiel schon im ersten Durchgang ausgewechselt werden. Auch Amadou Diawara fehlte verletzt. Dafür begannen Antonio Mirante, Bruno Peres, Gianluca Mancini (nach Gelbsperre) und Pedro.
Trotz des deutlichen Sieges im Hinspiel ließ Ole Gunnar Solskjaer eine namhafte Mannschaft auflaufen. Lediglich drei personelle Wechsel nahm der United-Coach im Vergleich zum 6:2-Erfolg vor: Victor Lindelöf, Scott McTominay und Marcus Rashford erhielten eine Pause. Dafür standen Eric Bailly, Donny van de Beek und Mason Greenwood in der Startelf.
Die Roma begann mit viel Einsatz und Leidenschaft. Den Hausherren war von Anfang an anzumerken, dass sie etwas gutzumachen hatten. So kam der Ex-Dortmunder Henrikh Mkhitaryan zur ersten Kopfballchance (4.).
Europa League
Aus der Traum: Arsenal scheitert am Pfosten und an sich selbst
06/05/2021 AM 20:55
Die Giallorossi machten trotz der Hypothek aus dem Hinspiel einen weitaus besseren Eindruck als in der Vorwoche, als man zwischenzeitlich führte. Edin Dzeko und Co. wirkten aggressiver und frischer, jedoch fehlt die nötige Durchschlagskraft.
United ließ es mit dem 6:2 im Rücken ruhig angehen, hatte durch Edinson Cavani aber zwei Riesenchancen (20./26.). Der 34-jährige Uruguayer macht es wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff besser und schloss wuchtig zum 1:0 ab (39.). Auf der anderen Seite ließen Lorenzo Pellegrini (34.) und Mkhitaryan (41.) gute Möglichkeiten liegen.
Im zweiten Durchgang ging das muntere Spielchen weiter, mit unzähligen Chancen auf beiden Seiten. Rom gab nicht auf und kam erst durch Dzeko zum verdienten Ausgleich (57.), dann durch Bryan Cristante gar zum 2:1 (60.). Die Giallorossi witterten Morgenluft und drängten auf das dritte Tor. Doch sowohl Dzeko und Pedro (61.), als auch Mkhitaryan (62.) ließen Riesenchancen auf das 3:1 liegen. So hätte das Spiel vielleicht doch noch einmal spannend werden können.
Doch auch United blieb stets gefährlich mit den vertikalen Pässen. Erst setzte Greenwood den Ball knapp neben das Tor (62.), wenige Augenblicke später war Cavani erneut zur Stelle und zog mit dem 2:2 der Roma den Zahn (69.).
Die Italiener spielten auch danach weiter munter nach vorne und zeigten ein tolles Spiel. Mkhitaryan war erneut vom Pech verfolgt, der Armene traf nur den linken Pfosten (73.). So war es der junge Nicola Zalewski, der in seinem ersten Einsatz für die AS, das 3:2 markierte (83.). So kam die Roma immerhin noch zu einem verdienten Sieg und zog sich sehr achtbar aus der Affäre. Bei einer besseren Chancenverwertung hätte dieses Halbfinale noch sehr dramatisch werden können.
Für die Italiener geht es nun darum, Platz sieben in der Liga zu sichern. Am Sonntag geht es für die Roma gegen Crotone. Auch Manchester United muss am Sonntag ran. Für die Red Devils geht es in der Liga noch um die Vize-Meisterschaft. Gegner ist Aston Villa.
Im Finale der Europa League am 26. Mai in Danzig wartet indes der FC Villarreal, der den FC Arsenal ausschaltete (2:1, 0:0) und damit eine rein englische Angelegenheit in den Europacup-Endspielen verhinderte.
Aus der Traum: Arsenal scheitert am Pfosten und an sich selbst

Die Stimmen zum Spiel:

Harry Maguire (Manchester United): "Das ist eine großartige Leistung. Sie haben ein Mann-gegen-Mann-Pressing angewandt, was das Spiel ein bisschen langatmig gemacht hat. Wir können froh sein, dass wir das Halbfinale überstanden haben. Jetzt müssen wir weitermachen und das Ding gewinnen. Edinson hat zwei tolle Tore erzielt. Wir wissen, dass er sich immer hervorragend bewegt, wenn wir den Ball haben, und er wird immer Chancen bekommen, wenn wir Bälle in den Strafraum bringen. Als Innenverteidiger bin ich nicht so zufrieden, dass David so viel zu tun hatte."
Bryan Cristante (AS Rom): "Wir hatten in dieser Saison einige großartige europäische Nächte, mit einigen großen Siegen. Es ist schade um die zweite Halbzeit in Manchester. Heute Abend hätten wir noch ein paar Tore schießen können, aber wir verlassen den Wettbewerb mit erhobenem Haupt."
Nicola Zalewski (AS Rom): "Es war emotional für mich, mein Debüt zu geben und gegen United zu treffen. Damit zahlt sich die ganze harte Arbeit aus, und ich möchte mich bei Roma bedanken."

Das fiel auf: Die Keeper entscheiden dieses Halbfinale

Die Roma schoss gegen ein eigentlich defensiv starkes Manchester insgesamt fünf Treffer und fliegt trotzdem raus. Dies hatte zum einen an der mangelnden Chancenverwertung zu tun, zum anderen lag es aber auch an den Torhütern. Roma-Ersatzkeeper Mirante patzte im Hinspiel folgenschwer. Sein Gegenüber de Gea zeigte in beiden Partien eine Klasseleistung und parierte vor allem im Rückspiel mehrfach glänzend. Wer weiß, wie dieses Halbfinale ausgegangen wäre, wenn auf beiden Seiten gleichstarke Torhüter gespielt hätten ...

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Statistik: 8

Edinson Cavani hat trotz seiner 34 Jahren bewiesen, dass er längst nicht zum alten Eisen gehört. Der Uruguayer zeigte schon im Hinspiel mit zwei Treffern und drei Vorlagen eine Weltklasseleistung. Auch im Rückspiel zog Cavani mit zwei Treffern der Roma den Zahn. Der Mittelstürmer steht nun bei starken acht Scorerpunkten in vier Europa-League-Spielen. Mit solch einem Torjäger ist United im Finale klarer Favorit im Finale.
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