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Real der große Profiteur? Was der Suárez-Ausfall für Barça bedeutet

Real der große Profiteur? Was der Suárez-Ausfall für Barça bedeutet

15/01/2020 um 12:11Aktualisiert 16/01/2020 um 15:58

Es liegen turbulente Tage hinter dem FC Barcelona: Das Halbfinal-Aus in der Supercopa gegen Atlético Madrid und die Trennung von Trainer Ernesto Valverde hinterließen bei den Katalanen verbrannte Erde. Fast noch schwerwiegender war jedoch die Verletzung von Luis Suárez, der monatelang fehlen wird. Schließlich könnte der Ausfall des Torjägers die Machtverhältnisse in Spanien komplett verschieben.

Luis Suárez saß mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen des King Abdullah Sports City Stadions in Saudi-Arabien.Ganz Barcelona stockte der Atem, schließlich ist der 32-Jährige in der laufenden Spielzeit gemeinsam mit Superstar Lionel Messi so etwas wie die Lebensversicherung der Katalanen.

Luis Suarez (am Boden) während des Halbfinals in der Supercopa gegen Atlético Madrid

Luis Suarez (am Boden) während des Halbfinals in der Supercopa gegen Atlético MadridGetty Images

Trotz Suárez-Ausfall: Barça nimmt wohl Abstand von Transfers

Der Ausfall von Suárez ist für Barça sowohl im Titelkampf in der spanischen Liga als auch hinsichtlich der bevorstehenden K.o.-Phase in der Champions League ein schwerer Schlag ins Kontor. Der Uruguayer kam nach einem eher mäßigen Saisonstart immer besser in Tritt und konnte bislang wettbewerbsübergreifend in 23 Partien sagenhafte 25 Scorerpunkte verbuchen (14 Tore, 11 Assists). Darüber hinaus war Suárez an 41 Prozent aller Treffer von Barça mitverantwortlich.

Neu-Trainer Quique Setién muss sich zum Start seiner Amtszeit somit gleich mit Verletzungssorgen in der Offensive, dem einstigen Prunkstück des FC Barcelona, herumschlagen. Denn neben Suárez fällt auch der ehemalige Dortmunder Ousmane Dembélé aufgrund einer Oberschenkelverletzung weiter aus.

Wird Barça nun also auf dem Transfermarkt aktiv und verstärkt sich in diesem Winter noch mit einem klassischen Mittelstürmer? Adrian Garcia, Fußball-Experte von Eurosport in Spanien, verneint dies entschieden:

"Setién wird den jungen Spielern wie Carles Pérez und Ansu Fati vertrauen - die Klubphilisophie setzt schließlich Vertrauen in La Masia voraus. Zudem waren die letzten Erfahrungen mit Kevin-Prince Boateng alles andere als zufriedenstellend."

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Barças Offensive hängt am Tropf von Messi

Somit liegt die nicht gerade geringe Last des spanischen Meisters einmal mehr auf den Schultern von Messi. Der amtierende Weltfußballer musste zu Beginn der Saison ebenfalls verletzungsbedingt kürzertreten (Fußverletzung), zeigte sich seit jeher aber gewohnt zuverlässig und trug sich in 20 Partien 16 Mal in die Torjägerliste ein. Die Katalanen scheinen in diesen Tagen mehr denn je auf ihren Superstar angewiesen zu sein, wie auch Garcia bestätigt:

"Barça ist zu 100 Prozent von Messi abhängig - und auch von Marc-André ter Stegen. Nur, wenn Barça unter Setién den besten Spielstil wiedererlangt, könnte Messi entlastet werden. Im Moment besteht die Mannschaft aber aus ter Stegen, Messi und neun anderen Spielern."

Duell auf Augenhöhe zwischen Real und Barça

Schließlich zeigte die Formkurve der Königlichen in den vergangenen Wochen deutlich nach oben. Die Mannschaft von Trainer Zinédine Zidane blieb in den vergangenen 16 Pflichtspielen ungeschlagen (10 Siege, 6 Unentschieden) und sicherte sich in Saudi-Arabien die spanische Supercopa. In der spanischen Liga liegt Real aktuell punktgleich mit dem FC Barcelona auf Platz zwei.

"Real Madrid wird stärker, vor allem in der Defensive, aber sie haben keinen Spieler mehr wie Cristiano Ronaldo, der mit seinen Toren einzelne Spiele entscheiden kann. Die Chancen stehen meiner Meinung nach daher aktuell 50:50", äußerte sich Garcia zum Titelkampf in La Liga. Hinsichtlich des Champions-League-Achtelfinals gegen den SSC Neapel sieht der spanische Fußball-Experte jedoch keine Schwierigkeiten für Barcelona:

"Ohne Suárez ist Barça eine schwächere Mannschaft, aber sie werden keine Probleme damit haben, Neapel im Achtelfinale zu bezwingen."

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