Klub-WM - Drei Dinge, die beim BVB gegen Ulsan auffielen: Jobe Bellingham ist jetzt schon unverzichtbar

Borussia Dortmund sichert sich mit dem 1:0 gegen Ulsan HD aus Südkorea den Gruppensieg bei der FIFA Klub-WM. Der BVB hätte deutlich höher gewinnen müssen, doch ein überragender Torwart und ein Leistungseinbruch in der zweiten Halbzeit verhinderten dies. Dafür unterstrich Neuzugang Jobe Bellingham erneut seinen hohen Wert für Dortmund. Drei Dinge, die uns in Cincinnati auffielen.

BVB-Stars Brandt und Adeyemi trotz Chancenwucher zufrieden

Quelle: Perform

BVB-Trainer Niko Kovac gab sich kühl. Er lächelte nur leicht, als er auf den Gruppensieg seiner Mannschaft angesprochen wurde.
"Wir wollten ins Achtelfinale. Das ist uns geglückt", sagte er gegenüber "DAZN" und meinte dann ein wenig krumm: "Ob als Erster oder Zweiter, das kann man sich nicht aussuchen. Nun sind wir Erster geworden." In der nächsten Runde wartet der CF Monterrey auf den BVB, welcher durch einen 4:0-Sieg gegen die Urawa Red Diamonds aus Japan ins Achtelfinale einzog.
Daniel Svensson erzielte in der 36. Minute den Siegtreffer gegen Ulsan HD. Der Torschütze zeigte mit der Entwicklung seiner Mannschaft bei der Klub-WM zufrieden: "Wir spielen besser und besser. Wir starteten ein bisschen langsam, aber heute haben wir eine gute Leistung abgeliefert und können selbstbewusst in die nächste Runde gehen."
Drei Dinge, die uns auffielen.
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Klub-WM: Borussia Dortmund jubelt über das 1:0 durch Daniel Svensson (Nr. 24) gegen Ulsan HD FC

Fotocredit: Getty Images

1. Bellingham als Schlüsselspieler in Dortmund angekommen

Jobe Bellingham entwickelt sich beim BVB schon früh zum Dreh- und Angelpunkt. Am Samstag stand er im zweiten Vorrundenspiel gegen die Mamelodi Sundowns (4:3) erstmals in der Startelf und erzielte ein Tor. Gegen Ulsan durfte der 19-Jährige erneut in der Anfangsformation ran und bereitete diesmal den Siegtreffer vor.
Dabei erwies sich der Mittelfeldspieler als handlungsschnell, zog zwei Gegenspieler auf sich und legte den Ball für Svensson auf, der relativ freistehend verwandelte. 
Auch Bellingham suchte immer wieder den Abschluss. Als zentraler Spieler hinter den Spitzen Karim Adeyemi und Serhou Guirassy, gab bis zu seiner Auswechslung in der 58. Minute sechs Torschüsse ab. Dazu bereitete drei Torschüsse vor. Im Angriffsdrittel betrug seine Passquote sehr ordentliche 88,2 Prozent.
All das unterstreicht, dass Bellingham in der neuen Saison - ähnlich wie sein Bruder Jude früher - ein Schlüsselspieler für den BVB sein kann.

2. Leistungseinbruch nach der Halbzeit gibt Rätsel auf

In den ersten beiden Gruppenspielen gegen Fluminense (0:0) und die Sundowns (4:3) tat sich der BVB noch schwer, ins Spiel zu finden und war über weite Strecken sogar die schlechtere Mannschaft. Am Mittwoch zeigte Dortmund ein anderes Gesicht und dominierte die ersten 45 Minuten. Das Torschussverhältnis sprach zur Pause für sich: 20:0 für Borussia.
Doch was geschah dann? Der BVB wurde passiver und Ulsan kam ins Spiel - sehr zum Missfallen von Torwart Gregor Kobel, der mehrfach seine Vorderleute zusammenstauchte. Das Pressing wurde nicht mehr konsequent gespielt, wodurch die Südkoreaner mehr Platz und somit mehr Zeit hatten, um ihr Spiel aufzubauen. Auch in der Zentrale hatten die Schwarz-Gelben zeitweise keinen Zugriff mehr.
"Die erste Halbzeit war für diese Hitze ordentlich", fasste Kovac zusammen. Danach habe man aber "gesehen, dass die Jungs das Ergebnis ein bisschen verwaltet haben".
Der frühere BVB-Profi und heutige "Sat.1"-Experte Fredi Bobic bewertete den Leistungseinbruch kritischer. "Das war zu wenig in der zweiten Halbzeit", stellte der ehemalige Stürmer klar: "Man hat die Tür fast noch aufgemacht und kann froh sein, dass der Gegner qualitativ nicht so stark war, um das auszunutzen." Bobics Fazit: "Es wird in den nächsten Runden gegen andere Mannschaften gefährlicher, wenn man das nicht über 90 Minuten hinbekommt."
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Klub-WM: Borussia Dortmund bejubelt das 1:0 durch Daniel Svensson (Nr. 24) gegen Ulsan HD

Fotocredit: Getty Images

3. Deutschland-Schreck bringt auch BVB zur Verzweiflung

Ob bei Julian Brandt und Niklas Süle schlechte Erinnerungen aufkamen, als sie den Namen Hyeon-Woo Jo hörten? Die beiden BVB-Spieler standen im letzten Gruppenspiel der Weltmeisterschaft 2018 auf dem Platz, als Deutschland 0:2 gegen Südkorea verlor und dadurch in der Vorrunde ausschied.
Jo hatte damals großen Anteil daran, brachte die DFB-Elf mit seinen Paraden zur Verzweiflung. Ähnlich war es am Mittwoch mit dem BVB. Letztlich war es Jo zu verdanken, dass Ulsan nur 0:1 verlor. Speziell Guirassy verzweifelte regelrecht am Keeper. Sieben Torschüsse gab der BVB-Stürmer ohne zu treffen ab.
Jo bewies nicht nur starke Reflexe (zehn gehaltene Torschüsse), sondern auch viel Coolness. Dies zeigte sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, als Guirassy aus etwa vier Metern per Kopf zum Abschluss kam. Anstatt überhastet zu reagieren, blieb der Keeper ruhig stehen – und parierte.
In der 83. Minute zeigte er eine weitere Heldentat, als er einen guten Abschluss von Yan Couto noch zur Ecke klärte. Bobic erinnerte an das prompt an das WM-Spiel von 2018: "Er ist seitdem nicht schlechter geworden."
BVB-Offensivspieler Adeyemi lobte den Schlussmann später ebenfalls: "Er war sehr gut und hat viel gehalten. Trotzdem dürfen wir uns davon nicht aufhalten lassen und müssen mehr Tore machen."
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Quelle: SNTV


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