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RB Leipzig ringt BVB-Bezwinger Glasgow Rangers im Halbfinal-Hinspiel dank Angeliño nieder und hat Finale im Blick
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Publiziert 28/04/2022 um 22:50 GMT+2 Uhr
RB Leipzig hat einen großen Schritt in Richtung Europa-League-Finale gemacht. Die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco setzte sich am Donnerstag im Hinspiel vor heimischer Kulisse gegen BVB-Bezwinger Glasgow Rangers 1:0 (0:0) durch und hat damit alle Trümpfe für das Rückspiel in einer Woche im Ibrox-Stadion in der eigenen Hand. Das Tor des Tages erzielte Angeliño in der 85. Minute.
Angeliño (RB Leipzig) bejubelt seinen Siegtreffer gegen die Glasgow Rangers
Fotocredit: Imago
Die Rollenverteilung im Halbfinale der Europa League war von Beginn an eindeutig: Obwohl RB Leipzig im ersten Durchgang optisch deutlich überlegen war, kamen die Hausherren nur selten zu Großchancen, weil die Rangers sehr kompakt verteidigten und nur wenige Fehler in der Defensive machten.
Nach etwas mehr als einer Viertelstunde konnten die Leipziger einen der wenigen Fehler der Gäste nicht ausnutzen, als sich Borna Barisic bei einer Flanke verschätzte und Benjamin Henrichs für Christopher Nkunku auflegte. Der Franzose brauchte dann aber zu lange und wurde schließlich von Calvin Bassey geblockt.
Den einzigen Abschluss der Gäste im ersten Durchgang gab es in Form eines Kopfballs von Connor Goldson, der das gegnerische Tor aber klar verfehlte (30.). Ansonsten wurde die Leipziger oft nur durch Flanken gefährlich und das, obwohl die beiden Stoßstürmer Yussuf Poulsen noch André Silva nicht in der Startformation standen. Ein Volley-Schuss von Angeliño nach Vorlage von Dani Olmo konnte Glasgow im Sechzehner gerade noch so entschärfen (32.).
Die Anfangsphase der zweiten Hälfte verschliefen die Leipziger dann etwas, allerdings konnten die Rangers daraus kein Kapital schlagen. Dennoch kamen die Schotten gleich zweimal durch Ryan Kent (49.) und James Tavernier (52.) gefährlich im gegnerischen Sechzehner zum Abschluss.
Aufgrund der Tatsache, dass der BVB-Bezwinger in Hälfte zwei etwas offensiver wurde, boten sich vermehrt Lücke in der Defensive. Nkunku hätte dies um ein Haar ausgenutzt, doch den Distanzschuss des Franzosen konnte Rangers-Keeper Allan McGregor mit beiden Fäusten abwehren (54.).
Nach jener Gelegenheit der Leipziger zogen sich die Gäste wieder etwas weiter in die eigene Hälfte zurück und verließen sich mehr aufs Kontern, was insgesamt auch besser funktioniert als noch in der ersten Halbzeit.
Dennoch hatte Nkunku wenig später die Führung für RB auf dem Fuß, als er gleich mehrere Verteidiger sowie Schlussmann McGregor aussteigen ließ, dann aber das leere Tor aus 15 Metern verfehlte (71.). Der stärkste Spieler aufseiten der Rangers war in den zweiten 45 Minuten Kent, der mit seinem Distanzschuss 15 Minuten vor dem Ende an RB-Keeper Peter Gulacsi scheiterte.
In den letzten Minuten drehten die Leipziger noch einmal auf: Zunächst vergab Nkunku die nächste Großchance - dieses Mal per Kopf aus kürzester Distanz (79.). Einen Schuss von Tyler Adams konnte McGregor dann nur zur Ecke abwehren, die für die Rangers zum Verhängnis werden sollte. Die Hereingabe von Nkunku konnten die Gäste zwar per Kopf klären - jedoch genau in die Füße von Angeliño, der die Kugel per Volley von der Sechzehnerkante unhaltbar für McGregor im linken unteren Eck zum 1:0 platzierte (85.).
Für die Leipziger war dies der verdiente Siegtreffer, der ihnen für das Rückspiel in einer Woche eine komfortable Ausgangssituation verschafft. Die Entscheidung fällt am 5. Mai im Ibrox Stadium, wo im Februar die Europapokalsaison von Borussia Dortmund endete. Dann muss sich auch RB der Atmosphäre im Hexenkessel der Rangers stellen.
Die Stimmen zum Spiel
Angeliño (RB Leipzig): "Das Team hat hart für den Sieg gearbeitet. Wir hatten das Spiel im Griff, nur das Tor fehlte lange Zeit, am Ende haben wir es gemacht. Es bleibt eng und wird hart in Glasgow. Wir werden für unser Ziel, dem Finale in Sevilla, alles geben!"
Benjamin Henrichs (RB Leipzig): "Die Rangers haben uns viel abverlangt, vor allem im ersten Durchgang. Nach der Pause haben wir es besser gemacht und uns ein paar Chancen erspielt. Wir können uns bei Angeliño für diesen Sonntagsschuss bedanken. Damit haben wir uns eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel verschafft. Es sollte unser Anspruch sein, ins Finale zu kommen und dafür arbeiten wir hart."
Domenico Tedesco (Trainer RB Leipzig): "Ein Halbfinale im Europapokal ist kein Wunschkonzert. Nach einer zähen ersten Halbzeit hatten wir eine richtig gut zweite Halbzeit. Viele Chancen bekommt man nicht gegen einen solchen Gegner. Aus diesem Spiel können wir nur lernen. Glasgow muss jetzt im Rückspiel kommen, wenn auch vielleicht nicht von Anfang an."
Giovanni van Bronckhorst (Teammanager Glasgow Rangers): "Wir haben hier nicht viele Chancen zugelassen. Aber wenn man kurz vor Schluss ein Tor kassiert, ist das immer enttäuschend. Wir wissen, was wir nächste Woche zu tun haben. Da wird es ein anderes Spiel. Wir werden alles geben, um das Finale zu erreichen. Ibrox wird uns definitiv Energie geben."
Der Tweet zum Spiel
Das fiel auf: Fast die Zähne ausgebissen
Die Leipziger lieferten fast über die gesamten 90 Minuten eine souveräne Vorstellung ab und waren insgesamt auch die bessere und dominantere Mannschaft. Dennoch taten sich die Hausherren schwer, den kompakten und gut organisierten Defensivblock der Schotten zu durchbrechen. Immer wieder mussten die Leipziger zu hohen Bällen greifen, großgewachsene Stürmer wie André Silva oder Yussuf Poulsen kamen jedoch erst spät in die Partie. Zudem konnte der auffällige Christopher Nkunku an seine Top-Auftritte der vergangenen Wochen anknüpfen - seine Chancenverwertung ließ jedoch zu wünschen übrig. Im Rückspiel müssen die Leipziger noch ein, zwei Gänge höher schalten, vor allem, weil die Schotten im eigenen Stadion einen anderen Auftritt hinlegen werden als im Hinspiel am Donnerstag.
Die Statistik: 16
Für die Leipziger war der Sieg am Donnerstag der 16. Pflichtspielsieg im Kalenderjahr 2022, kein anderes deutsches Profiteam hat in diesem Zeitraum mehr Siege auf seinem Konto.
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Quelle: Perform
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