Timo Werner wird bei Tottenham Hotspur angezählt - Trainer Ange Postecoglou: Gebrachte Leistung "nicht akzeptabel"

Harte Worte für Timo Werner: Trainer Ange Postecoglou hat nach dem Europa-League-Spiel des englischen Spitzenklubs Tottenham Hotspur bei den Glasgow Rangers kein gutes Haar an seinem Stürmer gelassen. Die Leistung der Leihgabe von Bundesligist RB Leipzig sei "nicht akzeptabel" gewesen, sagte der Australier, "er hat bei weitem nicht das Level gebracht, das er bringen sollte."

Tottenham-Coach poltert gegen Werner: Leistung "inakzeptabel"

Quelle: Perform

Nach dem Spielende stand Timo Werner plötzlich im Mittelpunkt, und schnell wurde klar, warum es für den Stürmer von Tottenham Hotspur in den zweiten 45 Minuten im Ibrox Stadium auf dem Feld keinen Platz mehr gab.
"Seine Leistung war nicht akzeptabel", kritisierte Trainer Ange Postecoglou den deutschen Fußballprofi, "er hat bei weitem nicht das Level gebracht, das er bringen sollte."
Ungewohnt deutlich fielen die Worte nach dem 1:1 (0:0) der Spurs in der Europa League bei den Glasgow Rangers aus. Postecoglou war sehr enttäuscht, auch wenn die Situation um die Leihgabe von RB Leipzig grundsätzlich "nicht wirklich besorgniserregend" sei.
"Ich brauche jeden, der da rausgeht und versucht, sein Bestes zu geben", erklärte der Australier vielsagend. Werner erfüllte diese Voraussetzung nicht.

Werner wirkt gegen Glasgow hilflos

Die Statistiken unterstreichen das. 16 Ballverluste, alle fünf Zweikämpfe verloren, dazu eine Passquote von 69 Prozent. Werner war in Schottland keine Hilfe.
Seine Entscheidungen mit dem Ball seien "miserabel" gewesen, meinte etwa der frühere Rangers-Stürmer und heutige "BBC"-Experte Steven Thompson am Mikrofon.
Postecoglou nahm Werner zur Pause vom Platz, für den 57-maligen Nationalspieler kam Dejan Kulusevski und erzielte das Tor zum Endstand (75.). Er wisse "nicht wirklich", woran es beim Stuttgarter gelegen habe, so Postecoglou, aber: "Wenn ich von jüngeren Spielern verlange, einen guten Job zu machen, erwarte ich von einigen der älteren Spieler das gleiche Leistungsniveau."
Und darauf komme es besonders an, wenn man zwei 18-Jährige im Team habe - gemeint waren Archie Gray und Lucas Bergvall. "Ich habe das Timo gesagt, er ist deutscher Nationalspieler", so Postecoglou.

Nur ein Tor in 19 Spielen: Werners magere Bilanz

Wettbewerbsübergreifend gelang Werner diese Saison in 19 Einsätzen erst ein Tor (im Ligapokal gegen Manchester City). Tottenham, das den 28-Jährigen im Mai ein zweites Mal von Leipzig ausgeliehen hatte, besitzt wie beim ersten Mal eine Kaufoption. Bislang spricht wenig dafür, dass die Spurs sie im neuen Jahr ziehen werden.
Tottenham braucht Tore. Das Team hat nur eines der vergangenen acht Spiele gewonnen und liegt in der Europa League als Tabellenneunter direkt hinter den punktgleichen Rangers. Acht Teams erreichen direkt das Achtelfinale.
Am Freitagmorgen erneutete Postecoglou seine Kritik an Werner in einer Presserunde.

Postecoglou knallhart gegenüber Werner

"Es war keine Kritik, es war eine Einschätzung", sagte er: "Ich verlange von einem 18-Jährigen viel, und es gibt ältere Spieler - und er ist ein älterer Spieler, er ist Nationalspieler, er hat die Champions League gewonnen -, die ein gewisses Maß an Einsatz und Leistung bringen müssen, um der Mannschaft zu helfen, und er hat das nicht erreicht."
Die Auswechslung sei "Aussage genug" gewesen: "Es war keine Kritik, sondern nur eine Einschätzung seiner Leistung, und das an einem wirklich schwierigen Abend für uns, von dem wir wussten, dass er besser sein muss."
Auf die Frage, wie Werner denn reagiert habe, reagierte der Spurs-Trainer ungehalten. "Ich habe keine Zeit mehr für so etwas, wissen Sie? Wir befinden uns in einem kollektiven Kampf. Ich werde mir keine Gedanken über die verletzten Egos der Leute machen."
Und: "Wenn jemand in der Kabine, der fit ist und in der Lage, einen Beitrag zu leisten, das Gefühl hat, dass er in diesem Moment etwas mehr braucht, dann ist er wahrscheinlich nicht der richtige Typ." Er brauche vielmehr "Leute, die die Situation verstehen, in der wir uns befinden."
Werner droht nun ein Platz auf der Bank, denn: "Ich werde nicht versuchen, mehr aus den Spielern herauszuholen, wenn sie im Moment nicht mehr geben. Das gibt mir einen Hinweis darauf, wo sie stehen."
(SID)
picture

Maresca nach Sieg bei Minus elf Grad: "Fantastisch"

Quelle: Perform


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung